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Odenwaldkreis: Gemeinschaftssinn mit Landesehrenbrief gewürdigt

Pressemeldung vom 24. April 2015, 12:54 Uhr

Landrat Dietrich Kübler vergibt Auszeichnungen an je zwei verdiente Frauen und Männer aus dem Odenwaldkreis

Vier Persönlichkeiten aus drei Kreisgemeinden waren es, deren vieljähriges ehrenamtliches Wirken am 23. April 2015 mit der Verleihung des Hessischen Landesehrenbriefes öffentlich gemacht wurde. Bei einer Feierstunde im historischen Sitzungssaal des Landratsamtes, an der neben den Geehrten auch Familienangehörige, persönliche Freunde und Weggefährten aus Vereinsgremien und Selbsthilfegruppen sowie politische Repräsentanten aus den jeweiligen Wohnorten teilnahmen, würdigten Landrat Dietrich Kübler und der stellvertretende Kreistagsvorsitzende Uwe Olt (Lützelbach) den in verschiedenen Bereichen geleisteten Bürgerdienst.
In seiner Laudatio brachte Kreischef Kübler seine besondere Freude darüber zum Ausdruck, dass die Würdigung diesmal auch zwei Frauen gewidmet war. Eine nicht auf Entlohnung ausgerichtete gemeinnützige Tätigkeit werde, so Kübler, heute oft mit Begriffen wie Freiwilligenarbeit oder bürgerschaftliches Engagement belegt. Sich freiwillig für den Nächsten oder eine Gemeinschaft einzusetzen sei längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Oft stünden in der schnelllebigen Zeit, in der viele auf den persönlichen Vorteil bedacht seien, finanzielle Interessen im Vordergrund. Noch gut dran sei hier der Odenwaldkreis, da sich in der Region noch immer und immer wieder Menschen finden, um dem Gemeinwesen einen nicht mit Geld aufzuwiegenden Dienst erweisen, indem sie Verantwortung übernehmen. Die mit der Landesehrung ausgezeichneten Anneliese Günther (Bad König), Ellen Elisabeth Reimherr und Heinrich Reimherr (beide aus Erbach) sowie Reinhold Giebenhain (Michelstadt-Vielbrunn) dürfen dies für sich in besonderer Weise in Anspruch nehmen.
Anneliese Günther war länger als 30 Jahre in der Gemeinde Seckmauern in Ehrenämtern tätig. Von 1980 bis 2000 war sie Schriftführerin im Gesangverein Eintracht, von 1997 bis 2003 gehörte sie dem Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde an und von 1998 bis 2011 diente sie in der Ortsgruppe des Odenwaldklubs als Wanderwartin. Ein Anliegen war es ihr, sich um ältere und alleinstehende Menschen in der Gemeinde Lützelbach zu kümmern.
Das Ehepaar Ellen Elisabeth und Heinrich Reimherr ist in der Selbsthilfegruppe Fibromyalgie der Rheuma-Liga Hessen aktiv. Fibromyalgie ist eine Erkrankung mit Faser-Muskel-Schmerzen, bei der unter anderem regelmäßige Wasser- und Funktionsgymnastik Linderung verspricht. Ellen Elisabeth Reimherr leitet seit 1997 nicht nur die Gruppe: Seit 2008 arbeitet sie auch im Barrierefreien Forum der Stadt Erbach mit. Ihr Ehemann Heinrich kümmert sich seit 1999 um die Finanzen der Fibromyalgie-Selbstilfegruppe.
Reinhold Giebenhain war von 1990 bis 2006 Rechner des Fördervereins Kindergarten und Grundschule. Seit 2008 ist er Schriftführer im Heimat- und Touristikverein Vielbrunn. In gleicher Funktion war er von 1995 bis 2011 im Carneval-Club Rot-Weiß tätig und gestaltete für diesen auch den Kampagne-Orden. Mehrere Jahre gehörte er als Beisitzer dem Schwimmbad-Förderverein an. Giebenhain hat außerdem ein Logo für Vielbrunn und viele Bühnenbilder für Vereinsjubiläen geschaffen.

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

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