Energiewechsel

Odenwaldkreis: Hightech „Made in Erbach“

Pressemeldung vom 19. Februar 2015, 11:37 Uhr

Landrat Dietrich Kübler zu Besuch bei Rowenta

In der Reihe seiner jährlich stattfindenden Unternehmensbesuche kam Landrat Dietrich Kübler dieser Tage zusammen mit Dr. Dirk Weßels, dem Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschafts-Service der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) mbH, zum Firmenstandort der Rowenta-Werke GmbH an der Carl-Benz-Straße in Erbach, um sich über das Unternehmen zu informieren und mit der Firmenleitung über verschiedene Themen zu sprechen.
Geschäftsführer Jochen Weber geleitete die Gäste durch die Fertigungsbereiche und ging auf die Historie der Firma Rowenta ein. Der Name ist seit 1909 ein Markenname für Küchen- und Haushaltsgeräte und gehört seit 1988 der weltweit operierenden französischen Groupe SEB, dem Weltmarktführer im Bereich Haushalts-Elektrokleingeräte. Die deutsche Tochtergesellschaft ist die Rowenta-Werke GmbH. Das Zweigwerk in Erbach wurde 1959 mit zunächst 20 Mitarbeitern gegründet. 1993 erfolgte innerhalb von 16 Monaten der Neubau mit einem Investitionsvolumen von 38,2 Millionen D-Mark.
Das Unternehmen tätigt einen Jahresumsatz von 37,4 Millionen Euro und investierte zuletzt 1,61 Millionen Euro in Standort sowie Fertigung. Die Fertigungstiefe umfasst Bügeleisensohlen, Kunststofffertigung sowie die Endmontage von Bügeleisen. Pro Jahr werden rund 1,5 Millionen Bügeleisen am Sitz in Erbach produziert. Das Unternehmen beschäftigt 184 Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende.
Der Landrat informierte sich über die hochtechnisierte Produktion und deren Fertigungsabläufe. Diese und das Zusammenspiel zwischen effizienten Robotersystemen und den qualifizierten Mitarbeitern ermöglichen es, den Standort trotz steigendem Kostendruck zu halten und dabei die Qualität der Produkte stetig zu verbessern.
Jochen Weber erklärte, das Fehlen eines Autobahnanschlusses im Odenwaldkreis sei nicht unbedingt ein Nachteil für die Warenlogistik. Der Breitbandanschluss an das schnelle Internet sei definitiv ein großer Standortvorteil, den Rowenta sehr intensiv nutze: So werden Video-Conference-Calls mit der Konzernzentrale und anderen Fertigungstandorten geführt und damit erhebliche Kosten eingespart. Früher war das System nicht sonderlich zuverlässig, aber heute bestehen durch die stabilen Anschlüsse mit einer hohen Bandbreite keine Probleme mehr.
„Der Odenwaldkreis hat sehr früh und sehr engagiert auf die Herausforderungen einer flächendeckenden Breitbandversorgung reagiert. Es freut mich, dass diese Technologie bei den Standortfirmen wie Rowenta erfolgreich zum Einsatz kommt“, sagte Landrat Dietrich Kübler.
Rowenta-Geschäftsführer Weber merkte an, ein Mangel an Fachkräften bestehe derzeit nicht. Wegen des demografischen Wandels könnte sich dies künftig jedoch ändern und langfristig problematisch für den Standort Erbach werden. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter und deren Qualifizierung sei Rowenta wichtig. Das lasse sich an der geringen Personal-Fluktuation ablesen – ganz nach dem Motto „Einmal Rowenta, immer Rowenta“. Nachhaltigkeit in der Produktion, Sicherheit für die Mitarbeiter und Qualität der Produkte sind für Rowenta weitere entscheidende Faktoren, untermauert durch mehrfache umfassende Zertifizierungen. Schlussendlich könne jeder im Odenwaldkreis stolz sagen: Qualitativ hochwertige Bügeleisen sind rund um die Welt im Einsatz – und zwar „Made in Erbach“.

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis