Energiewechsel

Rodgau: Neue Chancen für Jugendliche auf den ersten Arbeitsmarkt

Pressemeldung vom 25. August 2009, 13:04 Uhr

Rodgau. Projekt „Rodgau 16 PLUS“ hat noch Plätze frei – Teilnehmerin sucht Ausbildungsplatz

Nach den Sommerferien beginnt für Schulabgänger der „Ernst des Lebens“. Jugendliche, die immer noch keinen Ausbildungsplatz haben oder weiterführende Schule besuchen, merken spätestens jetzt: Sie bleiben allein zurück, währenddessen ihre Freunde eine neue Aufgabe wahrnehmen. Die Stadt Rodgau gibt 16 bis 27-Jährigen mit Berufsstartschwierigkeiten eine Chance in den ersten Arbeitsmarkt einzusteigen. Ob von der Haupt-, Realschule oder auch anderen Schulformen kommend sowie Abbrechern: Das Programm „Rodgau 16 PLUS“ bietet ihnen mit insgesamt 15 Plätzen eine einjährige, bezahlte Beschäftigung mit Berufsqualifizierungen, Unterricht, Bewerbungstraining und Praktika an. Sechs Plätze für junge Frauen und Männer sind zurzeit noch frei. „Rodgau 16 PLUS“-Teilnehmerin Sandra Fisch (19) sucht jetzt eine Ausbildung.

Sandra Fisch möchte am liebsten im Projekt 16 PLUS bleiben. Das geht natürlich nicht. Spätestens Ende dieses Jahres ist für sie die Zeit um. „Es macht mir einfach Spaß hier, weil es so abwechslungsreich ist“, sagt die 19-jährige. Ihr fällt es schwer, sich auf einen Beruf festzulegen, weil sie sich für so viele Dinge interessiert. Deshalb hat sie auch den richtigen Zeitpunkt versäumt, sich trotz eines guten Realschulabschlusses auf eine passende Lehrstelle zu bewerben. Sandra ist in der Handwerksgruppe eingeteilt und wird mit anderen Projektteilnehmern von dort aus in verschiedenen Einrichtungen der Kommune eingesetzt. „Manchmal nennen mich die Fachanleiter „Übermutter“, weil ich für einige aus unserem Team schon mal in die Bresche springe, wenn es Probleme gibt“, meint Sandra. Umgekehrt ist sie aber auch den Projektverantwortlichen gegenüber loyal und vermittelt schon einmal in ihre Gruppe, wenn es darum geht, auch unbequeme Dinge zu erledigen. Gemeinsam mit Fachanleitern, einem Tischler- und einem Elektromeister, lernte sie Steckdosen, Lampen, Kabel anzuschließen und Holzmaterial zu verarbeiten. Außerdem machte sie einen Gabelstablerführerschein. Als sie im Kindergarten ein Zimmer eigenverantwortlich streichen durfte, war sie ganz in ihrem Element. „Ich habe schon Bilder für meine ganze Familie nach Motiven abgemalt und auch auf Wände übertragen“, erzählt sie stolz. Sandra macht gern „etwas mit den Händen“, auch an der frischen Luft. Selbst wenn sie zuviel auf die Waage bringt, steht sie zu ihrem Gewicht, das sie nicht daran hindert, gern handwerklich zu arbeiten. Am liebsten wäre ihr eine Ausbildung, wo sie Bürojob und Außendienst mit etwas Kreativem verbinden könnte. Bühnenbilder bauen wäre ein Traum, auch Mediengestaltung, Maßschneidern, eine Ausbildung als Dekorateurin kann sie sich gut vorstellen. Arbeitsprozesse zu optimieren, liege ihr „im Blut“, sagt sie. „Ich überlege immer, was für Schritte einfach und effektiv verändert werden könnten“. Beispielsweise schlug sie im Herbst beim Laubsammeln vor, die Blätter nicht wie sonst in schweren Plastiksäcken, sondern mit ausrangierten, grauen Mülltonnen zur Kompostierung zu transportieren. Ihre Idee wurde umgesetzt. „Die Tonnen haben Räder, lassen sich viel leichter schieben und können jetzt auch weiter eingesetzt werden.“
Wer sich auf einen Platz bei Rodgau 16 PLUS bewerben will, wendet sich an:
Birgit Berberich-Haiser, Stadt Rodgau, Kinder, Familie, Senioren und Soziales, Telefon: 06106 – 693 1236 oder per E-Mail: jugendberufsfoerderung@rodgau.de.

Quelle: Stadt Rodgau – Pressestelle

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