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Odenwaldkreis: Ehrenamtskarte im Odenwaldkreis mehr als 700 Mal vergeben

Pressemeldung vom 28. Februar 2013, 10:33 Uhr

Dank und Anerkennung für uneigennützigen Einsatz: Landrat Kübler überreicht in Sandbach fast 60 neue E-Cards

Das Domizil der Freiwilligen Feuerwehr im Breuberger Stadtteil Sandbach war am Abend des 26. Februar 2013 Schauplatz einer Feierstunde zur Vergabe von Ehrenamtskarten durch die Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises. Landrat Dietrich Kübler begrüßte die große Schar der neu mit diesem Ausweis bedachten ehrenamtlich engagierten Odenwälder Bürgerinnen und Bürger und freute sich darüber, dass mit den genau 59 zu überreichenden E-Cards die Zahl der Inhaber des guten Stücks im Kreisgebiet auf 720 angewachsen ist. Allerdings hatte die auch hierzulande grassierende Grippewelle dazu geführt, dass bei weitem nicht alle ehrenamtlich Aktiven dabei sein konnten, denen die Anerkennung von nun an zugute kommt.

Die E-Card zum Zeichen des Dankes für „nicht bezahlbaren Einsatz“ (Zitat Kübler), beispielsweise in der Gemeindearbeit, in Kultur und Sport, für den Naturschutz, im Schutz vor Katastrophen sowie auf sozialem Gebiet vergibt der Odenwaldkreis seit 2007. In jenem Jahr ist auch die Ehrenamtsagentur und Servicestelle Sport bei der Kreisverwaltung eingerichtet worden, die als eigenständiger Ansprechpartner für die Vereine und deren Funktionäre dient. Sie hat sich insbesondere dem Ausbau von internetgestützter Information und Kommunikation sowie der Vermittlung ehrenamtlicher Aufgaben verschrieben – www.ehrenamt.odenwaldkreis.de

Der Landrat machte darauf aufmerksam, dass mit der Ehrenamtskarte Dank und Anerkennung für uneigennützigen Einsatz nicht nur symbolisch ausgesprochen werden, sondern auch eine vorteilhafte Seite zum Zug kommt: Sie ist mittlerweile mit landesweit rund 1.500 Vergünstigungen verbunden. Möglich geworden ist dies durch die Unterstützung von zahlreichen Sponsoren. Im Odenwaldkreis sind es derzeit mehr als 100 Institutionen oder Unternehmen, die gegen Vorlage der E-Card deutliche Eintritt-Ermäßigungen oder spürbare Preisnachlässe gewähren. Zu ihnen zählt die Odenwald-Therme in der Kurstadt Bad König, die auch diesmal die E-Card-Vergabe mit einer Freikarte förderte.

Der eigentlichen Feierstunde vorgeschaltet waren gut angenommene, in drei Gruppen aufgeteilte Führungen, bei denen Verantwortliche der gastgebenden Brandschützer ihre Gebäude und die Ausrüstung von der Funkzentrale über die Fahrzeuge bis zu den Reinigungsanlagen für die Gerätschaften vorstellten. Vorsitzender Heiko Keller machte dabei auch deutlich, welch umfassenden Anforderungen sich eine moderne Feuerwehr heute zu stellen hat und mit welchen Anstrengungen die entsprechende Ausbildung aller Einsatzkräfte verbunden ist.

Daran knüpfte Breubergs Bürgermeister Frank Matiaske in seinem Grußwort an, als er einmal die Frage stellte, was denn wäre, gäbe es die Freiwillige Feuerwehr nicht. Denn der Brandschutz ist eine gesetzlich geregelte Aufgabe, zu erfüllen von den Kommunen. Und die – das wussten längst nicht alle Gäste – können alle Bürgerinnen und Bürger von 17 bis 65 Jahren für eben diesen Dienst ganz schlicht und einfach verpflichten. Die Feuerwehren sind also freiwillig und gewissermaßen zuvorkommend aktiv, wo sonst die Bevölkerung einer nicht unbedingt angenehmen Pflicht nachkommen müsste.

Markus Fabian, Leiter der Kreis-Ehrenamtsagentur, beschrieb die „Einsatzmöglichkeiten“ der E-Card anhand eines 24-Stunden-Streifzuges durch jene (Freizeit-)Einrichtungen oder Kaufhäuser, deren Angebote dazu angetan sind, sich das Leben – zumindest zeitweise – ein wenig leichter zu machen.

Für ihren dauerhaften ehrenamtlichen Einsatz erhielten die E-Card in Breuberg-Sandbach Rolf Grüner (Sensbachtal / Freiwillige Feuerwehr Unter-Sensbach), Matthias Gerlach (Mossautal / SC Güttersbach), Dagmar Lutz (Bad König / Alten- und Pflegeheim Erbach), Christel Schuster (Beerfelden / Erbach-Michelstädter Tafel), Helmut Reubold (Michelstadt / Erbach-Michelstädter Tafel), Christian Durst (Michelstadt / Förderverein der Evangelischen Grundschule Weiten-Gesäß), Ute Köhler (Michelstadt / Caritas-Zentrum Erbach), Wolfgang Schmucker (Michelstadt / Sportkreis Odenwald), Jörg Löb und Gerhard Groll (beide Michelstadt / beide SSG Steinbuch).

Mit der Ehrenamtskarte ausgestattet sind seit dem 26. Februar die für die Jugendfeuerwehr Odenwaldkreis aktiven Brandschützer Klaus Semek (Erbach), Annette Spiehl und Florian Löw (beide Breuberg), Michael Estl, Norbert Heinkel und Andreas Brunner (alle Michelstadt) sowie Stephan Thomasberger (Reichelsheim). Über die Anerkennung durften sich weiter freuen Udo Müller (Bad König / TSG Bad König), Helga Prinzen, Heidemarie Grießhaber-Hauser und Margitta Pauli (alle für den Bücherei-Verein Bad König engagiert), Dagmar Lode (Reichelsheim / KSV Reichelsheim), Klaus Jörg Borger (Reichelsheim / „Reigelse Kerb“) sowie Ingo Göttmann und Frank Heisel (beide aus Brensbach, aktiv für den TV 1908 Wersau).

Einer besonderen sozialen Einrichtung widmen die nachfolgend genannten elf Damen aus dem Odenwaldkreis ihre ehrenamtliche Aufmerksamkeit, nämlich der bei der Sozialstation Höchst angesiedelten Hospizgruppe: Jutta Schäfer-Krall und Christine Rug (beide Bad König), Evelien Schimpf, Michaela Walther-Dingeldein und Anna Maria Jacoby (alle aus Breuberg), Martina Hebenstreit (Erbach), Kerstin Schaum, Peggy Schallmayer, Karin Frühling (alle aus Höchst), Willgard Dölle-Pohl (Michelstadt) und Inge Beisel (Reichelsheim).

Ehrenamlichen Einsatz im Sport, auf sozialem Sektor oder lebensrettend im nassen Element pflegen Michael Kohlbacher und Silke Hallstein aus Höchst sowie Petra Marksteiner-Brohm aus Lützelbach (alle für den Schützenkreis Odenwald tätig), Dieter Meier (Lützelbach / VdK Odenwaldkreis), Uwe Hildenbeutel (Michelstadt / SV 1960 Hummetroth), Florian Keil (Höchst / SC Hassenroth), Hans-Jürgen Grenzer (Otzberg-Hering / Schützenkreis 92 Dieburg). Die Odenwälder Kreisgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) kann auf Daniel Trautmann (Reichelsheim), Christian und Tobias Schäfer, Andre Falter und Jacqueline Trautmann (alle Bad König) sowie auf Bruno Knieriem und Christine Schäfer (beide aus Höchst) zählen.

Selbsthilfe, Brandschutz und Sport stehen im Blickpunkt für die neuen Ehrenamtskarten-Inhaberinnen und -inhaber Anke Raab (Höchst / Selbsthilfegruppe), Christian Bischof (Breuberg / Freiwillige Feuerwehr Breuberg), ebenso die beiden Breuberger Christian Senzel und Tobias Hallstein (Freiwillige Feuerwehr Hainstadt) und aus der gleichen Stadt Stefan Fahm und Jan Vogelsanger (Freiwillige Feuerwehr Neustadt). Im Sportverein Wald-Amorbach engagieren sich die Breuberger Peter Schimpf, Ute Kowarschik und Friedhelm Kaumanns.

Für den Kreis der E-Card-Sponsoren neu hinzugewonnen hat die Ehrenamtsagentur aus der Michelstädter Geschäftswelt Elke Weiss von „Body & Beach“ (Bademoden und Dessous).

Quelle: Pressedienst Odenwaldkreis

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