Energiewechsel

Michelstadt: Beten verbindet alle Religionen Interkulturelle Woche Odenwald

Pressemeldung vom 1. September 2016, 14:49 Uhr

Verbindender Auftakt mit dem Interreligiöses Gebet – die ganz große Ökumene der Glaubensvielfalt im Odenwald

Das Interreligiöse Gebet ist seit Jahren das Herzstück und der offizielle Auftakt zu der Interkulturellen Woche (IKW) Odenwald. Es findet am Sonntag, 25. September, um 15 Uhr im Schenkenkeller statt. Nicht nur gläubigen Menschen aller Couleur belegt das Interreligiöse Gebet die sehr große Glaubensvielfalt auch im ländlichen Odenwaldkreis, es gilt über das Gebet hinaus viel Wissenswertes über die Vielfalt der heimischen Gesellschaft kennen zu lernen.

Gebete, Rituale, Gesänge und Wissenswertes teilen die Religionen an diesem Nachmittag mit der Öffentlichkeit. Die Anzahl der teilnehmenden Religionsgemeinschaften wächst kontinuierlich, was für einen ausgeprägten interreligiösen wie interkulturellen Gemeinschaftssinn in der Region steht. Aus dem christlichen Glauben werden das katholische wie das evangelische Dekanat im Kreis jeweils mit Musik, Gesang und sakralen Inhalten dabei sein, ebenso die Neuapostolische Kirche, sie ist bereits seit einigen Jahren sehr engagiert bei der IKW Odenwald dabei.

Die DITIB Moschee Breuberg (Ortsverein des Bundesverbandes Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) und die VifB Moschee Michelstadt (Ortsverein des bundesweiten Vereins zur Förderung der Integration und Bildung) werden jeweils Einblicke in Gebete, Musik und Rituale des muslimischen Glaubens geben. Die Alevitische Gemeinde Odenwald ist Teil der Alevitischen Gemeinde Deutschlands, bis zu 800 000 Aleviten leben in Deutschland, die meisten stammen aus Anatolien in der Türkei. In der Türkei bilden die Aleviten nach dem sunnitischen Islam die zweitgrößte Religion. Auch sie werden Einblicke beim Interreligiösen Gebet in ihre Religion und Kultur geben.

Die Mutter der beiden Weltreligionen Christentum und Islam ist das Judentum, auch die Jüdische Gemeinde Michelstadt wird sich im Schenkenkeller mit Einblicken in ihre Tradition präsentieren. Während die Gemeinde selbst noch recht jung ist, stammt die Michelstädter Synagoge aus dem Jahr 1791, was auf eine lange jüdische Geschichte im schönsten Städtchen des Odenwaldkreises hinweist. Ebenso gibt es einen jüdischen Friedhof in Michelstadt. Nach dem Krieg wurde die von den Nationalsozialisten im Innenraum verwüstete Synagoge wieder hergestellt und das Lichtigfeld-Museum dort eingerichtet. Erst ab 2005, in diesem Jahr spendete der Landesrabbiner Dr. Salomon Almekias-Siegl eine Thorarolle, finden dort wieder jüdische Gottesdienste statt, ist die Synagoge wie Heimstätte einer jüdischen Gemeinde geworden.

Seit dem ersten Interreligiösen Gebet zählt die Buddhistisch-Vietnamesische Gemeinschaft des Odenwalds Bad König zu den Teilnehmern. Anders wie die Religionen Abrahams (Judentum, Christentum, Islam) hat der Buddhismus kein monotheistisches Gottesbild, verfolgt aber tiefes, geistiges Wachstum und hält wie alle Weltreligionen die Nächstenliebe hoch. Sehr eindrucksvoll zeigt die Buddhistisch-Vietnamesische Gemeinschaft des Odenwalds beim Interreligiösen Gebet traditionelle Gebete und Gesänge.

Im Anschluss an die Gebete der Religionen gibt es ausreichend Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen. Die Veranstalter, die Stadt Michelstadt und das Diakonische Werk Odenwald, hoffen auf eine rege Beteiligung des sehr informativen Nachmittags aus der Bevölkerung.

Quelle: Stadt Michelstadt

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis