Energiewechsel

Main-Taunus-Kreis: Weitere Asylunterkunft in Bad Soden

Pressemeldung vom 29. April 2015, 13:26 Uhr

Neues Quartier für bis zu 80 Personen am Hübenbusch wird demnächst belegt

In der neuen Asylbewerberunterkunft in Bad Soden ziehen vom 4. Mai an die ersten Bewohner ein. Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron mitteilt, sollen in der Anlage am Hübenbusch bis zu 80 Personen Platz finden. Mit dieser zweiten Unterkunft in der Stadt sind den Angaben zufolge aber noch nicht ausreichende Plätze geschaffen, um alle Asylbewerber aufzunehmen, die in Bad Soden bis Ende Juni untergebracht werden müssen. „Das zeigt, wie groß diese Herausforderung weiterhin ist. An der dramatischen Lage hat sich nichts geändert“, fasst Baron zusammen.

Der Main-Taunus-Kreis hat die Unterkunft für rund 2,6 Millionen Euro auf einem Gelände neben der neuen Otfried-Preußler-Schule errichtet. Die Unterkunft ist um einen begrünten Innenhof gruppiert. Sie bietet zweistöckige Wohneinheiten mit Bad und Küche. Die Module sind mit Holzplatten verkleidet, die Dächer begrünt. Das Gelände hat die Stadt zur Verfügung gestellt.

In die neue Unterkunft sollen Einzelpersonen, Paare und Familien einziehen. Notwendige Einrichtungen wie Ärzte, Kindergarten und Geschäfte seien zu Fuß erreichbar. Zur Unterstützung bei der Integration setze auch hier der Kreis auf die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen. Für Angebote wie Sprachkurse sei in der Unterkunft ein Gemeinschaftsraum vorgesehen.

Die Stadt Bad Soden hat bereits in einer Unterkunft in der Königsteiner Straße Flüchtlinge aufgenommen; weitere sind in einer Privatpension untergebracht. In der ersten Jahreshälfte muss die Stadt insgesamt 151 Personen aufnehmen. Wenn die neue Unterkunft belegt ist, fehlen nach Angaben von Baron nach derzeitigem Stand aber immer noch knapp 20 Plätze.

Insgesamt leben im Main-Taunus-Kreis derzeit rund 1100 Asylsuchende, bis zum Jahresende muss der MTK den Angaben zufolge noch weitere rund 900 Flüchtlinge aufnehmen. Das sei aber nur eine Hochrechnung, so Baron; tatsächlich könnte die Zahl noch weiter steigen – „und damit würde die Lücke noch größer.“

Daher sei der Kreis auch in anderen Kommunen ständig auf der Suche nach Quartieren. Wer eine Immobilie vermieten oder verkaufen möchte, wendet sich an das Amt für Arbeit und Soziales (Tel. 06192/201-1322, E-Mail: integration@mtk.org).

Quelle: Main-Taunus-Kreis – Büro der Kreisorgane

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis