Energiewechsel

Rodgau: Ausschluss aus der Fluglärmkommission

Pressemeldung vom 23. April 2015, 08:21 Uhr

Die geplante Reformierung der Fluglärmkommission könnte bedeuten, dass die Städte Heusenstamm, Obertshausen und Rodgau ihren stimmberechtigten Sitz verlieren. Damit wären rund 86 000 vom Fluglärm betroffene Einwohnerinnen und Einwohner nicht mehr vertreten. Die Argumentation für einen Ausschluss aus der Kommission ist aus Sicht von Bürgermeister Jürgen Hoffmann nicht nachvollziehbar. Zum einen sei die Kommission mit derzeit 40 Mitgliedern deutlich höher besetzt, als es der vom Gesetzgeber vorgegebene Orientierungswert von 15 vorgibt. Zum anderen „sollen wir gemeinsam mit unsern Nachbarstädten ausgeschlossen werden, weil uns eine Betroffenheit im Raumordnungsverfahren und auch bei der Lärmbelästigung im unmittelbaren Einflugbereich abgesprochen wird.“, so der Rodgauer Verwaltungschef. Freilich habe sich die subjektive Wahrnehmung einer Lärmbelästigung im Vergleich zu den vergangenen Jahren schon positiv verändert. Dies hänge unmittelbar mit den aktuellen Flugroutenbelegungen und dem derzeit geltenden Flugverfahren zusammen. Eine Garantie auf eine dauerhafte Entlastung der Menschen im Einflugbereich, gerade mit Blick auf die noch anstehenden Veränderungen am Frankfurter Flughafen, kann nicht gegeben werden. „Umso mehr müssen wir uns auch weiterhin für unsere Einwohnerinnen und Einwohner einsetzen und uns Gehör verschaffen. Es kann nicht sein, dass die Interessen von 86 000 Menschen wegen eines „Orientierungswertes“ einfach ignoriert werden.“, bleibt Bürgermeister Hoffmann bei der Forderung, die die Städte Rodgau, Obertshausen und Heusenstamm als Solidargemeinschaft erarbeitet haben.

Quelle: Stadt Rodgau

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis