Energiewechsel

Rodgau: Was darf’s denn heute sein?

Pressemeldung vom 27. September 2011, 16:52 Uhr

Essen dient in Kindertageseinrichtungen nicht nur zum satt werden

Für die kleine Leonie beginnt der Tag morgens um sieben im städtischen Kindergarten Nordring Jügesheim erst einmal mit einem ausgiebigem Frühstück. So wie Leonie verbringen viele Kinder wöchentlich bis zu fünfzig und monatlich bis zu zweihundert Stunden in der Kindertageseinrichtung. Bis zu sechzig Mahlzeiten nehmen die Kinder dort in einem Monat ein. Essen ist ein menschliches Grundbedürfnis – für viele Kinder findet es immer häufiger außerhalb ihrer Familien statt. Nicht zuletzt deshalb brauchen Kindertageseinrichtungen ein ausgeklügeltes Verpflegungskonzept.

Täglich werden in der Tagesstätte drei Mahlzeiten für die Kinder zubereitet. Was darf es heute sein? Zum Frühstück eine vielfältiges Frühstücksbuffett, zu Mittag ein ausgewogenes Mittagsmahl und am Nachmittag einen kleinen Imbiss? Die Erzieherinnen achten beim täglich frisch zubereiteten Frühstücksbuffett durch ein wechselndes Angebot bei den Zutaten darauf, Kindern eine große Vielfalt an Lebensmitteln anzubieten. Die tägliche Gestaltung von Essensituationen bedeutet für die Erzieherinnen weitaus mehr, als nur das kindliche Grundbedürfnis nach Nahrung zu befriedigen. Die Kinder erleben beim Essen eine Tischgemeinschaft, sie erfahren Tischkultur, sie kommen miteinander ins Gespräch, sie werden ermuntert und unterstützt sich selbstständig die Speisen zu nehmen, ihr Brot zu schmieren oder sich ein Getränk einzugießen. Beim Tischdecken und Tischabräumen lernen die Kinder nicht nur Haushaltspraxis sondern auch die praktische Anwendung von Mathematik: Wie viele Teller und Tassen werden heute benötigt? Und wohin kommen gleich nochmal Messer und Gabel? Bei der Zubereitung des Frühstücks ist die Kreativität der Erzieherinnen gefragt. Das Essen wird mit Kindern gemeinsam attraktiv gestaltet. Immer wieder werden neue Ideen eingebracht. Warum nicht mal ein Vollkornbrot mit einem Käsegesicht aus Gemüse verzieren? Oder ein zünftiges Handwerkerfrühstück? Erzieherin Jessica Utko berichtet, mit welchem Spaß und Engagement die Kinder bei einer gemeinsamen Frühstücksaktion ihre Rühreier selber braten. Hierbei kommt auch die gesundheitsbewußte Ernährungserziehung nicht zu kurz. Anna, fünf Jahre, berichtet bei einem gemütlichen Frühstück voller Überzeugung: „Kinder haben noch Milchzähne, weil sie oft Milch trinken. Erwachsene haben keine Milchzähne, weil sie oft Kaffee trinken“.

Quelle: Stadt Rodgau

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