Energiewechsel

Odenwaldkreis: Reichlich Unterstützung, damit Steinbach Herausforderungen meistern kann

Pressemeldung vom 21. Dezember 2016, 16:53 Uhr

Da waren aller guten Dinge vier: Denn gleich vier Zuwendungsbescheide des Landes Hessen, die im Lauf der Herbstmonate 2016 bei der Kreisverwaltung und hier in der Hauptabteilung Ländlicher Raum, Veterinärwesen und Verbraucherschutz (LRVV / Reichelsheim) erstellt wurden, nahm Michelstadts Bürgermeister Stephan Kelbert kürzlich aus der Hand von Landrat Frank Matiaske in dessen Büro in Erbach entgegen. Alle vier Dokumente bezogen sich auf Projekte der Dorfentwicklung im Michelstädter Stadtteil Steinbach – als da sind: Die Innensanierung des Kindergartens im Alten Schulhaus an der Schloßstraße, die Freiflächengestaltung an der Einhardsbasilika an der Einhardstraße, die Planung zur Neugestaltung des Kreuzungsbereiches Schloßstraße / Einhardstraße und schließlich Begrünungsmaßnahmen an der Ortsdurchfahrt.

Der Schwerpunkt des hier angesprochenen, seit 2011 und noch bis 2019 laufenden Dorfentwicklungsverfahrens, liegt auf Steinbach einschließlich dem Weiler Asselbrunn. Finanziell ausgelegt ist es nach einer Ende September durch die Wirtschafts- und Infrastruktur-(WI-)Bank Hessen vorgenommen Erweiterung auf einen förderfähigen kommunalen Gesamtinvestitionsrahmen von 984.000 Euro (ursprünglich: 820.000 Euro). Nach aktuellem Stand beträgt die kommunale Förderquote 70 Prozent der Nettokosten.

Sowohl Landrat Matiaske als auch Bürgermeister Kelbert zeigten sich beim Ortstermin in hohem Maße erfreut über die reichliche Förderung durch Landesmittel, die dem „zweiten Zentrum von Michelstadt“ (Kelbert) erheblich dabei helfen, mehrere Herausforderungen Schritt für Schritt zu meistern. „Viele schöne und interessante Maßnahmen“ erkannte der Landrat in den inhaltlichen Belangen der Förderbescheide und verband mit dem Blick auf deren mehrfachen Nutzen versprechende Umsetzung in die entsprechenden Taten die Hoffnung darauf, dass der Stadtteil seine zum Teil noch etwas im Verborgenen befindlichen kulturellen Kleinode wirkungsvoller in den Blickpunkt rücken kann. Matiaske lobte zudem die „hervorragende Betreuung“ der Dorfentwicklung durch das zuständige Ressort in der Abteilung LRVV. Stephan Kelbert merkte ergänzend an, dass die Einhardsbasilika gewiss eines der kulturhistorisch bedeutendsten Gebäude im Odenwaldkreis ist. Er hob hervor, dass die sich die Verwirklichung der vier Vorhaben zu einem guten Gesamtbild zusammenfügen sollten.

Umfassend informierte LRVV-Fachfrau Heidi Hofmann über sachliche und finanzielle Teilaspekte der dank der Förderung realisierbaren Abschnitte des Konzeptes zur Steinbacher Dorfentwicklung. Nach dem Stand von Mitte Dezember 2016 liegt die Gesamtinvestitionssumme bei rund 1,75 Millionen Euro, die Zuschuss-Summe bei insgesamt rund 740.000 Euro. Zwölf Maßnahmen kommunaler Förderung wurden bisher bewilligt: Investitionssumme rund 810.000 Euro, förderfähige Kosten rund 670.000, Zuschuss-Summe 501.266 Euro. Gefördert wurden 14 private Projekte. Für sie flossen Zuschüssen von zusammen 239.053 Euro bei einer Investitionssumme von rund 950.000 Euro.

Die Innensanierung des Kindergartens im Alten Schulhaus war schon bei der Konzept-Erarbeitung ein großes Thema, weil das Gebäude mit dem auf dem gleichen Grundstück bestehenden Dorfgemeinschaftshaus den gesellschaftlichen und sozialen Dorfmittelpunkt bildet und innerhalb der denkmalgeschützten Gesamtanlage Steinbach als Einzeldenkmal zu betrachten bleibt.

Identitätsstiftende Wirkung dürfen sich die Steinbacherinnen und Steinbacher auch von der Neugestaltung der Freifläche an der Einhardsbasilika an der Einhardstraße versprechen, wo ein Informations- und Treffpunkt für Besucher der Basilika und der verschiedenen Themen entstehen soll mit dem Ziel, die Wertschöpfung aus dem Tourismus zu steigern und das Images des Stadtteils zu profilieren. Anschließen wird die Maßnahme an die (geplante) Weiterentwicklung des Ortskernbereiches (Kreuzung) Schloßstraße / Einhardstraße. Gestärkt werden soll damit auch das Miteinander der Generationen, wie es die mit dem Arbeitskreis Dorferneuerung und dem Ortsbeirat abzustimmende Planung vorsieht. Mit Baumpflanzungen und Parkbuchten soll letztlich noch der Raum an der Bundesstraße 47 und der Darmstädter Straße gestaltet und aufgewertet werden. Hier besteht die Absicht zusätzliche Parkmöglichkeiten für den engen Ortskernbereich und auch für Besucher von Basilika und Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen. Dieses Projekt ist bereits mit Hessen mobil und der Straßenverkehrsbehörde des Odenwaldkreises koordiniert worden.

Quelle: Odenwaldkreis / Pressestelle

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