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Seligenstadt: Bauamtsleiter Post geht in den Ruhestand

Pressemeldung vom 9. März 2017, 16:39 Uhr

Bauamtsleiter Rudolf Post geht nach 40 Arbeitsjahren im öffentlichen Dienst in den Ruhestand. Die Krönung seines Schaffens als Leiter des Bauamtes der Stadt Seligenstadt war der Abschluss der vier Jahrzehnte überdauernden Altstadtsanierung in seiner Heimatstadt. „Wir entlassen mit Rudolf Post einen hervorragenden Fachmann in den verdienten Ruhestand. Er hinterlässt ohne Frage eine schwer zu füllende Lücke und Spuren, die nicht verwischen. Ich danke Rudolf Post für seinen Einsatz im Interesse unserer Stadt, was ihm als gebürtiger Seligenstädter stets eine Herzensangelegenheit war und ist“, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Durch das Elternhaus geprägt galt seine Leidenschaft schon früh dem Bauhandwerk und der Architektur, hier im Speziellen historischen Gebäuden, allen voran dem Fachwerk. Rudolf Post hat seinen Beruf von der Pike auf gelernt. Beginnend mit einer Maurerlehre, fortgeführt mit einer auf dem zweiten Bildungsweg erworbenen Fachhochschulreife, um dann mit einem Architekturstudium an der FH Frankfurt sich weitere berufliche Möglichkeiten zu eröffnen.

Nach den schulischen und universitären Abschlüssen sowie dem Absolvieren eines 15- monatigen Wehrdienstes begann er 1978 als Technischer Angestellter bei der Bauaufsicht des Kreises Offenbach. Nach 12 Jahren nahm er Abschied als Bezirksleiter des Bezirks Offenbach Mitte und wurde mit dem 1. April 1990 Bauamtsleiter der Stadt Seligenstadt. Sein Amt umfasste damals die Abteilungen Bauverwaltung, Hoch- /Tiefbau, Stadtplanung, Altstadtsanierung und Denkmalpflege, Friedhofswesen und Grünflächen. Mehrmals wurde im Laufe seiner 27-jährigen Dienstzeit als Bauamtsleiter die Verwaltung umstrukturiert.

In dieser Zeit war er für diverse Fachbereiche als Amtsleiter verantwortlich. Unter anderem für:

Hochbauamt Instandhaltung, Um- und Neubaumaßnahmen bauliche Betreuung aller städtischen Gebäude und Kulturdenkmäler. In diesem Zuge betreute er federführend die Sanierung von städtischen Kulturdenkmälern u.a. die Stadttürme Mulaul und Steinheimer Torturm und die Musikschule.

Tiefbauamt Hier wurden umfangreiche Straßenneu- u. Umbaumaßnahmen geplant und durchgeführt z.B. Würzburger Straße/ Giselastraße/ zahlreiche Kreisverkehrsplätze/Steinheimer Straße.

Stadtplanung Ursprünglich gehörte die Stadtplanung in seinen Zuständigkeitsbereich. Bedingt durch seine Tätigkeit bei der Bauaufsicht war er sofort mit diesem Aufgabengebiet vertraut. In zahlreichen Bebauungsplänen hat er die Weiterentwicklung der Stadt vorangetrieben.

Das Thema Umgehungsstraße machte er zur „Chefsache“. Die Koordination mit Hessen Mobil vormals Hessisches Straßenbauamt/ Amt für Straßen- und Verkehrswesen lag ihm besonders am Herzen.

Altstadt Als gebürtiger Seligenstädter kennt er in der Altstadt alle Winkel und Gässchen. Rudolf Post hat das Lebenswerk seines Vaters, Ehrenbürger Hubert Post, weitergeführt. Für die Objektsanierungen im Altstadtbereich war er fachkundiger Ansprechpartner. Ein Meilenstein seines Schaffens war der Abschluss der Altstadtsanierung im Rahmen des Städtebauförderprogramms des Landes Hessens von 1972-2012.

Auch für Grünflächen, Spielplätze und Bürgerhäuser war er verantwortlich.

Rudolf Post hat gute Verbindungen zu übergeordneten Behörden aufgebaut. Hierzu gehörten insbesondere das Kreisbauamt in Dietzenbach, Hessen Mobil, das Regierungspräsidium in Darmstadt und der Planungsverband in Frankfurt. Für Seligenstadt besonders erfolgreich waren seine Kontakte den verschiedenen Ministerialbehörden, die für die Vergabe von GVFG-Mittel (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) zuständig waren. Im Laufe seiner Dienstzeit konnte er mehrere Millionen Euro für die Stadt sichern.

Als radelnder Bauamtsleiter wirkte er auch aktiv im RAD-Forum Rhein-Main des Planungsverbandes mit. Wichtige Impulse für den Radtourismus in Stadt und Kreis wurden entwickelt.

Im Amt schätzte er eine kollegiale Zusammenarbeit, ähnlich einem reibungslos ineinandergreifenden Uhrwerk. Er war der Meinung: „Nur so kann gute Arbeit geleistet werden.“

Quelle: Stadt Seligenstadt

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