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Odenwaldkreis: „Nach innen wie nach außen klarmachen, wofür der Odenwaldkreis steht“

Pressemeldung vom 31. August 2016, 14:35 Uhr

Landrat Frank Matiaske blickt am 1. September 2016 auf ein Jahr Amtszeit zurück – „Aus positiver Grundhaltung heraus günstige Entwicklungen forcieren“

In einem Jahr kann unglaublich viel passieren – das ist eine der Erkenntnisse in der Zwischenbilanz, die der Landrat des Odenwaldkreises Frank Matiaske nach den ersten zwölf Monaten seiner zunächst bis 31. August 2021 laufenden Amtszeit gewonnen hat. Eine ebenso behutsame wie markante Neuausrichtung der Kreispolitik zählte zu den Zielen des neuen Kreischefs beim Start zu einem neuen Abschnitt seines beruflichen Lebens. Der Sprung vom Bürgermeister der Stadt Breuberg auf die nächsthöhere kommunale Ebene brachte dem nun bald 50 Jahre alten Politiker „eine vollkommen andere Hausnummer“, wie er im Gespräch mit dem Kreispressedienst bekundete.

Als Landrat gerade vier Wochen im Amt, galt es eine große Herausforderung zu meistern, wie sie überraschender kaum kommen und in ihrer Dimension über Monate hinweg kaum weniger überschaubar hätte sein können. Zur Erinnerung: Am 3. Oktober 2015 erreichte den Odenwaldkreis die Aufforderung des Landes Hessen zur Errichtung einer Notunterkunft für bis zu 1.000 Flüchtlinge. Die Aufgabe wurde dank des Einsatzes vieler haupt- wie auch ehrenamtlicher Kräfte auf vielfach anerkannte Weise gemeistert. Für Frank Matiaske bedeutete diese fast alles überlagernde Situation das Zurückstellen etlicher Ideen, deren Umsetzung er an sich früher in Angriff nehmen wollte.

Als die Angelegenheiten der Flüchtlings-Notunterkunft mit deren Übernahme durch das Rote Kreuz in ein relativ ruhiges Fahrwasser kamen, band die Kommunalwahl ein erhebliches Maß der amtlichen Kräfte des neuen Landrats. So konnte er erst in der zweiten Hälfte seines ersten Jahres an der Spitze der Kreisverwaltung allmählich sein Augenmerk auf jene Themen richten, die er spätestens seit seinem Amtsantritt als entscheidende erste Schwerpunkte hervorgehoben hatte: Mit zielstrebigem Außenmarketing und ebenso präzisem Innenmarketing klarmachen, wofür der Odenwaldkreis steht.

Dabei wollte Matiaske die Kreispolitik vorrangig auch aus der Blockade lösen, die ihr die so genannte Standortmarketing-Affäre seit dem Jahr 2013 beschert hatte. Sein Ansatz dabei beschreibt seine Vorgehensweise im Allgemeinen recht gut, die politisch Verantwortlichen für ein möglichst hohes Maß an Gemeinsamkeit in der Arbeit zu gewinnen, die sich an den Interessen des Landkreises orientiert. Dass eine erhebliche Stärkung dieser Interessen vor allem durch eine bessere Anbindung in erster Linie an den Ballungsraum Rhein-Main erfolgen müssen, diese Überzeugung hatte Frank Matiaske von Beginn an gehegt und als großes persönliches Anliegen betont. Dass der Kreistag die Forderung nach dem Beitritt zu der internationalen Marketinggesellschaft FrankfurtRheinMain (FRM GmbH) in diesem Sommer einstimmig erfüllte, ist für den Landrat eine Bestätigung auch deshalb, weil er „eine positive Grundhaltung“ als entscheidend für jene ansieht, die günstige Entwicklungen forcieren möchten.

Wenn die FRM GmbH im September der Aufnahme des Odenwaldkreises ihre Zustimmung erteilt, wovon auszugehen ist, können hier die Kräfte seiner zahlreichen rührigen Protagonisten besser zur Entfaltung kommen, der südlichsten Region Hessens zu einer selbstbewussteren Außendarstellung verhelfen und deren Vorzüge im Ballungsraum weit mehr als seither bekannt zu machen. Dass der Odenwaldkreis für Nachhaltigkeit und Innvoation zugleich steht, soll dann aber auch nach innen klarer aufgezeigt werden.

Vor diesem Hintergrund will Frank Matiaske neue Akzente setzen für eine „Gesundheits- und Wohlfühlregion“ mit natürlichen Ressourcen, Naherholungsgebieten, reichlich Möglichkeiten für Erholung, Entspannung und Entschleunigung. Hier soll auch einer der Ansätze verstärkter Wirtschaftsförderung liegen, die sich zu einem Teil als Tourismusförderung verstehen lässt. Der Odenwaldkreis-Landrat will zudem deutlich machen, dass die Region viel mehr zu bieten hat als etwa nur Landwirtschaft und Tourismus-Attraktionen, sondern starke Unternehmen sowohl in der Industrie als auch in Handel und Gewerbe und nicht zuletzt in der Dienstleistungsbranche. Im Blick auf letztere zollt Matiaske „seinem Amt“ hohes Lob: „Ich habe eine Verwaltung vorgefunden, die höchst professionell aufgestellt ist, in der ich etliche Aufgaben delegieren und der ich voll und ganz vertrauen kann“.

Die flächendeckende Breitbandversorgung, der Ausbau und die mitunter Staunen hervorrufende Akzeptanz der Odenwaldbahn, eine neue Konzeption für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit dem Projekt „Garantiert mobil“ bilden Eckpfeiler des Hauses, in dem der Odenwaldkreis seine Zukunft erleben möchte. Ein unverzichtbares Element der Daseinsvorsorge für die Bevölkerung ist und bleibt hier das Gesundheitszentrum Odenwaldkreis (GZO). Für diese Einrichtung, die sich stetig wachsenden Herausforderungen gegenübersieht, scheut der Kreis weder Kosten noch Mühen, baut aber auch auf Unterstützung des Landes, das zu den Kosten von 19 Millionen Euro für den Bau der Psychiatrie am Standort Erbach 13 Millionen Euro Zuschuss zahlt. Und mit nicht weniger als rund 31 Millionen Euro werden die Kosten für die Sanierung des fast 50 Jahre alten Bettenhauses am Kreiskrankenhaus veranschlagt.

Was an dieser Stelle noch nicht zur Sprache kam, zählt nicht minder zu den Anliegen des Landrats: Kunst und Kultur. Dass er sich diesen Gebieten widmet, zählt zwar amtlicherseits zu den „freiwiligen Aufgaben“, aber Frank Matiaske sieht darin durchaus eine persönliche Verpflichtung. Und wie war das noch mit Erholen und Entschleunigen? In einem Amt mit hohen Ansprüchen, das wenig wirkliche Freizeit lässt, zwischen Arbeits- und Urlaubsregion? „Ein riesengroßer Garten, zwei Hunde – ich finde Entspannung in der Natur und sehe hier immer wieder, welch faszinierende Lebensqualität der Odenwaldkreis bietet“.

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

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