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Regierungspräsidium Gießen: Erfahrungsaustausch in der Stiftungsarbeit

Pressemeldung vom 12. September 2016, 15:43 Uhr

Sechster Mittelhessischer Stiftungstag des Regierungspräsidiums Gießen

Wertvolle Erfahrungen auszutauschen und Neueinsteigern eine Hilfestellung zu geben war das Ziel des heutigen (09.09.) sechsten Mittelhessischen Stiftungstages in Gießen. Unter dem Motto „Gemeinsam stärker“ hatte das Regierungspräsidium Gießen in die Aula der Justus-Liebig-Universität in Gießen eingeladen. Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich begrüßte die 120 Besucher und betonte die Wichtigkeit der Stiftungsarbeit vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie der Bekämpfung von Armut oder der Bewältigung des demografischen Wandels. „Zwangläufig entsteht hierbei die Frage, nicht ob man überhaupt kooperieren sollte, sondern viel mehr wie man Kooperationen am besten gestaltet“, betonte Dr. Ullrich.

Die Veranstaltung richtete sich dabei gleichermaßen an erfahrene Stifterinnen und Stifter wie auch an Neueinsteiger in der gemeinnützigen Arbeit. Neben der Möglichkeit, andere Stiftungen kennenzulernen und individuelle Erfahrungen im Gespräch auszutauschen konnten zahlreiche Experten für Gesprächsrunden und Vorträge gewonnen werden. Florian Brechtel von der Agentur Dragoman für Finanzierungs-, Fördermittel und Stiftungsberatung informierte über Haftungsfragen im Ehrenamt bei Geldanlagen. Dabei hob er besonders die Rolle des Regierungspräsidiums als Ansprechpartner für die Stiftungen hervor und betonte: „Auch der Bundesverband Deutscher Stiftungen bestätigt, dass wir uns mit unserer Stiftungsaufsicht wirklich glücklich schätzen können.“ Dr. Marie-Luise Stoll-Steffan, Regionalkuratorin Hessen/Rheinland-Pfalz der Initiative Bürgerstiftungen stellte anschließend Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen des Mittelhessischen Stiftungsnetzwerkes vor. Aber auch die Rahmenbedingungen der Stiftungsarbeit sind in den letzten Jahren komplizierter geworden. In Zeiten von 0 % Zinsen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Stiftungsgeldern gefragt. Uwe Lehmann von der Stiftung Gießener Hochschulgesellschaft stellte daher Anlagestrategien für Stiftungen in Niedrigzinsphasen vor. Aktuelle Informationen zum Steuerrecht durch Markus Exner vom Hessischen Ministerium der Finanzen rundeten das abwechslungsreich angelegte Vortragsangebot ab.

Als Experten für eine Gesprächsrunde konnten Prof. Dr. Heinz Zielinski, Vorstandsmitglied der Landesstiftung Miteinander in Hessen sowie Vorstandsvorsitzender der Stiftung Sporthilfe Hessen, Klaus Arnold, erster Vorsitzender Bürgerstiftung Mittelhessen, Astrid Eibelshäuser, Stadträtin der Stadt Gießen und Prof. Dieter Eißel, Vorstandsmitglied der Anstoß-Stiftung, gewonnen werden.

Den Besuchern des Kongresses stellten sich am Rande der Veranstaltungen verschiedene Stiftungen an Infoständen vor. Lioba Wagner, Stipendiatin der Musikstiftung der Kreissparkasse, begleitete die Veranstaltung musikalisch.

Hintergrund: Das Regierungspräsidium Gießen ist als Stiftungsaufsicht verantwortlich für die rund 300 Stiftungen in Hessen und versteht sich als ein kompetenter Dienstleister, der die Stiftungen nicht nur beaufsichtigt, sondern neue und bestehende Stiftungen fördert. „Wir achten besonders darauf, dass die mittelhessischen Stiftungen unbürokratische und schnelle Hilfe bekommen und keine langen Genehmigungszeiten entstehen.“, erläuterte Dr. Ullrich das Selbstverständnis seiner Behörde.

Bei Fragen steht Ihnen das Arbeitsteam Stiftungsrecht des Regierungspräsidiums Gießen zur Verfügung. Weitere Informationen und Kontaktdaten erhalten Sie auch auf der Homepage des Regierungspräsidiums Gießen unter https://rp-giessen.hessen.de/soziales/stiftungen oder telefonisch unter 0641-3030.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen

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