Energiewechsel

Marburg-Biedenkopf: Mein Weg in den Beruf

Pressemeldung vom 22. Juni 2011, 15:58 Uhr

Jugendliche und Eltern informieren sich bei derInformationsveranstaltung des
Türkischen Frauenvereins Biedenkopf und Umgebung e.V.

Marburg-Biedenkopf – In der Außenstelle des Landratsamtes in Biedenkopf hat
jetzt erstmalig eine Informationsveranstaltung unter dem Titel „Mein Weg in
den Beruf“ des Türkischen Frauenvereins Biedenkopf und Umgebung e.V.
stattgefunden. Die Veranstaltung erfolgte in türkischer Sprache und richtete
sich in erster Linie an Jugendliche sowie deren Eltern aus dem Verein. Ziel
der Veranstaltung war es, Hilfestellung in der Berufsorientierung zu bieten
und somit zur Verbesserung der Übergänge von der Schule in den Beruf der
Jugendlichen beizutragen.

Der Türkische Frauenverein unter der Leitung seiner ersten Vorsitzenden
Mahmure Yildiz ist eine Migrantenorganisation, die an dem Begleitvorhaben
„Mit Migrant/innen für Migrant/innen“ teilnimmt. Ziel dieses Vorhabens ist
es, durch die Einbeziehung von Migrantenorganisationen die Bildungssituation
von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern.

Das Vorhaben wird vom Regionalen Übergangsmanagement Marburg-Biedenkopf in
Kooperation mit der MOZAIK gGmbH Bielefeld und in enger Begleitung vor allem
des Büros für Integration des Landkreises Marburg-Biedenkopf umgesetzt. „Wir
haben uns für dieses Projekt entschieden, um Informationen zum Übergang
Schule-Beruf unmittelbar an Jugendliche mit Migrationshintergrund und deren
Eltern heranzutragen“, so der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern.

Inhaltlich wurde die Veranstaltung gefüllt durch die Beiträge verschiedener
Referenten. Cemalettin Özer von der MOZAIK gGmbH Bielefeld thematisierte die
Frage, ob die Startchancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund
schlechter seien als für Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Mesut Mengil
vom Internationaler Bund stellte insbesondere schulische
Anschlussmöglichkeiten nach der allgemeinbildenden Schule heraus. „Häufig ist
das deutsche Bildungssystem gerade für Migranteneltern nicht klar und
mögliche Weiterbildungsoptionen werden nicht erkannt“, so seine Feststellung.
Besonders interessant war es daher für die Eltern, festzustellen, wie viele
Möglichkeiten und Wege es gibt, die zu einer hohen beruflichen Qualifizierung
führen können oder Quereinstiege möglich machen.

Im Anschluss konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fragen und
Probleme zu Ausbildung und Studium an Dr. Mohammad Malmanesh von der Agentur
für Arbeit Marburg richten.

Die Veranstaltung war mit etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut
besucht und wurde von allen Beteiligten für einen regen Austausch
untereinander genutzt. „Ich freue mich sehr, dass Jugendliche und vor allem
auch ihre Eltern direkt in Kontakt mit Fachkräften kamen. Ich glaube, dass
die Informationen angekommen sind und auch wirklich etwas bewirken“, so
Mahmure Yildiz. Das Regionale Übergangsmanagement ist bestrebt, die
Bildungsarbeit innerhalb der am Begleitvorhaben beteiligten
Migrantenorganisationen weiter anzustoßen.

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis