Energiewechsel

Marburg-Biedenkopf: Landrat Fischbach besuchte die Stadt Stadtallendorf

Pressemeldung vom 6. Juni 2011, 13:13 Uhr

Interessante Einblicke und Gespräche

Marburg-Biedenkopf – Im Rahmen seiner Gemeindebesuche stattete Landrat Robert
Fischbach zusammen mit ein paar Führungskräften aus der Kreisverwaltung der
Stadt Stadtallendorf einen Besuch ab. Landrat Fischbach besucht in der Regel
einmal je Legislaturperiode die Städte und Gemeinden im Landkreis, um sich
vor Ort ein Bild von den Problemen aber auch von den neuesten Maßnahmen oder
Initiativen zu machen. Besichtigungen von Wirtschaftsbetrieben gehören ebenso
dazu wie ein Gespräch mit den Vertretern der Feuerwehren.

„Bei den Gemeindebesuchen nehme ich immer wichtige Eindrücke mit. Auch in
Stadtallendorf habe ich interessante Einblicke bekommen und viele
Informationen erhalten“, sagte Landrat Fischbach in Stadtallendorf. Die
zweitgrößte Stadt im Landkreis ist eine wirtschaftliche starke Stadt, so
Fischbach, die dennoch auch schauen müsse, ihre Finanzhaushalte ausgleichen
zu können. Der gesamte kommunale Bereich hoffe auf eine stabile
wirtschaftliche Entwicklung, die dann zu besseren Finanzausstattungen der
Städte und Gemeinden führen würde.

Landrat Fischbach lobte die kluge Planung der Stadt im Hinblick auf das neue
Gewerbegebiet, was eine Investition in die Zukunft sei. Der geplante
Anschluss an die künftige und dann nur „einen Steinwurf“ entfernte A 49 werde
für die Betriebe von großer Bedeutung sein. Durch dieses Gewerbegebiet können
die Stadt auch schnell auf Entwicklungen der Wirtschaft reagieren und die
lukrativen Flächen entsprechend der Bedürfnisse der Betriebe anbieten.

Als erstes Unternehmen hat sich die Faudi GmbH einen sehr guten Platz in dem
Gewerbegebiet gesichert. Überhaupt stellte sich die Firma Faudi beim Besuch
des Landrats als ausgesprochen innovativ dar. Fischbach war sehr angetan von
der Nutzung der Geothermie und der hohen Maßstäbe für Umweltverträglichkeit
durch den Betrieb. Der weltweit agierende Betrieb im Bereich der
Filtertechnik erstellt keine Massenware, sondern Unikate für den
individuellen Gebrauch seiner Kunden, wie etwa in der Automobilindustrie.
Schwerpunkte sind die Kühl-Schmierstoffereinigung und die Prozessfiltration.
Rund 96 Prozent dieser Produkte gehen in den Export. Der Betrieb, der von
Geschäftsführer Horst Watz und Prokurist Hans-Gerd Knack vorgestellt wurde,
hatte sich in der Krisenzeit neu aufgestellt und mit dem Standortwechsel
innerhalb Stadtallendorfs neue Wachstumsmöglichkeiten geschaffen.

Einblicke ganz anderer Art bekam die Gruppe im Altenpflegeheim St. Bonifatius
vom Heimleiter Georg Gnau vermittelt. Er erläuterte das sogenannte
psychobiografische Pflegemodell nach Böhm, das in dieser Einrichtung
erfolgreich umgesetzt wird. Es geht dabei um die Wertschätzung der Bewohner
unter Berücksichtigung der jeweiligen Biografien. Die Einrichtung wirkt durch
viele Sitzgruppen, Eckbänke, Sessel und Schränke, die entweder schon älter
oder aber dem Stil früherer Jahrzehnte angepasst sind, für die Heimbewohner
vertrauter und wohnlicher. Vor allem demente Patienten fühlen sich in einer
solchen Umgebung deutlich wohler, da es mehr dem Charakter einer eigenen
Wohnung entspricht. Dennoch ist das Heim technisch und von der Ausstattung
her natürlich auf dem aktuellsten Stand. Landrat Fischbach hob das große
Engagement des Heimleiters hervor, dem man anmerke, dass er sich voll und
ganz für diese Einrichtung einbringe. Bei der Realisierung habe sich auch
Bürgermeister Vollmer persönlich stark dafür eingesetzt.

Abschließend wurde im Feuerwehrstützpunkt über die Situation der Feuerwehr in
Stadtallendorf gesprochen. Die Feuerwehr sei hier gut aufgestellt. „Jede
Investition in die ehrenamtlich organisierte Feuerwehr ist auch eine
Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“, stellte Landrat
Fischbach fest. Es sei eine Verpflichtung der Städte und Gemeinden, die
Feuerwehren gut auszustatten. Der Landkreis werde die Feuerwehren auch
künftig bei der Anschaffung von Einsatzfahrzeugen im Rahmen seiner
Möglichkeiten unterstützen. Er dankte auch allen, die sich in der
Jugendarbeit der Feuerwehren engagieren, denn hier werde der Grundstock für
die spätere Mitwirkung in der Feuerwehr gelegt.

Bürgermeister Manfred Vollmer bedankte sich seinerseits für den Besuch des
Landrats und machte unter anderem deutlich, dass Stadtallendorf besonders
durch Aufgaben im Zusammenhang mit dem hohen Anteil an Bevölkerung mit
Migrationshintergrund geprägt sei. Er dankte in diesem Zusammenhang
ausdrücklich den vielen Sportvereinen, die eine sehr gute Integrationsarbeit
leisten würden. Bezüglich des neuen Gewerbegebietes sagte Vollmer, dass die
Stadt damit für die Zukunft einen sehr guten Produktionsstandort vorweisen
könne.

Landrat Fischbach verabschiedete sich nach einem interessanten Besuch in
Stadtallendorf und wünschte der Stadt auch für die Zukunft viel Erfolg.

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf / Presse- und Kulturarbeit

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