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Rodgau: Pädagogische Qualität für die Jüngsten in den Kindertageseinrichtungen

Pressemeldung vom 14. September 2011, 12:37 Uhr

Rund 250 Plätze im Kleinkinderbereich, angeboten von konfessionellen, freien und städtischen Trägern oder auch im Tageselternbereich, stehen Rodgauer Eltern zur Betreuung ihrer Kleinen zur Verfügung. In Kindertageseinrichtungen der Stadt Rodgau werden derzeit rund 80 Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren in sechs Einrichtungen betreut: KiTa Rollwald, KiTa „Am Rückersgraben“ und KiTa „Binger Weg“ in Dudenhofen, KiTa „Am Nordring“ in Jügesheim, KiTa „Robert-Koch-Straße in Hainhausen sowie die KiTa „Schillerstraße“ in Weiskirchen. Auf die längste Erfahrung in der Betreuung junger Kinder kann die KiTa Rollwald zurückblicken. Hier werden bereits seit 1993 Krippenkinder aufgenommen. Den Anstoß dazu gab seiner Zeit die Teilnahme an dem vom Deutschen Jugendinstitut initiierten Modellprojekt „Orte für Kinder“. Das Betreuungsangebot für Kleinstkinder wurde in den städtischen KiTas in den vergangenen fünf Jahre kontinuierlich erweitert und soll künftig noch stärker ausgebaut werden. Nicht zuletzt deshalb, weil ab 01. August 2013 Eltern mit ein- bis dreijährigen Kindern einen Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz haben. „Ein quantitativer Ausbau alleine jedoch genügt nicht. Von grundlegender Bedeutung ist die qualitative Entwicklung in den Kinderkrippen langfristig zu sichern und weiter zu entwickeln“, so Margit Franz, pädagogische Fachberatung für Kindertageseinrichtungen der Stadt Rodgau. Ein wesentlicher Qualitätsbaustein dazu sind regelmäßige Weiterbildungen. So haben sich beispielsweise in einem Zeitraum von zwei Jahren über vierzig pädagogische Fachkräfte zum Thema „Krippenpädagogik“ intensiv weitergebildet, um dieser neuen Aufgabe mit hoher Professionalität gerecht zu werden. Wenn es um die „Qualität in der Krippenpädagogik“ geht, kommt vor allen den Einrichtungsleitungen eine besondere Rolle und Funktion zu. Zu ihren primären Aufgaben gehört es nicht nur die Prozess- und Orientierungsqualität in ihrem Haus schrittweise aufzubauen, sondern auch als verbindlichen Standard zu garantieren, um einer Beliebigkeit pädagogischer Praxis entgegenzuwirken. Für die strukturelle Qualität und somit die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise personelle Besetzung mit Fachkräften, räumliche, materielle und finanzielle Ausstattung, geregelte Vor- und Nachbereitungszeiten, zeigt sich der Träger verantwortlich. Dass ein qualitativer und quantitativer Ausbau nur im konstruktiven Miteinander gelingen kann, haben Leitungen sowie stellvertretende KiTa-Leitungen, Fachberatung und Fachbereichsleiter Frank-Ulrich Lenz längst erkannt. Die pädagogische Qualität in den städtischen Krippen war Thema eines gemeinsamen Fachtages am 01. September. Erste Qualitätskriterien, beispielsweise für den Übergang aus der Krippe in die KiTa oder zur Auswahl geeigneter Fachkräfte für Krippengruppen, wurden erarbeitet. In einem zweiten Fachtag sollen weitere Themen mit dem Ziel diskutiert werden, einen verbindlichen Qualitätsstandard für die pädagogische Arbeit in den Kinderkrippen der Stadt Rodgau zu erarbeiten. „Viel Arbeit“, gibt Margit Franz zu bedenken, „aber eine wichtige Investition, um den jüngsten Bürgern in der Stadt Rodgau optimale Entwicklungschancen zu bieten.“

Quelle: Stadt Rodgau

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