Energiewechsel

Marburg-Biedenkopf: Gabriele C. Schmitt wurde mit der Ehrenplakette des Landkreises durch Landrat Fischbach ausgezeichnet

Pressemeldung vom 29. Juni 2011, 14:27 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgend die PM 232/2011 des Kreises.

Mit freundlichem Gruß

Markus Morr

Bildunterschrift:

Im Rahmen der Festveranstaltungen zum 15-jährigen Jubiläum des Arbeitskreises
Landsynagoge Roth überraschte Landrat Robert Fischbach der ehemalige
Vorsitzende des arbeitskreises Landsynagoge Roth mit der Überreichung der
Ehrenplakette des Landkreises.

Foto: Landkreis

Großes Engagement für die Synagoge in Roth

Marburg-Biedenkopf – Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 15-jährigen Jubiläum
des Arbeitskreises Landsynagoge Roth überraschte Landrat Robert Fischbach
Gabriele C. Schmitt aus der Gemeinde Weimar mit der Verleihung der
Ehrenplakette des Landkreises.

Der Kreisausschuss hatte in seiner Sitzung am 10.06.11 beschlossen, Frau
Gabriele C. Schmitt aus Weimar-Roth für ihr jahrelanges ehrenamtliches
Engagement für die Synagoge in Roth und für ihre engagierte Aufarbeitung der
jüdischen Geschichte in Roth und den umliegenden Orten auszuzeichnen. Nur
ganz selten zeichnet der Landkreis Personen aus Marburg-Biedenkopf mit der
Ehrenplakette des Kreises aus. Das letzte Mal wurde die Auszeichnung 2007
vergeben. Seit 1976 ist erst 57 Personen diese Ehre zuteil geworden.

In seiner Laudatio führte Landrat Robert Fischbach aus, dass Gabriele C.
Schmitt 1996 zu den Gründungs- und Vorstandsmitgliedern der ersten Stunde
beim Arbeitskreis Landsynagoge Roth gehörte. Als die damalige Vorsitzende,
Frau Dr. Wenz-Haubfleisch, aus beruflichen Gründen den Landkreis verließ,
übernahm sie von 1999 bis 2011 den Vorsitz des Arbeitskreises, der sich
intensiv mit der Geschichte der Rother Synagoge und mit der Geschichte und
dem Schicksal der Juden in der Region auseinandersetzt.

„Ohne die gute Arbeit der Vereinsmitglieder in irgendeiner Form schmälern zu
wollen, so kann man doch festhalten, dass Frau Schmitt die Aufarbeitung der
jüdischen Geschichte zu ihrer Herzensangelegenheit machte. Hier hat sie sich
voll eingebracht und unzählige Kontakte zu ehemaligen jüdischen Mitbürgern
und deren Nachkommen hergestellt und viel dazu beigetragen, dass wir heute
weitere wichtige Erkenntnisse über das jüdisch-christliche Zusammenleben in
unserem Kreis haben. Sie ist auch gerade in der Nutzung der Synagoge als
außerschulischen Lernort an vorderster Stelle zu nennen“, betonte Landrat
Fischbach.

Darüber hinaus hat sie immer wieder dafür gesorgt, dass die Synagoge Roth und
die Arbeit, die hier geleistet wurde, auch international, vor allem in den
USA bekannt wurden. Die Synagoge Roth und die Aufarbeitung der Geschichte der
ehemaligen jüdischen Bevölkerung sind in den USA bei vielen Organisationen
sehr bekannt. Ihre einfühlsame und geduldige Herangehensweise bei der
Kontaktaufnahme mit den ehemaligen jüdischen Mitbürgern ist ein leuchtendes
Beispiel für den sensiblen Umgang mit Menschen, die den Holocaust erleben
mussten.

Für dieses herausragende Engagement übergab Landrat Fischbach ihr eine
Ehrenurkunde und die Ehrenplakette des Kreises. Auf der Plakette steht: „In
Anerkennung und Würdigung ihres langjährigen ehrenamtlichen Engagements für
die Synagoge in Roth. Weimar-Roth, 24. Juni 2011, Robert Fischbach, Landrat.

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf / Presse- und Kulturarbeit

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis