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Odenwaldkreis: Kreisverwaltung – Grundsatzerklärung gegen Gewalt

Pressemeldung vom 15. April 2015, 11:43 Uhr

Beschäftigte, Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte und Landrat stehen gemeinsam hinter Plakataktion

Der Kreisausschuss des Odenwaldkreises beschloss am 9. März 2015 die Annahme und Umsetzung einer Grundsatzerklärung gegen Gewalt. Diese Erklärung, deren Kernpunkte in nächster Zeit auf Plakaten an zahlreichen Orten innerhalb des Landratsamtes, seiner Eigenbetriebe und Außenstellen öffentlich gemacht werden, haben Landrat Dietrich Kübler, die Gleichstellungsbeauftragte Petra Karg und die Personalratsvorsitzende Britta Bönsel gemeinsam unterzeichnet. Unter der Schlagzeile „Null Toleranz bei Gewalt!“ steht der Satz: „Die Kreisverwaltung des Odenwaldkreises ist ein gewaltfreier Ort“.
Weiter hat die Grundsatzerklärung folgenden Wortlaut:
Der Landrat, der Personalrat, die Gleichstellungsbeauftragte und die Beschäftigten weigern sich, Gewalt am Arbeitsplatz zu tolerieren. Unser gemeinsames Ziel ist es, das Auftreten von Gewaltvorfällen und Gefährdungen am Arbeitsplatz durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden. Daher gilt in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung und der Eigenbetriebe: Null Toleranz bei Gewalt!
Zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter akzeptieren wir keinesfalls

jede Form psychischer und körperlicher Gewalt

Sachbeschädigungen – Bedrohungen, Beleidigungen oder Nötigungen

sexuelle Übergriffe oder verbale sexistische Belästigungen

Mitbringen oder Zeigen von Waffen jeglicher Art

Ausdruck von Gewaltfantasien

Stalking und Mobbing
Werden durch solche Handlungen Straftaten verwirklicht, werden diese konsequent geahndet. Wenn es erforderlich ist, werden Hausverbote erteilt und Straftaten zur Anzeige gebracht.
Alle Beschäftigten, insbesondere der Landrat und die Führungskräfte, sind für die Umsetzung der Grundsatzerklärung gegen Gewalt am Arbeitsplatz verantwortlich. Die Mitwirkung der Beschäftigten ist gewünscht und wird gefördert.
Die Grundsatzerklärung wird auch vom Kreistag ausdrücklich unterstützt.

Vergleichbare Erklärungen sind in den zurück liegenden Jahren in verschiedenen Kreisverwaltungen und Jobcentern in Deutschland publik gemacht worden. Sie zielen vorrangig auf den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor verbalen wie körperlichen Angriffen, nachdem sich Beschäftigte in öffentlichen Verwaltungen immer häufiger Übergriffen und Bedrohungen ausgesetzt sehen – von Beschimpfungen über Beleidigungen bis hin zu Gewaltattacken, die Polizei-Einsatz erfordern. Aufgrund der Erkenntnis, dass solche Vorkommnisse in Behörden erhöhte Sensibilität im Spannungsfeld zwischen dem Anspruch auf kundenfreundliche Dienstleistung und dem berechtigten Sicherheitsinteresse der Belegschaft erfordern, hat sich der Odenwaldkreis zu der hier zitierten Grundsatzerklärung und deren Veröffentlichung entschlossen.

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

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