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Odenwaldkreis: Erhöhter Arbeitsaufwand durch steigende Anzahl von Asylbewerbern

Pressemeldung vom 25. Juni 2015, 13:37 Uhr

Landratsamt reagiert durch Stellenaufstockungen – über erneute Erweiterung wird nachgedacht

Seit Herbst 2013 steigt die Anzahl der Asylbewerber im Odenwaldkreis stetig. Während vorher konstant um die 40 Personen durch das Landratsamt betreut wurden, sind seitdem rund 200 Menschen in den Kreis gekommen. Und der Zustrom hält an. Für das Jahr 2015 werden derzeit über 180 weitere Flüchtlinge erwartet. Um allen Neuankömmlingen nach gewünschter dezentraler Unterbringung eine Unterkunft bieten zu können, wurden bisher rund 60 Wohnungen im gesamten Kreisgebiet angemietet und auch ausgestattet. Da bisher eine Gemeinschaftsunterkunft fehlt – zwei Ausschreibungen um den Betrieb einer solchen schlugen fehl – müssen die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter im Landratsamt in Erbach immer sehr kurzfristig neuen Wohnraum suchen und finden. In der Regel werden neue Asylbewerber eine Woche vorher angekündigt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung für Soziale Sicherung, die sich im Odenwaldkreis von Behördenseite um die Asylbewerber kümmern, sind für die Unterbringung, Leistungsgewährung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (inklusive der Versorgung mit Krankenscheinen) sowie die sozialpädagogische Betreuung der Flüchtlinge zuständig. Um dem seit 2013 deutlich erhöhten Arbeitsaufwand gerecht zu werden, wurde die Abteilung in der Leistungsgewährung und der sozialpädagogisschen Betreuung um eine Sachbearbeiterstelle aufgestockt. Außerdem wurde eine Teilzeitstelle eingerichtet, die sich allein um die Akquise von Wohnungen und deren Ausstattung kümmert. Aber auch das wird für die Zukunft zu wenig sein. Deshalb wird auf Grund der prognostizierten Zahlen bereits jetzt über weitere Aufstockungen nachgedacht und der Kreisausschuss wird sich noch im Sommer mit einer Stellenerweiterung im Bereich der sozialpädagogischen Betreuung beschäftigen.

Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landratsamt werden im Odenwaldkreis tatkräftig von zahlreichen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern unterstützt. Die Ehrenamtlichen erbringen Leistungen, die für den Kreis nicht umsetzbar sind wie Deutschkurse und vor allem unterstützen sie die Integration vor Ort. Die politisch Verantwortlichen prüfen aber, ob eine Finanzierung von Sprachförderung aus Mitteln des Kreises erfolgen kann.

Der Odenwaldkreis sucht weiter nach Wohnungen für Asylbewerber, sowohl für Einzelpersonen als auch für Familien. Der Standort der Unterkunft sollte über Anbindungen an den Öffentlichen Personennahverkehr sowie über einen Einkaufsmarkt verfügen. Wer eine entsprechende Unterkunft anbieten möchte, kann sich an Zouheir Krayem wenden (Telefon: 06062 70-325, E-Mail: z.krayem@odenwaldkreis.de)

Quelle: Pressedienst Odenwaldkreis

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