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Main-Taunus-Kreis: Übergangsquartier im Zelt

Pressemeldung vom 18. Juni 2015, 13:38 Uhr

Kreis bringt Asylbewerber am Schwimmbad in Schwalbach unter

Erstmals muss der Main-Taunus-Kreis Asylbewerber in Zelten unterbringen. Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron mitteilt, werden 40 Personen übergangsweise in Zelten in Schwalbach einquartiert. Das Lager solle im Herbst wieder aufgelöst werden. „Auch wenn das nur als Übergangslösung geplant ist, zeigt das, wie groß der Druck auf den Kreis bei der Aufnahme von Asylbewerbern ist“, so Baron.

Die Stadt Schwalbach habe trotz aufwändiger Suche keine festen Quartiere anbieten können, so Bürgermeisterin Christiane Augsburger. Zwei Grundstücke stünden jedoch gegenwärtig bereit, um darauf Gemeinschaftswohnanlagen für Asylbewerber zu errichten. Ebenso würden ein Wohnhaus sowie zwei Wohnungen angeboten.

Baron zufolge werden zehn Zelte für jeweils vier Personen auf einem Parkplatz am Schwalbacher Naturbad errichtet. Ende Juni sollen die ersten Asylbewerber einziehen. Wenn voraussichtlich im September die neue Unterkunft am Westring fertig sei, reichten die Quartiere in Schwalbach immer noch nicht aus. Eine weitere Anlage mit 40 Plätzen am Erlenborn werde erst Anfang kommenden Jahres zur Verfügung stehen.

„Ein Zeltquartier ist nur eine Notlösung, aber wir haben keine Wahl“, fasst Baron zusammen. Die Stadt Schwalbach habe aktuell 16 Asylbewerber aufgenommen und noch einen Rückstand von 85 Personen, die untergebracht werden müssten, und aus der Stadt seien dem Kreis bislang keine ausreichenden Immobilien gemeldet worden. Zwei Schwalbacher Grundstücke seien zur Bebauung vorgesehen.

Der Druck auf den Kreis halte an, weitere Asylbewerber unterzubringen. Aktuell seien im MTK 1234 Flüchtlinge aufgenommen, zum Jahresende seien es geschätzt mehr als 1800 Personen.

Baron verweist auf das Land Hessen, das Asylbewerber jetzt in Zelten in Wetzlar unterbringt. Das zeige, wie groß der Druck auch landesweit sei. Den Kommunen wäre schon geholfen, wenn Personen aus sicheren Ländern etwa des Balkans nicht an die Kreise und kreisfreien Städte weitergeleitet würden, wie es auch kürzlich in einem Schreiben des MTK und seiner Kommunen an das Land gefordert wurde.

Der Kreis sei in allen Kommunen ständig auf der Suche nach Quartieren. Wer eine Immobilie vermieten oder verkaufen möchte, wendet sich an das Amt für Arbeit und Soziales (Tel. 06192/201-1322, E-Mail: integration@mtk.org).

Quelle: Main-Taunus-Kreis – Büro der Kreisorgane

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