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Main-Taunus-Kreis: Übergangsquartier für 120 Asylbewerber

Pressemeldung vom 27. Februar 2015, 08:25 Uhr

Kreis nutzt bis Sommer Container an der Main-Taunus-Schule in Hofheim

Übergangsweise sollen in Containern an der Hofheimer Main-Taunus-Schule (MTS) Asylbewerber untergebracht werden. Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron mitteilt, sollen dort nach Ostern 120 Flüchtlinge einziehen, bis in den kommenden Monaten neue Unterkünfte in Bad Soden, Eschborn, Sulzbach und auch Hofheim zur Verfügung stehen. „Die steigenden Asylbewerberzahlen zwingen uns zu einer solchen Übergangslösung“, stellt Baron fest.

Die Container sollten ursprünglich aufgestellt werden, weil die MTS erweitert werden soll, aber bereits ab dem neuen Schuljahr zusätzliche Klassenräume benötigt werden. Ein Teil der Räume in den Modulen werde der Schule für darstellendes Spiel sofort zur Verfügung gestellt und die restlichen Räume für die Asylbewerber genutzt. Beide Bereiche seien deutlich voneinander getrennt, der Schulbetrieb werde nicht beeinflusst. Bis zu den Sommerferien seien die weiteren neuen Quartiere fertig, so dass zum Schuljahresbeginn die gesamte Anlage für die Schule eingerichtet werden könne.

Die zweistöckige Anlage neben der Sporthalle wird den Angaben zufolge sowohl Einzelpersonen als auch Familien aufnehmen. Für die Asylbewerber werden zusätzliche Sanitärcontainer aufgestellt und eine Gemeinschaftsküche eingebaut.

Im Main-Taunus-Kreis leben derzeit 1012 Asylbewerber. Hofheim muss bis zum Ende des Quartals 234 Personen unterbringen; davon sind bisher 80 Personen aufgenommen. In Bad Soden entsteht zurzeit eine Containeranlage am Hübenbusch, in Eschborn ist eine Anlage im Wehlings geplant, in Sulzbach in der Wiesenstraße und in Hofheim in der Schulstraße; außerdem wird in der Kreisstadt in der Frankfurter Straße die bestehende Gemeinschaftsunterkunft erweitert. Auf diese Unterkünfte sollen die Bewohner der Anlage an der MTS verteilt werden.

„Die Entwicklung bei den Asylbewerberzahlen zwingt uns immer wieder zu unkonventionellen Entscheidungen“, erläutert Baron. So würden im Kreis Flüchtlinge beispielsweise in einer ehemaligen Schule in Hattersheim und in Wohnwagen auf einem Campingplatz in Eppstein untergebracht. Daher danke er der Schulgemeinde der MTS für Verständnis für diese Übergangslösung.

Der Kreis suche ständig Grundstücke und Immobilien, die er für die Unterbringung kaufen oder mieten könne. Wer etwas anbieten möchte, wendet sich an das Amt für Arbeit und Soziales (Tel. 06192/201-1322, E-Mail: integration@mtk.org).

Quelle: Main-Taunus-Kreis – Büro der Kreisorgane

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