Energiewechsel

Odenwaldkreis: Großprojekt „Medienkompetenzwochen im Odenwaldkreis“ beendet

Pressemeldung vom 17. Februar 2015, 11:10 Uhr

Rund 1.200 Schüler sowie zahlreiche Eltern und Fachkräfte lernten, was bei der Nutzung des Internets zu beachten ist

Das Großprojekt „Medienkompetenzwochen im Odenwaldkreis“ der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises ging mit der letzten Station an der Oberzentschule in Beerfelden im Februar zu Ende. Ziel der seit September 2014 laufenden Initiative war es, Medienkompetenz an drei verschiedene Zielgruppen zu vermitteln: Fachkräfte aus Schule und Jugendarbeit sowie Eltern haben an unterschiedlichsten Projekttagen, Fachvorträgen und Themenabenden teilgenommen, um sich zu den Fragen rund um das Thema „Umgang mit neuen Medien“ weiterzubilden. Doch das Hauptaugenmerk des Projektes lag auf der Arbeit mit Schulklassen aus dem gesamten Kreisgebiet. In 63 Klassen der Jahrgangstufen vier bis neun wurden mit rund 1.200 Kindern und Jugendlichen die Themenfelder „Sicherheit im Internet“ und „Medien und Gewalt“ bearbeitet.

Für Kinder- und Jugendliche ist die Nutzung des Internets mit Hilfe verschiedener Geräte selbstverständlich geworden. Viele Schülerinnen und Schüler sagen von sich selbst, dass ein Leben ohne Internet für sie nicht vorstellbar ist. Welchen Stellenwert das mobile Internet dabei hat, wird dadurch offensichtlich, dass nahezu 100 Prozent der Siebtklässler ein Smartphone besitzen. Die Möglichkeiten mit Freunden zu chatten, zu recherchieren, einzukaufen, Musik zu hören, Filme anzuschauen, zu spielen und Hausaufgaben zu machen, werden dabei als Vorteile des Internets benannt. Aber um sich selbst vor beeinträchtigenden Inhalten zu schützen, im Einzelfall damit umzugehen, das eigene Nutzungsprofil zu reflektieren und auszubilden, braucht es Medienkompetenz, über die nicht alle verfügen. Deshalb sind die Aufklärung in Schulen und die Möglichkeit, Wissen zu diesen Themen in Kleingruppen zu erarbeiten sehr wichtig. Zum Nachdenken anzuregen, zu hinterfragen, zu diskutieren und aufzuklären gelang den beteiligten Pädagogen der Kinder- und Jugendförderung durch die offene und jugendgerechte Gestaltung der Themen. An interaktiven Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel selbstständig testen, wie sie ein sicheres Passwort gestalten. Eine Aufgabe, die für manche Überraschung sorgte, war die Suche nach der eigenen Person im Internet. Die Teilnehmer mussten feststellen, dass auch gelöschte Bilder noch zu finden waren oder Dinge, die eigentlich nur für Freunde bestimmt waren, doch öffentlich auftauchten. Hier zeigte sich, dass die Öffentlichkeit des Internets von vielen unterschätzt wird. Dafür zu sensibilisieren und der Frage nachzugehen, wie man für den persönlichen Datenschutz sorgen kann sowie über die Rechtslage aufzuklären war Ziel an weiteren Stationen. Auch über Medien und Gewalt oder die Frage, wie Medien die Realität manipuliert darstellen wurde rege diskutiert. Um einen Ausgleich zum technischen und stressigen Alltag aufzuzeigen, gab es eine Kurzeinheit Progressive Muskelentspannung. Sie regte zum Austausch über persönliche Entspannungstechniken an.

Neben der Schule ist das Elternhaus ein wichtiger Ort für die kritische Auseinandersetzung in der Nutzung neuer Medien. Hier sind die Erwachsenen aufgerufen, Vorbild zu sein und entsprechende Alternativen der Beschäftigung zu bieten. Bei den Abendveranstaltungen für Eltern vermittelten die Fachkräfte, dass es wichtig ist, mit Kindern im Gespräch zu bleiben und Interesse zu zeigen. Allein Verbote lösen Probleme zum Beispiel mit exzessivem Spielkonsum nicht.

Die Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises bedankt sich bei dem Netzwerk gegen Gewalt Südhessen und der Sparkassenstiftung Odenwaldkreis für die Förderung des Projekts sowie den Kooperationspartnern der Veranstaltungen für Erwachsene: Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Odenwaldkreises, Landesanstalt für privaten Rundfunk und Neue Medien, Bündnis Odenwald gegen Rechts, Jugendkoordinator des Polizeipräsidiums Südhessen und Erbacher Jugendpräventionsprojekt „Gewalt, Scherben und Alkohol“.

Bei Interesse an weiteren Projekteinheiten im Themenfeld Medienpädagogik steht die Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises weiterhin als Ansprechpartnerin unter Telefon 06062 70-3912 oder per E-Mail an kijufoe@odenwaldkreis.de zur Verfügung.

Quelle: Pressedienst Odenwaldkreis

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