Energiewechsel

Marburg-Biedenkopf: Die Verlegung von Leerrohren erfolgt im Rahmen von Baumaßnahmen an Kreisstraßen

Pressemeldung vom 1. Juni 2011, 10:45 Uhr

Landrat informierte sich über die Leerrohrverlegung für die Breitbandtechnik
in Unterrosphe

Marburg-Biedenkopf – „Aus Sicht des Kreises und der Städte und Gemeinden
müssen wir die Versorgung mit Breitbandkabel selbst voranbringen, um nicht
gerade bei der zukunftsweisenden Technik mit schnellem Internet von den
städtischen Ballungsgebieten abgehängt zu werden. Deswegen haben der
Landkreis sowie die Städte und Gemeinden eine Gesellschaft bürgerlichen
Rechts (GbR) gegründet, die sich dieses Themas annimmt. Sie trägt den Namen
‚Breitband Marburg-Biedenkopf GbR‘ „, erläuterte Landrat Robert Fischbach in
Unterrosphe. Dort wurden erstmals Leerrohre für die Breitbandverkabelung in
der Kreisstraße 2 verlegt.

Landrat Fischbach ließ sich die Technik vor Ort erklären. Bei der
angestrebten flächendeckenden Breitbandverkabelung des Landkreises sind die
dafür notwendigen Erdarbeiten der höchste Kostenfaktor. Wesentlich
kostengünstiger ist es, wenn im Zuge von Straßenbaumaßnahmen Leerrohre
mitverlegt werden können. Wenn das durchgeführt wurde, ist eine spätere
„Befüllung“ mit Glasfaserkabel einfach und günstig zu erreichen.

Aber auch das Verlegen der Leerrohre im Zuge einer Baumaßnahme verursacht
Zusatzkosten, die jedoch im Rahmen der Leerrohrrichtlinie des Landes Hessen
wie zum Beispiel in Unterrosphe mit bis zu 75 Prozent vom Land mitfinanziert
werden. Wichtig sei es, so der Landrat, dass auch die Kommunen im Landkreis
bei Erdarbeiten auf den relevanten Strecken Leerrohre verlegen würden, damit
bei der Vernetzung des gesamten Landkreises Kosten gespart werden könnten.

Die Breitband Marburg-Biedenkopf GbR hat auf ihrer letzten Sitzung die
Gemeinde Angelburg einstimmig aufgenommen. Jetzt fehlt neben der Stadt
Marburg nur noch die Gemeinde Cölbe, die den Beschluss zum Beitritt in die
Breitbandgesellschaft im Juni fassen wollen.

In der letzten Gesellschafterversammlung hat die GbR beschlossen, eine
Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, die das vorliegende Grobkonzept der
E.ON Mitte AG mit einer Feinplanung unterlegen soll und gleichzeitig auch ein
Businessmodell ausarbeiten soll, wie eine flächendeckende Versorgung des
Landkreises mit vorerst 50 Mbit in den nächsten drei bis fünf Jahren
sichergestellt werden kann.

Es soll auch geprüft werden, inwieweit eine Kooperation mit bestehenden
Anbietern wie Unitymedia, Telekom und Vodafone erreicht werden kann. Der
Landkreis und die Stadtwerke Marburg, die den Ausbau von schnellem Internet
im Stadtgebiet vorantreiben wollen, haben schon die Bereitschaft erklärt,
sich bei der Planung miteinander abzustimmen.

Für das Breitbandprojekt hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf beim
Innenministerium einen Antrag auf Förderung der Interkommunalen
Zusammenarbeit gestellt, welcher gute Aussichten auf Erfolg hat. Bei allen
Städten und Gemeinden wie auch beim Landkreis besteht ein großes Interesse
daran, als Pilotlandkreis in Hessen die Chance des schnellen Ausbaus zu
ergreifen.

„Wenn wir uns als kommunale Familie, also Städte und Gemeinden sowie
Landkreis, in diesem Fall gemeinsam um die Realisierung dieser ehrgeizigen
Aufgabe bemühen, können wir damit einen großen Schritt in Richtung
Zukunftsfähigkeit unseres Kreises machen“, betonte Landrat Fischbach
schließlich in Unterrosphe.

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf / Presse- und Kulturarbeit

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