Energiewechsel

Marburg: Zahl der Arbeitslosen und Bedarfsgemeinschaften erneut rückläufig

Pressemeldung vom 30. September 2009, 11:05 Uhr

2.404 erwerbsfähige Hilfeberechtigte in Arbeitsgelegenheiten oder Fortbildungsmaßnahmen qualifiziert

Marburg. Im September konnten wiederum 325 Personen in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden, 220 davon in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, 105 Personen nahmen eine geringfügige Beschäftigung auf. Erfreulich ist die Vermittlung von 54 jungen Menschen in ein Ausbildungsverhältnis. So lautet die Bilanz des KreisJobCenters für den Monat September.

„Für den Herbst erwarten viele Arbeitsmarktexperten weiterhin, dass die Zahl der Personen, die auf Hilfeleistungen angewiesen sind, steigen wird. Zurzeit ist im Landkreis Marburg-Biedenkopf aber ein rückläufiger Trend zu verzeichnen“, teilte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern am Mittwoch in Marburg mit.

Bereits seit Juni ist die Zahl der Personen, die Hilfeleistungen aus dem Sozialgesetzbuch (SGB) II empfangen, rückläufig. Die Anzahl der erwerbsfähigen hilfeberechtigten Menschen beträgt diesen Monat 10.544 Personen. Im Vergleich zum Vormonat haben 0,6 Prozent weniger der Hilfeleistungen bedurft. Verglichen mit dem Vorjahresmonat liegt der Wert aber immer noch um 5,8 Prozent über dem des September 2008.

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, die zur Deckung des Lebensunterhaltes auf Leistungen aus dem SGB-II angewiesen sind, ist ebenfalls mit 7.668 Bedarfsgemeinschaften leicht rückläufig (Vormonat 7.699, minus 0,4 Prozent). Verglichen mit dem Vorjahresmonat liegt der Wert aber immer noch um 5,0 Prozent über dem des September 2008.

Diese Entwicklung spiegelten zwar die Aussagen zu den leichten Konjunkturaufschwüngen wider, mache aber Prognosen für den Herbst und Winter sowie das kommende Jahr umso schwieriger, so Dr. McGovern.

„Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Grundsicherung für Arbeitsuchende sind bisher noch relativ gering, und die wirtschaftliche Entwicklung zeigt schon wieder erste positive Anzeichen. Dennoch müssen wir gerade in den nächsten Monaten mit steigenden Zahlen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende rechnen. Der Arbeitsmarkt und besonders die Grundsicherung für Arbeitsuchende reagieren erfahrungsgemäß verzögert auf den Konjunkturverlauf“, erwartet der Erste Kreisbeigeordnete. „Ich freue mich aber über die positiven Signale. Unsere heimische Wirtschaft im Landkreis ist gut gerüstet, um diese Wirtschaftskrise zu überwinden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres KreisJobCenters engagieren sich stark, um alle Möglichkeiten für die betreuten Hilfeberechtigten zu nutzen“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent.

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vormonat (4.621) im September um 3,9 Prozent auf 4.443 Personen deutlich gesunken, wobei dieser Effekt durch die zahlreichen Integrationen in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen beeinflusst wird. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten in den meisten Fällen als nicht arbeitslos.

Auf Basis aller zivilen Erwerbstätigen (also abhängig zivile Erwerbspersonen, Selbstständige und mithelfende Familienangehörige) errechnet sich für den SGB-II-Bereich eine Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent.

Die Arbeitslosenzahl teilt sich auf die drei Regionalcenter bezogen wie folgt auf: Marburg 2.472 (Vormonat 2.585), Stadtallendorf 1.067 (Vormonat 1.120) und Biedenkopf 904 (Vormonat 916).

Um den von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen, die zur Zeit auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind, bei ansteigender Konjunktur den Weg zurück auf den Arbeitsmarkt zu ermöglichen, sind wie bereits in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich viele Integrationen in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen erfolgt. „Auch wenn der Markt zur Zeit nicht sehr aufnahmefähig für neue Beschäftigte ist, bleibt es notwendig, unsere Kunden individuell zu qualifizieren sowie persönliche Bewerbungsstrategien zu entwickeln“, so die Fachbereichsleiterin des KreisJobCenters Andrea Martin zu der Qualifizierungsoffensive.

Die Zahl der Aktivierungen in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen – wie Qualifizierungen und Arbeitsgelegenheiten – ist vom KreisJobCenter seit Jahresbeginn stets kontinuierlich erhöht worden. Zum Zähltag im September (14.09.) wurden insgesamt 2.404 erwerbsfähige Hilfeberechtigte in Arbeitsgelegenheiten oder Fortbildungsmaßnahmen qualifiziert. Dies entspricht einer Aktivierungsquote von rund 54 Prozent aller Arbeitslosen.
Quelle: Stadt Marburg – Pressestelle

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