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Odenwaldkreis: Heckenrückschnitt ist bis Ende Februar abzuschließen

Pressemeldung vom 4. Februar 2015, 15:18 Uhr

Naturschutzbehörde macht auf Bundesgesetz aufmerksam – Pflegearbeiten in Gärten sind zulässig

Für die Zeit vom 1. März bis zum 30. September verbietet es das Bundesnaturschutzgesetz, Hecken und Gebüsche zurück zu schneiden und Bäume zu fällen, die außerhalb des Waldes oder außerhalb von Parks und Gärten stehen. Die Regelung dient dazu, den Lebensraum wild lebender Tiere zu bewahren. Auch Gehölzrückschnitte oder Rodungen für Baumaßnahmen sind vorausschauend, das heißt noch in den Wintermonaten, zu erledigen. Sonst darf auf Baustellen nur „geringfügiger Gehölzbewuchs“ entfernt werden.
Deshalb bittet die Naturschutzbehörde des Odenwaldkreises die Bürgerinnen und Bürger darum, solche Arbeiten in den nächsten Tagen und spätestens bis Ende Februar abzuschließen. Das Gesetz gibt nur Behörden die Möglichkeit, in begründeten Einzelfällen von den strikten Regelungen abzuweichen. Für privates Handeln können Ausnahmegenehmigungen nicht erteilt werden.
Zulässig sind die über das Jahr anfallenden Pflegearbeiten in Gärten, zum Beispiel der Schnitt von Formhecken, das Auslichten von Blütensträuchern und der Rückschnitt des jährlichen Zuwachses, wenn er in Gehwege hineinragt oder Verkehrsschilder verdeckt. Erlaubt sind auch der Sommerschnitt an Obstbäumen und Baumpflegearbeiten.
Der Gärtner ist aber dafür verantwortlich, dass dabei wild lebende Tiere wie nistende Vögel nicht unnötig gestört oder deren Nistplätze zerstört werden. Aus dem gleichen Grund sind zum Verbrennen oder Häckseln aufgeschichtetes Reisig und Laub – so auch die Holzstapel für Oster- und Sonnwendfeuer, die länger ungestört blieben und zwischenzeitlich vielleicht von Tieren besiedelt wurden – vor dem Anzünden oder Abräumen sicherheitshalber zu überprüfen.
Wiesen, Raine oder ungenutzte Grundflächen im zeitigen Frühjahr durch Abbrennen „sauber zu halten“, ist seit Jahrzehnten verboten. Trotzdem ist diese Unsitte vereinzelt noch immer zu beobachten. Davon abgesehen, dass solche bewusst oder fahrlässig gelegten Feuer leicht außer Kontrolle geraten und erhebliche Schäden verursachen können, ist damit immer der Tod vieler Kleintiere verbunden. Verstöße werden daher mit besonders spürbaren Geldstrafen geahndet.
Wer Beratung wünscht – sie ist auch vor Ort möglich – kann sich an die Mitarbeiter der Naturschutzbehörde wenden: Ralf Klein, Telefon 06062 70-215, E-Mail: r.klein@odenwaldkreis.de oder Uwe Krause, Telefon 06062 70-459, E-Mail: u.krause@odenwaldkreis.de

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

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