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Marburg-Biedenkopf: Sicherer Schulweg, weniger Angst und mehr Zivilcourage

Pressemeldung vom 20. Juni 2011, 14:11 Uhr

Erfolgreiches Projekt stellt sich der Öffentlichkeit vor

1. kreisweiter Busbegleitertag des Projektes „Linie 1 – Gewaltfreie Zone
Schulbus“

Marburg-Biedenkopf – Erstmals haben der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der
Regionale Nahverkehrsverband (RNV) gemeinsam mit der Jugendkonflikthilfe
(JUKO) Marburg e.V. am Dienstag in diesem Jahr den Busbegleitertag auf dem
Gelände des Kulturzentrums Waggonhalle Marburg veranstaltet. Eingeladen waren
alle Schulen, die seit Beginn des Projekts 2004 die Ausbildung zum
Busbegleiter und zur Busbegleiterin anbieten. Ziele des Projekts mit dem
Titel „Linie 1 – Gewaltfreie Zone Schulbus“ sind die Sicherung des Schulwegs,
Verhinderung von Sachbeschädigungen, Abbau von Ängsten, Förderung von
Zivilcourage sowie der Kultur des Hinschauens.

„Mit dem ersten Busbegleitertag soll das Projekt einer breiten Öffentlichkeit
vorgestellt werden und Austauschmöglichkeiten für die beteiligten Schulen
bieten“, so Maria Flohrschütz, Geschäftsführerin der JUKO Marburg e.V. Die
JUKO bildete seit dem Schuljahr 2004/2005 im Auftrag des Landkreises und in
Zusammenarbeit mit elf Schulen des Landkreises rund 200 Busbegleiter an den
Schulen aus. „Die Inhalte der Ausbildung orientieren sich an realen
Konfliktsituationen des täglichen Schulwegs. Die Schüler werden in ihrer
eigenen Körperwahrnehmung und im Verstehen der Körpersprache Anderer
geschult. Darüber hinaus erlernen sie, wie sie im Streitfall handeln und
helfen können“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern.

Die Schulen werden auch über die Ausbildung hinaus bei der Umsetzung der
Ziele in den schulischen Alltag von der JUKO Marburg e.V. begleitet und
beraten. Dies gewährleistet der RNV durch die Bereitstellung von Mitteln für
eine „Koordinierungsstelle“ bei der JUKO Marburg e.V., die den Schulen im
Landkreis Marburg-Biedenkopf mit Beratung, Begleitung und Information
Unterstützung bietet.

„Der Regionale Nahverkehrsverband Marburg-Biedenkopf (RNV) als Träger des
öffentlichen Personennahverkehrs setzt sich mit diesem Projekt seit Jahren
erfolgreich für eine Verbesserung der Schulwegesituation und einen sichereren
Schulweg ein“, sagte Dr. McGovern. Diese Aufgabe schaffe der RNV aber nicht
allein, sondern er sei auf die Unterstützung und Mitwirkung der Schülerinnen
und Schüler sowie der Schulen angewiesen. Aus diesem Grund habe der Landkreis
die JUKO Marburg e.V. mit der Umsetzung des Projekts „Linie 1 – Gewaltfreie
Zone Schulbus“ beauftragt.

„Es ist schön zu sehen, dass viele Schulen unser Projekt Linie1 so
gewissenhaft in den Schulalltag integrieren, weiterhin Busbegleiter und
Busbegleiterinnen ausbilden und in ihrem Praxisalltag begleiten. Mit Linie 1
konnten wir Jugendlichen den Impuls geben, sich auf ihrem Schulweg für
andere einzusetzen und so zu einem besseren sozialen Miteinander
beizutragen“, so Maria Flohrschütz, Geschäftsführerin der JUKO Marburg e.V.
„Mit dem Busbegleitertag wollen wir den Schülerinnen und Schüler unsere
Anerkennung und Wertschätzung für ihre geleistete Arbeit aussprechen.“

Am Dienstag konnten alle Schülerinnen und Schüler auf dem Gelände der
Waggonhallen Marburg ein vielseitiges Programm erleben. Neben
praxisorientiertem Austausch mit anderen Schulen und Verantwortlichen,
konnten die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Mitmach-Aktionen
teilnehmen. Im Rahmenprogramm informiert das Busunternehmen Diehl über
Fahrzeugtechnik und Ausbildungsmöglichkeiten im Berufsbild Busfahrer. Zum
Abschluss fand ein Improvisationstheater (Fast Forward Theatre, Marburg),
welches die Thematik des Tages aufgreift, statt.

„Mit diesem Busbegleitertag wollen wir allen Schülerinnen und Schülern
danken, die sich für ein besseres Miteinander an Schulen einsetzen und Andere
zur Mitarbeit motivieren. Wir hoffen, dass ein guter Austausch zwischen den
einzelnen Teams zustande kommt und Alle Spaß an den Angeboten haben“, so
Janine Claar, Ausbilderin im Projekt.

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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