Energiewechsel

Odenwaldkreis: Im Odenwaldkreis sinkt die Arbeitslosenquote auf 5,8 Prozent

Pressemeldung vom 1. April 2015, 18:16 Uhr

März-Entwicklung zeigt ein deutlich besseres Bild als im Februar – Lage insgesamt fast genau wie vor einem Jahr

War für den Monat Februar im Odenwaldkreis noch entgegen dem landesweiten Trend ein leichter Anstieg der Arbeitslosenzahlen festzustellen, so zeigt die Entwicklung im März 2015 ein deutlich besseres Bild. Dank der allgemeinen Frühjahrsbelebung, die von den Fachleuten für das Bundesland Hessen dennoch als vergleichsweise schwach bewertet wurde, gingen im südlichsten Landkreis die allgemeinen Arbeitslosenzahlen von 3.060 um 98 auf 2.962 zurück. Dies entspricht einer Reduzierung der Arbeitslosenquote von 6,0 auf 5,8 Prozent wie auch 2014 um diese Zeit. Sie liegt klar unter dem deutschlandweiten Wert (6,8) und ganz knapp über der für Hessen sowie Südhessen insgesamt notierten Quote von 5,7 Prozent.

Für den März verzeichnete der Odenwaldkreis nach dem Nachbarkreis Bergstraße (3,6 Prozent) mit 3,2 Prozent den stärksten Rückgang (Darmstadt-Dieburg: 2,5 Prozent). Allerdings wirkt sich diese Minderung nach Auskunft des Kommunalen Job-Centers (KJC) nicht als Reduzierung der Werte im Bereich des Sozialgesetzbuches (SGB) II aus. Der Rückblick auf den Monat März des vorigen Jahres zeigt zudem, dass damals 25 Personen weniger arbeitslos gemeldet waren (2.937). Die aktuelle Gesamtzahl lässt sich aufschlüsseln in 1.972 Personen aus dem SGB-II-Bereich und 990 im Leistungsbezug nach SGB III. Die insgesamt verzeichnete Reduzierung ist demnach ausschließlich dem Bereich SGB III zuordnen, denn im Rechtskreis des SGB II gab es gegenüber Februar einen geringen Anstieg um vier auf 1.972 arbeitslose Personen, dagegen im SGB III den Rückgang um 102 auf 990. Dadurch befinden sich 66,6 Prozent der Erwerbslosen im Bezug des SGB II und 33,4 Prozent im SGB III, was einer Verschiebung um 1,3 Prozent vom SGB III zum SGB II entspricht.
Die Zahl der weiblichen Arbeitslosen im Odenwaldkreis ging im März 2015 im Vergleich zum Februar um 39 auf 1.449 zurück. Sie liegt damit um neun unter der vom März 2014. Hier zeichnet sich der Rückgang in beiden Rechtskreisen ab: Im SGB II sind derzeit 1.019 Arbeitslose Frauen, elf weniger als zwölf Monate zuvor. Im SGB III sind es aktuell 430 – 28 weniger als 2014.
Die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Beschäftigung fiel von 366 um 19 auf 347. Bei den älteren Erwerbslosen von 50 bis 64 Jahren vermerkt die Statistik einen Anstieg um vier von 1.039 auf 1.043 Betroffene. Betrachtet man die Rechtskreise, so ist ein Anstieg im SGB II um 17 auf 667 und eine Minderung um 13 auf 376 Ältere im SGB III erfolgt. Vor einem Jahr lag die Zahl der Arbeitslosen „50 plus“ um 46 höher.
Die Anzahl der arbeitslosen Mitbürger ohne deutschen Pass ist von 891 im Februar um 15 auf 876 im März zurückgegangen, was aber gegenüber dem Vorjahr ein Anwachsen um 77 bedeutet.

Der Bestand an Unterbeschäftigungen reduzierte sich im März dieses Jahres von 3.668 um 1,9 Prozent auf 3.596 (voriges Jahr: 3.533). Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 7,0 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt 82,4 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahresmonat (83,1) etwas niedriger.
Der Blick auf die Entwicklung bei den gemeldeten offenen Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt lässt einen Zuwachs erkennen. Die Zahl liegt im März mit 601 Angeboten um 5,6 Prozent höher als im Monat vorher und um stattliche 56,5 Prozent besser als Frühjahr 2014. An freien Arbeitsplätzen notieren die Fachleute derzeit 344 in der Rohstoffgewinnung, Produktion oder Fertigung.
Das KJC des Odenwaldkreises hatte im März des laufenden Jahres 2.980 Bedarfsgemeinschaften zu betreuen – 40 mehr als im Februar und 48 mehr als 2014. Der Kreis der bezugsberechtigten Personen gliedert sich in erwerbsfähige (4.315) sowie nicht erwerbsfähige Leistungsempfänger (1.840) und ist im Vergleich zum Vorjahr etwas größer geworden. Dagegen sank die Zahl bei den erwerbsfähigen Alleinerziehenden von 497 um fünf auf 492.
Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit in Erbach wird für März ein vor allem saisonbedingter Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Mit 990 Personen waren 102 Odenwälder weniger arbeitslos als noch im Februar 2014 und somit 29 weniger als noch im März des vorigen Jahres.

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

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