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Odenwaldkreis: Odenwaldkreis erhält 368.000 Euro für Ausbildungs- und Arbeitsmarktbudget

Pressemeldung vom 28. Juni 2011, 12:21 Uhr

Das Land Hessen unterstützt die Aktivitäten für Ausbildungsförderung von Benachteiligten vor Ort

Auf der Basis der kürzlich zwischen dem Hessischen Sozialminister Stefan Grüttner und dem Landrat des Odenwaldkreises Dietrich Kübler sowie dem Kreisbeigeordneten Dr. Michael Reuter abgeschlossenen Zielvereinbarung für das Ausbildungs- und Arbeitsmarktbudget fließen im Jahr 2011 rund 368.000 Euro in den Odenwaldkreis. Das Kommunale Job-Center (KJC) will damit die Ausbildung benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener fördern und Ausbildungsfähigkeit herstellen. Darüber hinaus werden die Mittel aus dem Arbeitsmarktbudget (als dem zweiten Teil des Gesamtpaketes) für die Suchtberatung und die Verbesserung der Integrationsstrategien genutzt.
Landrat Kübler und der Beauftragte für Arbeit und Soziale Sicherung Michael Vetter begrüßen es, dass sich das Land auch weiterhin an der lokalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktpolitik beteiligt. „Damit kann das Job-Center Maßnahmen fördern, die mit dem regulären Eingliederungsbudget des Bundes nicht umzusetzen sind“, so Dietrich Kübler. Allerdings bedauert der Kreis, dass im Rahmen der Haushaltskonsolidierung des Landes die Verpflichtungsermächtigungen im Ausbildungsbudget für die Jahre 2012 bis 2015 um 60 Prozent gekürzt wurden. Langfristige Maßnahmen fallen deshalb aus der Planung heraus.
Die Verhandlungen zur Ausgestaltung der Zielvereinbarung und der Verwendung der Budgets wurden durch die Verantwortlichen der Hauptabteilung Arbeit und Soziale Sicherung der Kreisverwaltung offen und konstruktiv mit den Fachvertretern des Hessischen Sozialministeriums geführt. Das Land zeigte sich dabei sehr interessiert an neuen Ansätzen in der Ausbildungspolitik des Odenwaldkreises.
Mit dem Ausbildungsbudget für das laufende Jahr wird es einen Ausbildungsbetreuer geben, der zur nachhaltigen Vermittlung von jugendlichen SGB-II-Empfängern beiträgt und Ausbildungsabbrüche vermeiden soll. Es werden Projekte unterstützt für noch nicht ausbildungsreife, benachteiligte junge Menschen, um diese in berufsvorbereitende Maßnahmen zu bringen und für sie die Möglichkeit zu schaffen, eine Ausbildung aufzunehmen. Dazu zählen auch ein Theaterprojekt und ein Alphabetisierungskurs, die aus Bundesmitteln nicht finanzierbar sind. Ohne das Ausbildungsbudget könnten diese Vorhaben nicht umgesetzt werden. Die Mittel daraus unterstützen die Arbeit des Kommunalen Job-Centers vor Ort.
Vorgesehen sind die Einstellung eines Beschäftigungscoaches, ein Alphabetisierungskurs für Erwachsene, die Übernahme der Studiengebühr für zwei duale Studiengänge „Soziale Sicherung, Inklusion, Verwaltung B.A.“ zum Fallmanager, Schulungen und Fortbildungen neu eingestellter Fallmanager, die Übernahme der Kosten von Informationsmitteln zur Arbeitgeber-Ansprache und die Förderung der Schuldnerberatung.
Es ergibt sich ein Etat für das laufende Jahr 2011 von 58.760 Euro. Für die Verpflichtungsermächtigungen im Ausbildungsbudget in der Zeit von 2012 bis 2015 verbleiben 156.181 Euro. Für das Arbeitsmarktbudget 2011 sind 153.000 Euro in Aussicht gestellt.

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

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