Energiewechsel

Marburg-Biedenkopf: Geräteanhänger verbessern Ausstattung des Rettungsdienstes im Landkreis

Pressemeldung vom 9. Oktober 2012, 15:30 Uhr

Marburg-Biedenkopf sowie auf Langeoog und Spiekeroog
Material für die Versorgung von zehn Schwerverletzten

Marburg-Biedenkopf – Drei neue Geräteanhänger für den rettungsdienstlichen
Einsatz stellte der DRK Rettungsdienst Mittelhessen gemeinsam mit dem
Landkreis Marburg-Biedenkopf vor. Einer der Anhänger verbleibt im heimischen
Landkreis, zwei treten ihre Reise in den Landkreis Wittmund an. Sie sollen
auf den Nordseeinseln Langeoog und Spiekeroog stationiert werden. Dort
betreibt der DRK Rettungsdienst Mittelhessen mit seiner Tochtergesellschaft
MKT zwei Rettungswachen.

„Im Falle eines größeren Schadensereignisses braucht die Inselrettung
Erweiterungsmöglichkeiten“, so Markus Müller, Geschäftsführer der DRK
Rettungsdienst Mittelhessen GmbH. „Wenn vor Ort mehrere Verletzte
gleichzeitig zu versorgen sind, geraten unsere Inselwachen schnell an ihre
Kapazitätsgrenzen.“ Nun soll auf den Inseln zusätzliches Material vorgehalten
werden, so dass im Schadensfall nur Personal vom Festland zum Einsatzort
gebracht werden muss.

Auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf soll der neue Geräteanhänger die
Möglichkeiten des Rettungsdienstes erweitern. Er ermöglicht die Versorgung
von zehn schwerverletzten Patienten durch den Rettungsdienst. Neben der
notwendigen, notfallmedizinischen Ausstattung enthält er auch ein Zelt, in
dem die Patienten versorgt und betreut werden können. Durch die
gemeinschaftliche Beschaffung mit dem Landkreis Wittmund konnten nicht nur
günstige Konditionen realisiert werden – gleichzeitig ist es auch möglich,
die Hänger bei Bedarf auszuleihen oder auszutauschen, z.B., wenn Reparaturen
fällig werden oder wenn größere Einsatzübungen anstehen.

Landrat Robert Fischbach: „Der Anhänger schließt im Fall von größeren
Schadensereignissen eine Lücke zwischen dem Rettungsdienst und den
Schnelleinsatzgruppen, die in solchen Fällen hinzugezogen werden und für die
Versorgung von Leicht- und mittelschwer Verletzten ausgestattet sind. Nun
gibt es eine zusätzliche Möglichkeit, vor Ort Schwerverletzte professionell
zu versorgen.“ Mit dieser Anschaffung werde die Weiterentwicklung des
heimischen Rettungsdienstes konsequent fortgesetzt.

Der Geräteanhänger wird beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen in Marburg
stationiert. „Der endgültige Standort steht noch nicht fest“, so Markus
Müller. „Wir planen schon seit längerem, für unseren Wachenstandort
Marburg-Süd auf dem Gelände der Marburger Stadtwerke weitere Hallenplätze zu
schaffen. Für den Baubeginn fehlt uns aber zurzeit noch das Einvernehmen mit
den Nachbarn.“

Notfallmedizinisch voll ausgebildete Mitarbeiter des Rettungsdienstes sollen
im Herbst für den Einsatz des Geräteanhängers geschult werden. Sie würden im
Einsatzfall über eine Rufbereitschaft alarmiert werden. Perspektivisch ist
geplant, dass ehrenamtliche Kräfte aus den Bereitschaften den technischen
Teil des Einsatzes übernehmen und den Behandlungsplatz vor Ort aufbauen. Die
Versorgung der Verletzten übernehmen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat die Beschaffung des Anhängers mit 25.000
Euro zur Hälfte mitfinanziert. Seine Basisausstattung beinhaltet das Material
für die Einrichtung eines Behandlungsplatzes. Die andere Hälfte der Kosten
übernahm der DRK Rettungsdienst Mittelhessen – ebenso wie rund 24.000 € für
die erweiterte rettungsdienstliche Ausstattung. „Wir haben diesen Betrag
vorfinanziert, um das Beschaffungsprojekt gemeinsam mit dem Landkreis
Wittmund durchführen zu können“, so Müller. „Jetzt hoffen wir darauf, dass
wir dafür noch weitere Unterstützung erhalten.“

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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