Energiewechsel

Rüsselsheim: Die Busse sorgen für Druck beim Tanken

Pressemeldung vom 23. September 2009, 15:09 Uhr

Erdgas-Tankstelle der Stadtwerke ist nach Erneuerung noch schneller

Rüsselsheim. Gute Nachricht für alle Fahrer eines Erdgasautos: An den Zapfsäulen der Stadtwerke Rüsselsheim lässt sich nun deutlich schneller tanken – „und wir gehörten schon vorher zu denen, bei denen es flott vonstatten ging, weil die ganze Anlage auch auf das Betanken unserer Busse ausgelegt ist „, betont der Technische Leiter Matthias Schweitzer. Dass nun noch schneller getankt werden kann, ist der erneut verbesserten Technik zu verdanken, die das angelieferte Erdgas rascher von 30 Bar auf die zum Tanken notwendigen 250 Bar verdichtet.

Torsten Jung, Leiter Kundenbetreuung, verweist darauf, dass auch der Komfort erhöht wurde. Die Zapfpistole lässt sich nun mit einer Hand bedienen. Zudem können nun ein Auto und ein Bus an den beiden Zapfsäulen gleichzeitig betankt werden. „Möglich machen es unterschiedlich große Zapfhähne, die Signale aussenden, damit sich der Druckausgleich regulieren lässt“, erklärt Markus Oferath, der für Assetmanagement und -planung bei den Stadtwerken zuständig ist.

„Wir haben 300 000 Euro investiert, um die Erdgas-Tankstelle zu erneuern“, sagt Matthias Schweitzer. Die Modernisierung war nach mehr als zehn Betriebsjahren erforderlich, denn immer häufiger kam es zu Störungen. Wenn ein Verdichter ausfiel, war die gesamte Tankstelle betroffen. Davor sind die Stadtwerke und ihre Kunden nun gefeit, „denn die beiden Verdichter können mit der neuen Anlagensteuerung auch unabhängig von einander betrieben werden“.

Eine zusätzliche Ölkühlung in Verbindung mit einem Dachlüfter sorgt dafür, dass die Temperatur in der Betriebsanlage nicht zu sehr ansteigt. „Bei mehr als 30 Grad Außentemperatur gab es früher Probleme beim Verdichten des Erdgases“, erklärt Oferath. Auch Sicherheitsstandards und Schutzvorrichtungen wurden aktualisiert. So ist dank einer besseren Dämmung weniger vom Arbeitslärm der Verdichter zu hören.

Die Stadtwerke waren vor zwölf Jahren einer der ersten Betreiber einer Erdgas-Tankstelle gewesen – „damals eine Initialzündung für das Rhein-Main-Gebiet“, berichtet Matthias Schweitzer. Heute ist die Tankstelle, die auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke in der Walter-Flex-Straße 74 liegt, eine der größten in Hessen: Der Absatz beträgt 500 000 Kilogramm oder umgerechnet rund 800 000 Liter im Jahr.

Die Stadtwerke sind selbst ihr bester Kunde: 17 ihrer 26 Busse, mit denen sie täglich 12000 Fahrgäste transportieren, sind mit dem klimafreundlichen Erdgasantrieb ausgerüstet. Ein Erdgasfahrzeug belastet die Luft um bis zu 25 Prozent weniger mit Kohlendioxid als ein vergleichbarer Benziner. Zudem stoßen Erdgas-Fahrzeuge so gut wie kein Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Ruß und andere Partikelemissionen aus.

Rund 1500 Privat- und Gewerbekunden nutzen im Monat die Erdgas-Tankstelle der Stadtwerke, „die vor allem unsere großzügigen Öffnungszeiten zu schätzen wissen“, sagt Torsten Jung. Montags bis samstags von 5 bis 23 Uhr, sonn- und feiertags von 8 bis 23 Uhr ist die Zufahrt möglich. Gezahlt wird bequem per Eurocheck-Karte. „Gewerbetreibende haben die Möglichkeit, einen Vertrag abzuschließen und per Rechnung zu zahlen.“

„Der Erdgasantrieb schont neben der Umwelt auch die Ohren und den Geldbeutel“, erklärt Mattias Schweitzer. Die Verbrennung des Erdgases verursacht weniger Motorengeräusche als bei einem Benzin- oder Dieselmotor. Erdgasfahrzeuge, die nach dem 1. Juli 2009 zugelassen wurden, profitieren von der Reform der Kfz-Steuer und sind bis zu 89 Prozent günstiger als ein Diesel- oder Benzinauto. Wer Erdgas tankt, spart als Vielfahrer 30 Prozent Spritkosten gegenüber Diesel und sogar 50 Prozent gegenüber Benzin. Technik-Chef Matthias Schweitzer verweist darauf, dass Erdgas als Kraftstoff auf absehbare Zeit günstig bleibt: „Die Bundesregierung möchte durch eine Ermäßigung des Energiesteuersatzes bis zum Jahr 2018 die Markteinführung des Kraftstoffes und den Verkauf von Erdgasfahrzeugen fördern.“

Quelle: Stadt Rüsselsheim – Pressestelle

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