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Odenwaldkreis: Arbeitslosenzahl im Odenwaldkreis entgegen landesweitem Trend leicht angestiegen

Pressemeldung vom 27. Februar 2015, 11:05 Uhr

Februar-Quote liegt bei 6,0 Prozent – Fachleute erwarten regionalen Rückgang erst für den Monat März

Das neue Rekordtief der Arbeitslosgkeit in Deutschland und im Bundesland Hessen mit den im Vergleich niedrigsten Februar-Arbeitslosenzahlen seit 1991 lässt sich zumindest für Südhessen nicht flächendeckend erkennen. Entgegen dem landesweiten Trend verzeichnet der Odenwaldkreis ähnlich wie der Kreis Groß-Gerau einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote. Für den Odenwaldkreis liegt sie derzeit bei 6,0 nach 5,9 Prozent im Januar 2015 und damit fast genau gleich mit dem Februar 2014 (6,1 Prozent). Die Fachleute vor Ort rechnen damit, dass der Rückgang den südlichst gelegenen Kreis Hessens entsprechend den Entwicklungen in den zurück liegenden drei Jahren erst im Monat März erreichen wird. Die absolute Zahl der Arbeitslosen im Odenwaldkreis ist von 3.020 um 40 auf 3.060 angestiegen, liegt allerdings um 56 und damit 1,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 3.116.
Aufgeschlüsselt nach Rechtskreisen registrierte das Kommunale Job-Center (KJC) nach Sozialgesetzbuch (SGB) II im Februar mit 61 einen Anstieg auf 1.968 Bürgerinnen und Bürger ohne Job. Bezogen auf den Rechtskreis SGB III erfolgte ein Rückgang um 21 auf 1.092 Arbeitslose. Der Anteil der Arbeitslosen teilt sich auf in 64,3 Prozent nach SGB II und 35,7 Prozent im SGB III.
Im Vergleich zum Januar stieg auch die Zahl der arbeitslosen Frauen an, und zwar um 24 auf 1.488. Dieser Anstieg betrifft den Rechtskreis nach SGB II mit 29 auf 1.030, während fünf Frauen weniger auf Hilfe nach SGB III (insgesamt 458) angewiesen waren. Nach wie vor befinden sich mit 52,3 Prozent mehr Frauen als Männer im SGB-II Bezug. Im SGB III betrifft die Arbeitslosigkeit mehr Männer: 58,1 Prozent gegenüber den Frauen mit 41,9 Prozent.
Die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Job ist von 342 um 24 auf 366 angewachsen (Rückgang um zwei im SGB II, aber Anstieg um 26 im SGB III). Dagegen ging die Zahl der älteren Arbeitslosen (50 bis 64 Jahre) um zehn von 1.049 auf 1.039 zurück. Betrachtet man die Rechtskreise, so ist ein Anstieg im SGB II um zehn auf 650 und eine Reduzierung um 20 auf 389 Ältere im SGB III erfolgt. Im Vergleich zur Lage vor einem Jahr liegt die Zahl der Älteren nun aber mit 1.041 um 96 unter dem damaligen Stand von 1.135.
Die Anzahl der arbeitslosen Mitbürger ohne deutschen Pass ist von 862 im Vormonat um 29 auf 891 angestiegen (voriges Jahr: 832). Dieser Anstieg ist überwiegend im Rechtskreis SGB II mit einer Steigerung um 20 auf 683 Personen erfolgt.
Der Bestand an Unterbeschäftigungen vergrößerte sich von 3.629 um 1,1 Prozent auf 3.668 im Vergleich zum Januar des neuen Jahres. Die Unterbeschäftigungsquote liegt somit unverändert bei 7,1 Prozent (0,1 Prozent über dem Wert vom Februar 2014). Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt 83,4 Prozent und ist 2,8 Prozent geringer gegenüber dem Vorjahresmonat (86,2 Prozent).
Die hohe Unterbeschäftigung lenkte den Blick auf den ersten Arbeitsmarkt, wo insgesamt 569 frei Arbeitsstellen gemeldet sind, fast 60 Prozent mehr als noch im Januar und um 51,3 Prozent mehr als vor zwölf Monaten. Von den derzeit gemeldeten Arbeitsstellen können 330 den Branchen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung zugeordnet werden. Die Fachleute gehen davon aus, dass sich dieses Angebot im März positiv auf die Arbeitslosigkeit im SGB II auswirkt.
Das Kommunale Job-Center betreute im Februar 2.940 Bedarfsgemeinschaften, was einer Steigerung um 33 im Vergleich zum Januar (2.907) entspricht. Eine weitere Steigerung musste bei den berechtigten Personen nach dem SGB II um 54 auf 6.092 verzeichnet werden, ebenso auch bei den Frauen (um 39 auf 3.102) und bei den Kindern unter 15 Jahren (um 16 auf 1.695).
Bei den Alleinerziehenden ist ein Rückgang um 43 von 540 auf 497 im Vergleich zum Februar 2014 notiert, im Vergleich zum Januar 2015 ein geringer Anstieg von 492 um fünf auf 497.
Bedingt durch den letztlich doch recht milden Winter blieben im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit in Erbach witterungsbedingte Entlassungen im Großen und Ganzen aus. Die Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB III sank im Februar leicht, so dass mit 1.092 Personen 41 Odenwälder weniger arbeitslos gemeldet sind als noch im Januar. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Arbeitslosen hier um 30 verringert.

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

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