Energiewechsel

Rüsselsheim: Rüsselsheim erstrahlt in einem anderen Licht

Pressemeldung vom 26. August 2009, 13:04 Uhr

Stadtwerke tauschen Leuchten aus und ziehen erste Bilanz nach der Übernahme

Rüsselsheim. Matthias Schweitzer ist zufrieden: „Wir sind auf einem guten Weg, Rüsselsheim nach und nach in einem anderen Licht erstrahlen zu lassen.“ Diese Ankündigung der Stadtwerke wird nun als nächstes in der Lucas Cranach Straße umgesetzt. Von Montag, 31. August, an werden dort 38 Lichtpunkte – so werden die Straßenlaternen genannt – neue energieeffiziente Leuchten erhalten. „Das ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll“, erklärt der Technische Leiter Matthias Schweitzer.

Die Stadtwerke sind seit Anfang des Jahres für die 7600 Leuchtpunkte im öffentlichen Raum zuständig. Mit der „Stadtlicht Rhein-Main“ haben sie für diese Aufgabe eine Tochtergesellschaft gegründet. Der Beleuchtungsvertrag mit der Kommune ist zunächst auf 17 Jahre festgelegt. Die Stadtwerke haben die Straßenbeleuchtung vom Überlandwerk Groß-Gerau erworben.

„Wir werden in den nächsten Jahren rund 4000 Leuchten im Stadtgebiet austauschen“, steckt Schweitzer den Rahmen ab. Der Austausch erfolgt in Abstimmung mit der Stadt und in der Reihenfolge, in der die Laternen den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitstests unterzogen werden müssen.

Vor allem die 210-Watt-Natriumlampen werden, wie in der Lucas-Cranach-Straße, durch 90-Watt-Metalldampflampen ersetzt. „Bei gleicher Lichtleistung können wir dadurch den Stromverbrauch um 55 Prozent je Leuchte senken“, erläutert Eggbert Jockel, Leiter Netzmanagement. Davon profitiert die Umwelt: Wenn weniger Energie erzeugt werden muss, fallen weniger schädliche Emissionen an. Das langfristige Gesamtkonzept führt nach Angaben der Stadtwerke zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs durch die Straßenbeleuchtung um 31 Prozent.

„Bereits im ersten Jahr haben wir die Systemleistung der Beleuchtungsanlagen um 3,5 Prozent und den Energiebezug um vier Prozent reduziert“, informiert Matthias Schweitzer. Neue Leuchten installiert wurden bisher schon in der Frankfurter Straße, Mainzer Straße, Bensheimer Straße, Schiller-Straße und Paul-Hessemer-Straße.

Weniger Stromverbrauch bedeutet auch geringere Kosten. „Davon profitieren die Stadt und die Stadtwerke“, sagt Matthias Schweitzer. Der Leuchten-Tausch hat noch zwei Nebeneffekte. Die neuen Lampen bieten für das menschliche Auge ein angenehmeres Licht: „Es wirkt wärmer, ist in der Farbwiedergabe näher dem natürlichen Sonnlicht und in der Lichtlenkung günstiger“, erläutert Eggbert Jockel. Zum anderen wird die Vielzahl an unterschiedlichen Leuchtkörpern beendet und das Stadtbild vereinheitlicht. „In den Straßen haben wir bisher zehn verschiedene Leuchtentypen vorgefunden“, berichtet der Leiter Netzmanagement.

Die Stadtwerke testen derzeit auf ihrem Betriebsgelände LED-Lampen, denen, weil sie noch energieeffizienter sind, vermutlich die Zukunft gehört. „Doch auch wenn wir derzeit noch nicht auf die neuen LED-Lampen im öffentlichen Verkehrsraum setzen, reduzieren wir mit bereits etablierter moderner Technik den Energieverbrauch in der Straßenbeleuchtung deutlich“, sagt Matthias Schweitzer.

Die Stadtwerke und ihrer Tochter Stadtlicht Rhein-Main bedienen sich bei den Arbeiten eines Dienstleisters, der Stadtlicht GmbH aus Berlin. Binnen einer Woche soll der Austausch der Leuchten in der Lucas-Cranach-Straße erledigt sein. „Es ist das letzte Vorhaben dieser Art in diesem Jahr – damit haben wir, rechtzeitig bevor die dunklere Jahreszeit beginnt, unseren Plan voll erfüllt“, erklärt Schweitzer.

Quelle: Stadt Rüsselsheim – Pressestelle

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