Energiewechsel

Odenwaldkreis: Unmittelbar erleben, dass sich Arbeitseinsatz lohnt

Pressemeldung vom 3. Juni 2015, 14:01 Uhr

Garten-AG der Reichenberg-Schule baut regionale Nutzpflanzen an – „Wertschätzung für Lebensmittel erlernen“

Wenn unsere Nahrungsmittel von immer weiter her kommen ist es für die Kinder der Grundschule schwer zu begreifen, dass Mangos, Orangen und Litschis nicht im heimischen Vorgarten wachsen. Um dem entgegenzuwirken und den Jungen und Mädchen zu zeigen, wie wichtig eine Grundversorgung an Nahrung aus der Region oder aus dem eigenen Land ist, wurde an der Reichenberg-Schule in Reichelsheim das Projekt Gemüsegarten ins Leben gerufen. Die Kinder sollen die Kultur des Essens und den Genuss am Essen erleben, durch das Schmecken und Experimentieren auch die sinnlichen Fähigkeiten weiterentwickeln.

Mit dieser Ansicht spricht Schulleiterin Christine Hartmann dem Klimaschutzmanager des Odenwaldkreises Frank Slawik aus der Seele. Und so ließ er es sich nicht nehmen, das Projekt der Grundschule selbst in Augenschein zu nehmen. Mit dabei waren auch der Erste Kreisbeigeordnete des Odenwaldkreises Oliver Grobeis, der Technische Leiter des Eigenbetriebs Bau- und Immobilienmanagement als Verantwortlicher für die Liegenschaften des Kreises, Werner Belzer, sowie die Leiterin der Schulverwaltung des Odenwaldkreises, Renate Vierhaus. „Es ist toll, dass die Kinder durch solche Projekte erfahren, welche Gemüsesorten in der Region gedeihen und durch die Aufzucht auch eine ganze andere Wertschätzung für Lebensmittel und auch für die Umwelt im Allgemeinen erlernen“, sagte Slawik. Zustimmend ergänzte Grobeis, dass das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung auf diesem Wege mit einer Menge Spaß vermittelt werde und auch die Familien profitieren könnten.

Christine Hartmann erläuterte dem Besuch die verschiedenen Bereiche, in denen Kinder Nutzpflanzen aufziehen. Neben dem Schulgarten mit vier Hochbeeten, Kräuterspirale und Kartoffelbeet werden Pflanzkübel auf dem Pausenhof genutzt, in denen vor kurzem noch reine Zierpflanzen wuchsen. Die Schülerinnen und Schüler der Garten-AG sind von der Planung, welche Gemüsesorte wo wachsen soll, bis hin zur Ernte in alles miteingebunden. So erleben sie unmittelbar, dass sich ihr Arbeitseinsatz lohnt. Unterstützt werden sie dabei von Torsten Hormel (Fachwart für Gartenbau). Nach dem klar war, was angebaut werden soll, halfen Eltern, Großeltern und die Baumschule Schütz (Brensbach) mit ihren Spenden von Setzlingen und Samen dabei, die Wünsche zu erfüllen. In den Kübeln auf dem Pausenhof werden unter anderem Paprika, Tomaten, Erdbeeren sowie Getreide- und Kohlsorten gehegt und gepflegt. Von der hoffentlich reichen Ernte profitiert dann die Koch-AG, die die frischen Lebensmittel verarbeiten wird.

Quelle: Pressedienst Odenwaldkreis

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