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Odenwaldkreis: Blaues Sparschwein als kleiner Helfer in großer Tierwelt

Pressemeldung vom 20. April 2015, 14:08 Uhr

Bau- und Immobilienmanagement des Odenwaldkreises spendet gesammeltes „Strafgeld“ dem Gnadenhof in Erzbach

Wärmende Frühlingssonne begleitete die gute Tat, über die sich Manuela Kittler-Lutz auf ihrem Gnadenhof für alte, verletzte oder misshandelte Tiere im Reichelsheimer Ortsteil Erzbach kürzlich freute. Denn jede noch so kleine Hilfe trifft dort auf große Gegenliebe, wo sich auf einem Areal von rund 25.000 Quadratmeter vielerlei Vierbeiner frei bewegen können. Als da sind: 70 Hühner, Hasen und Meerschweinchen, 39 Katzen, 14 Ziegen, fünf Hunde, neun Ponys und zwei Pferde sowie die Wildschweine Ben und Fridolin.

Für sie hat, das wird beim Besuch in Minutenschnelle offensichtlich, die Hof-Dame eine glückliche Hand beziehungsweise zwei fleißige Hände, ein gutes Herz und jede Menge Einfühlungsvermögen. Ohne diese Eigenschaften und eine außergewöhnliche Einsatzbereitschaft wäre es der Tierfreundin nicht möglich, so zahlreiche Geschöpfe vor schlimmem Schicksal zu bewahren und ihnen zu sichern, was auch der alternde Mensch gern hätte: Einen angenehmen und vielleicht sogar sorgenfreien Lebensabend.

Kittler-Lutz hat sich den seit mittlerweile zehn Jahren zusammen mit ihrer Schwester Stefanie Vogt betriebenen Gnadenhof in Erzbach zur Lebensaufgabe gemacht. Um diese zu meistern, sind die beiden Tierfreundinnen bei aller Tatkraft und Schaffensfreude im Interesse ihrer Schützlinge auf mancherlei Unterstützung von außen angewiesen – und ohne finanzielle Hilfen können sie nicht über die Runden kommen.

Ein wenig Finanzfutter brachten nun zwei Beschäftigte des Odenwaldkreis-Eigenbetriebes Bau- und Immobilienmanagement (Bimo) mit auf den Hof: Inge Heusel und Christian Weyrich durften dort einen Rundgang unternehmen, ehe sie Manuela Kittler-Lutz ein mit 165 Euro gefülltes blaues Sparschwein überreichten. Wie die beiden Besucher dabei erläuterten, sammelt das Technik-Ressort des Betriebes jährlich in der blauen Wutz Cent für Cent oder Euro für Euro aus Strafen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch Teilnehmer an Besprechungen zahlen, wenn sie zum Termin zu spät kommen, während der Sitzung das Handy klingelt oder der Dienstwagen mit leerem Tank abgestellt wird. Beim „Kassensturz“ wird dann beraten, wohin die jeweilige Summe fließen soll – möglichst für einen guten Zweck und möglichst ortsnah.

So war diesmal die Entscheidung zugunsten des Gnadenhofes in Erzbach gefallen. Dessen Besitzerin wusste sofort, wie die Spende Verwendung findet – als Beitrag für die bald anstehenden Hufschmiedearbeiten. Ihre Dankesworte verband sie mit dem Hinweis auf den nächsten Flohmarkt am Sonntag, 26. April von 10.00 bis 16.00 Uhr, dessen Erlöse der vielfältigen Tierwelt vor Ort zugute kommen. Dabei werde dann das leibliche Wohl von Zweibeinern auch nicht zu kurz kommen, versprach die Gastgeberin.

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

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