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Marburg-Biedenkopf: Verbundschule kann drohende Standortschließung im Hinterland abwenden

Pressemeldung vom 27. Februar 2013, 10:31 Uhr

Ziel Wohnortnahes Bildungsangebot erhalten

Marburg-Biedenkopf – Gemeinsam mit den Schulleitungen, Vertretern des
Staatlichen Schulamts und den Bürgermeistern aus Biedenkopf, Angelburg,
Breidenbach und Steffenberg hat der Erste Kreisbeigeordnete und
Schuldezernent Dr. Karsten McGovern das Konzept der geplanten Verbundschule
für das nördliche Hinterland vorgestellt erläutert. Nach diesem Konzept
sollen die Mittelpunktschulen in Breidenbach und Steffenberg gemeinsam mit
der Stadtschule Biedenkopf einen Verbund eingehen. Hintergründe sind die
prognostizierten sinkenden Schülerzahlen und das Ziel, in der Region trotzdem
ein wohnortnahes und pädagogisch wertvolles Bildungsangebot zu haben und eine
drohende Schließung eines oder mehrerer Schulstandorte zu verhindern.

Das Konzept wurde bereits vom Kreistag des Landkreises Marburg-Biedenkopf
verabschiedet und ist auch Bestandteil des Schulentwicklungsplanes, dem das
Kreisparlament ebenfalls zugestimmt hat. Die angestrebte Verbundschule ist
zudem die Voraussetzung für eine Zustimmung zum Schulentwicklungsplan durch
das Hessische Kultusministerium. Das Ministerium hat deutlich gemacht, dass
nur ein solcher Dreier-Verbund die Schließung von Standorten verhindern kann.

„Wir dürfen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Augen vor der
Realität nicht verschließen. Vielmehr ist es wichtig, rechtzeitig kluge
Entscheidungen zu treffen. Die Schülerzahlen werden maßgeblich in den
kommenden fünf Jahren zurück gehen und dann schwebt eine drohende Schließung
wie das sprichwörtliche Damokles-Schwert über den Schulen. Das gilt es
gemeinsam im Interesse der Schülerinnen und Schüler zu verhindern“, erklärte
der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern. Aufgabe der Politik sei es
daher, nicht Entscheidungen zu treffen, die von „Jetzt“ auf „Gleich“ wirken.
Wichtig sei es, mittel- und langfristige Entwicklungen zu erkennen, zu deuten
und dann für die Zukunft tragfähige Entscheidungen auf den Weg zu bringen.
„Dazu gehört ohne Zweifel das Konzept einer Verbundschule für das nördliche
Hinterland, die zum Schuljahr 2014/15 Wirklichkeit werden soll. Wenn wir dann
erst aktiv werden, wenn eine Schulschließung angeordnet wird, dann ist es zu
spät“, sagte Dr. McGovern.

Im Vorfeld wurden in Gesprächen zwischen dem Kreis, dem Kultusministerium in
Wiesbaden, dem Staatlichen Schulamt, den betroffenen Kommunen, den Eltern und
den Schulen verschiedene Möglichkeiten besprochen. Am Ende dieser Gespräche
stand dann das Konzept einer Verbundschule. Dabei werden die bisher
eigenständigen Schulen aufgelöst und in dem Verbund zusammengeführt, dem dann
auch die Lehrerkollegien der drei Schulen angehören. Neu strukturiert werden
muss die Schulleitung.

Dadurch bleiben die kurzen Wege für die Schülerinnen und Schüler in der
Region erhalten und auch die Abordnung oder Versetzung von Lehrkräften an
weiter entfernte Schulen kann verhindert werden. Durch den Schulverbund
können zudem die Förderstufen und die standortbezogenen Profilschwerpunkte
erhalten werden. Auch der Erhalt oder die Einführung eines Haupt- und eines
Realschulzweiges an allen drei Standorten ist möglich.

Zu den Chancen des Verbundes zählen die Synergieeffekte bei der
Qualitätsentwicklung der Schulen: Konzepte können angeglichen werden und die
Schulstandorte können von den Stärken der anderen profitieren. Auch eine
gemeinsame Personalplanung und Personalentwicklung ist möglich.

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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