Energiewechsel

Odenwaldkreis: Kreis und Kommunen sehen Investitionen für die Zukunft kräftig gefördert

Pressemeldung vom 19. September 2016, 15:43 Uhr

Staatssekretärin kommt mit Zuschuss-Zusagen aus Wiesbaden in den Odenwald – Gesundheitszentrum erhält sieben Millionen Euro

Hessen packt’s an: Landkreise und ihre Kommunen investieren kräftig mit Hilfe des Landes in den Alltag ihrer Bürgerinnen und Bürger. So begann ein Bericht des Hessischen Finanzministeriums vom 16. September, nachdem dessen Staatssekretärin Dr. Bernadette Weyland unter anderem in der Odenwälder Kreisstadt Erbach Förderzusagen über Mittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) gab. Damit fördern Bund und Land Vorhaben, die von Kreisen, Städten und Gemeinden als notwendig angesehen werden. Im Alten Rathaus begrüßte Bürgermeister Harald Buschmann neben der Staatssekretärin den Kreisbeigeordneten Dr. Michael Reuter in Vertretung von Landrat Frank Matiaske sowie den Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Odenwaldkreis (GZO) Andreas Schwab. Zum Ortstermin hinzugesellt hatten sich auch die beiden Odenwälder Landtagsabgeordneten Judith Lannert und Rüdiger Holschuh. Der Odenwaldkreis kann nun beim KIP im Rahmen des Landesprogramms über ein Kontingent rund 7,6 Millionen Euro (Bundesprogramm) und rund 3,5 Millionen Euro (Landesprogramm) verfügen. Die Förderzusage aus Wiesbaden umfasst die energetische Sanierung des Bettenhauses im GZO mit etwa sieben 7 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm (Anteil Bund: 6,3 Millionen Euro). Kreisbeigeordneter Dr. Reuter freute sich: „Den Löwenanteil stecken wir in die Entwicklung des Gesundheitszentrums. Das zeigt, wie wichtig uns das Krankenhaus am Standort Erbach und vor allem auch der Erhalt der hochwertigen Arbeitsplätze hier ist. Mit den weiteren vier Millionen Euro setzen wir konsequent die energetische Sanierung unserer Schulen und Schulschwimmbäder fort. Gute Bildung und gute Schulen sind gerade im ländlichen Raum ein bedeutender Standortfaktor und sichern die Zukunftsfähigkeit der Region. Der Fokus auf energetische Sanierung hat zudem einen nachhaltigen Effekt auf unsere Umwelt und minimiert Verbrauchskosten künftiger Generationen“. GZO-Geschäftsführer Schwab nutzte die Gelegenheit zu Worten des Dankes sowohl an das Land als auch an die Kreisgremien für die stetige Unterstützung der Kreisklinik. Er skizzierte die Dringlichkeit der aktuell anstehenden Sanierungsarbeiten mit dem Schwerpunk auf dem Bettenhaus der immerhin 50 Jahre alten Einrichtung. Die Stadt Erbach kann im Rahmen des KIP mit rund 430.000 Euro (Landesprogramm) und rund 1,1 Millionen Euro (Bundesprogramm) rechnen. Sie hatte zwei Maßnahmen angemeldet und damit ihr Kontingent vollständig ausgeschöpft. Sie investiert in die Erneuerung der oberen Hauptstraße, die Sanierung des Marktplatzes und die Erneuerung der Mümlingbrücke. Bürgermeister Buschmann erklärte: „Wir sind sehr froh, dass durch das große Engagement des Landes Hessen das Erbacher Schloss mit seinen Kulturschätzen im Herzen unserer Stadt eine starke Aufwertung erfährt. Durch das Kommunale Investitionsprogramm wird Erbach nun in der Lage sein, auch das Umfeld des Schlosses aufzuwerten, attraktiv neu zu gestalten und zu beleben. Neben der Neugestaltung des Marktplatzes wird als weitere Maßnahme zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt den Ausbau der oberen Hauptstraße als einer zentralen Einkaufsstraße möglich. Ohne das Investitionsprogramm von Bund und Land wäre die Stadt nicht in der Lage, diese Maßnahmen umzusetzen“. Genauere Erläuterungen gab Stadtbaumeister Martin La Meir, der dank der Fördermittel die Chance verwirklichen will, die „derzeit deutlichen funktionalen und technischen Mängel“ des Marktplatzes zu beheben und das Gesamtbild des Stadtmittelpunktes in hohem Maße aufzuwerten. Staatssekretärin Dr. Weyland lobte die Beteiligten: „Sie haben engagiert gehandelt und schnell reagiert: Deshalb können Sie die angemeldeten Projekte zeitnah in die Tat umsetzen. Das ist ganz im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger.“ Förderzusagen erhielten am 16. September neben dem Kreis und der Kreisstadt auch die Städte Bad König und Michelstadt sowie die Gemeinden Brensbach, Fränkisch-Crumbach und Reichelsheim. Hintergrund: Das Kommunalinvestitionsprogramm Das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) vereint Zahlungen des Landes, des Bundes und einen eigenen Anteil der Kommunen, die selbst entscheiden, was sie benötigen und durch das Programm finanzieren wollen. Möglich sind Investitionen in den Bau bezahlbarer Wohnungen, beispielsweise für Studenten, kinderreiche Familien und Flüchtlinge. Unterstützt werden auch der Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen, die weitere Modernisierung von Krankenhäusern, die Sanierung von Straßen- und Gehwegen und der Bau von Radwegen, Investitionen in schnelleres Internet oder die Elektromobilität. Das Hessische KIP ermöglicht den Kommunen Investitionen von einer Milliarde Euro.

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

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