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Rüsselsheim: Schöner, erster Kindergartentag

Pressemeldung vom 21. August 2009, 14:17 Uhr

Kinder werden nicht im Rathaus, sondern in
der Wunsch-Kita angemeldet

Rüsselsheim. Die kleine Jinane stapft ganz selbstbewusst die Treppe zum ersten Stock hinauf. Da oben, unter dem Dach des Hauses in der Mainzer Straße, befindet sich ihr Gruppenraum. Heute ist ihr erster Kindergarten-Tag. „Sie hat sich schon die ganze Nacht darauf gefreut“, berichtet ihre Mutter Fatima Simouh. Sie sitzt an einem der kleinen Tische auf einem Stühlchen und beobachtet das Kind. Jinane holt sich Kisten aus dem Regal und fängt sofort an zu spielen.

Sie scheint schon ganz vertraut mit der Einrichtung und mit der Leiterin Asja Linke zu sein, die in den ersten Tagen an der Seite der Kleinen bleiben wird, damit sie sich eingewöhnen kann. „So sieht der Idealfall aus“, erläutert Mario Klauer, als Fachdienstleiter in der Raunheimer Stadtverwaltung zuständig für die Kindertagesstätten. Der reibungslose Einstieg in den Kindergarten ist ein wichtiger Schwerpunkt im Bildungskonzept Raunheim, das die Stadtverordneten 2006 beschlossen haben.

Damit einher ging eine Änderung des Anmeldeverfahrens. Das ist kein reiner Verwaltungsakt im Rathaus mehr. „Statt dessen suchen sich die Eltern ihren Wunschkindergarten aus, vereinbaren einen Termin und gehen mit dem Kind direkt dorthin, um es anzumelden“, sagt Klauer. Wählen können sie zwischen sechs städtischen und zwei konfessionellen Kindergärten in der Stadt, die sich durch Öffnungszeiten, Angebote und Konzepte voneinander unterscheiden.

Mit drei Jahren hat ein Kind einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Und den bekommt nicht das Kind, das sich zuerst angemeldet hat, sondern die Auswahl erfolgt nach dem Geburtsdatum. „Eltern müssen ihr Kind also nicht schon anmelden, kaum das es auf der Welt ist“, beruhigt der Fachdienstleiter. Mit zwei Jahren ist es früh genug. Bis das Kind in den Kindergarten kommt, wird es dann bereits zu Festen oder Tagen der offenen Tür eingeladen, vielleicht auch schon zu einem Ausflug, an dem auch die Eltern teilnehmen.

„So hat das Kind schon einige Berührungspunkte, bevor es seinen ersten Tag im Kindergarten hat“, erläutert Klauer das Ziel dieser Einladungen. Die meisten Kinder kommen nach den Sommerferien, weil da die meisten Plätze frei werden, wenn die Älteren in die Schule kommen. Im April erhalten die Eltern, deren Schützling im Sommer in den Kindergarten kommt, eine Einladung zum Vertragsabschluss. Und auch da kommt das zukünftige Kindergartenkind schon mit.

Die Erzieherin wiederum lernt im Gespräch mit den Eltern das Kind kennen. Womit spielt es zu Hause am liebsten, was mag es gerne und wie können die Eltern ihr Kind auf den Kindergarten einstimmen? Zu einem letzten Vorbereitungsgespräch trifft sich die Erzieherin, die das Kind während der Eingewöhnung begleitet, mit der Familie dann zwei bis drei Wochen vor dem Kita-Start. Gemeinsam planen sie die ersten Tage, an denen ein Elternteil dabei bleiben soll.

Und mit dieser Vorbereitung sind dann zwar nicht alle Kinder gleich so aufgeweckt und selbständig wie Jinane, aber viele gehen positiv aufgeregt in ihren neuen Lebensabschnitt und schicken Mama oder Papa schon bald nach Hause.
Weitere Informationen zu den Kindergärten gibt es im Internet unter www.raunheim.de oder bei Mario Klauer unter der Rufnummer 926-439.

Quelle: Stadt Rüsselsheim – Pressestelle

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