Energiewechsel

Main-Taunus-Kreis: Wasser – idyllisch und gefährlich zugleich

Pressemeldung vom 12. Juni 2015, 08:54 Uhr

Hochwasser-Plan im Landratsamt ausgelegt- Katastrophenschutz leistet aktiven Beitrag

Einen Plan mit Main-Hochwasserrisiken können Bürger derzeit im Landratsamt einsehen. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, zeigt der Entwurf, wo in unterschiedlichem Maß Hochwasser drohen, welche Gebiete überschwemmt werden können und welche Wassertiefen zu erwarten sind. Der Plan liegt bis 1. Juli im Sitz der Kreisverwaltung aus, Einwendungen sind bis 1. August möglich. Während dieser Plan der Information der Bürger diene, leiste der Main-Taunus-Kreis mit seinem Katastrophenschutz auch praktische Beiträge „für die Sicherheit im Hochwasserfall“.

Der so genannte Hochwasserrisiko-Managementplan des Maines (HWRMP) wird vom Regierungspräsidium Darmstadt erstellt. In ihm sind Überschwemmungsgebiete und Hochwassertiefen aktualisiert, und er kann zum Beispiel Hauskäufern Informationen über das Risiko auf einem Grundstück geben. Darüber hinaus können Bürger mitteilen, wenn sie aufgrund ihrer Ortskenntnis und Erfahrungen mögliche Fehler in dem Plan entdeckt haben.

Der Entwurf liegt im Amt für Bauen und Umwelt (Raum 2.052.1) zu den Sprechzeiten aus. Zudem ist er auch im Internet veröffentlicht, auf der Seite www.hlug.de im Unterkapitel „Wasser“. Dort sind auch bereits aufgestellte Pläne für den Schwarzbach, den Liederbach und den Sulzbach veröffentlicht. Einwendungen gegen den neuen Plan können beim Amt für Bauen und Umwelt oder beim Regierungspräsidium eingereicht werden.

„Der Main und die Bäche bringen uns nicht nur landschaftliche Schönheit, sondern auch Gefahren“, erläutert Cyriax. Auch wenn in erster Linie die Städte und Gemeinden an den Wasserläufen für den Hochwasserschutz verantwortlich seien, unterstütze sie der Katastrophenschutz des Main-Taunus- Kreises. Beispielsweise unterhalte der Kreis ein zusätzliches Sandsacklager, habe eine Maschine, um Säcke zu füllen, und schule das Personal von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Zudem unterstütze er die Kräfte im aktiven Einsatz.

Dabei ist nach Angaben von Cyriax weniger der Main eine Herausforderung, denn dort seien Hochwasser innerhalb von Tagen vorhersagbar. Die Bäche hingegen, die aus dem Taunus kämen, könnten buchstäblich „aus heiterem Himmel“ über die Ufer treten und ganze Ortsteile gefährden, wie vor einigen Monaten in Eppstein-Niederjosbach geschehen. In der Regel trete mindestens einmal pro Jahr ein Bach im MTK bei plötzlichen starken Regenfällen über die Ufer.

Quelle: Main-Taunus-Kreis – Büro der Kreisorgane

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