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Marburg: Aus Sicherheitsgründen ist am Perfstausee das Schwimmen und Baden ab sofort verboten

Pressemeldung vom 17. August 2009, 16:33 Uhr

Gefährdung durch die Wasserpest

Marburg. Die Verantwortlichen des Wasserverbandes Oberes Lahntal haben am Perfstausee ab sofort ein Badeverbot verhängt. Auslöser ist die Wasserpest – eine Wasserpflanze – die jetzt zu einem Beinaheunfall geführt hat. „Wir können im Moment die Sicherheit der Badegäste nicht garantieren – deshalb ziehen wir die Konsequenz und sprechen eine Badeverbot aus“, teilten Landrat Robert Fischbach und Hartmut Klingelhöfer, der technische Betriebsleiter, am Montag mit.

Während eine Untersuchung dem Perfstausee eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigte hat, wurde in der gleichen Untersuchung auf eine mögliche Gefährdung der Badegäste durch die Wasserpest hingewiesen. Diese Einschätzung wurde durch Fachleute der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bestätigt. Die bis zu drei Meter langen Wasserpflanzen können für Schwimmer eine Gefährdung darstellen. Die DLRG hat daher vom Schwimmen in dem See abgeraten. Entsprechende Warnhinweise – auch in der heimischen Presse – sind aber offenbar nicht beachtet worden.

Gerät ein Schwimmer in einen mit Wasserpflanzen durchsetzten Bereich, kann unter Umständen schon die Berührung mit den Wasserpflanzen Angstzustände oder Panik auslösen. Ein Schwimmer kann sich außerdem durch hastige und ungeschickte Bewegungen in den Pflanzen verfangen. Ein Weiterschwimmen ist dann nicht mehr möglich, da sich Pflanzen um Arme, Schultern und Beine des Schwimmers legen können. Hiervon sind meist ängstliche oder ungeübte Schwimmer (häufig Kinder) betroffen.

Bei ruhigem Verhalten ist es ohne Probleme möglich, die Pflanzen abzustreifen und sich durch ruhige paddelnde Schwimmbewegungen in Rückenlage in Sicherheit zu bringen. In Panik geraten, sieht das jedoch ganz anders aus: Dann könnten sich die Badenden regelrecht in den Pflanzen verstricken.

Rettungseinsätze der DLRG werden durch die Wasserpflanzen stark behindert. Das Erreichen von Einsatzstellen ist bei größerer Entfernung zum Ufer nur mit erheblichem Zeitverzug möglich. Wegen des Bewuchses kann das Rettungsboot nicht verwendet werden und die schwimmerische Rettung wird behindert.

Quelle: Stadt Marburg – Pressestelle

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