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Seligenstadt: Jubiläumsvortrag spannte vor vollbesetzten Riesensaal geschichtlichen Bogen

Pressemeldung vom 24. Februar 2015, 12:04 Uhr

Auf die Seligenstädter ist Verlass – bei der Brauchtumspflege, beim Feiern und beim geschichtlichen Wissensdurst. Nahezu 300 Menschen strömten am Sonntagmorgen in den Riesensaal, um dem Vortrag „Vom römischen Kastell zur mittelalterlichen Reichsstadt“ von Professor Dr. Rainer Atzbach gebannt zu lauschen.

Der „Kenner und Freund Seligenstadts“, wie ihn Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams bezeichnete, spannte in seinen Ausführungen einen Bogen vom Seligenstadt der Römerzeit über die Ära Einhards bis zur mittelalterlichen Reichsstadt. Der international anerkannte Mittelalter- und Neuzeitarchäologe, der an der Universität Aarhus in Dänemark lehrt, schaffte es dabei die geschichtlichen Entwicklungen und Zusammenhänge so anschaulich und spannend zu schildern, dass alle interessierten Laien im Publikum voller Begeisterung mit ihm in die Geschichte Seligenstadts eintauchten. Da Professor Dr. Atzbach sich auch mit den unterirdischen Gegebenheiten Seligenstadt befasste, kam etwa zu Tage, dass an der Stelle der „Kommandozentrale“ der römischen Soldaten heute das Rathaus steht. Somit konnte er der anwesenden Rathauschefin augenzwinkernd attestieren, dass sie zwar auf römischen Überresten regiere, aber definitiv keine Leichen im Keller habe.

Fritz Haas, Vorsitzender des Förderkreises Historisches Seligenstadt, sprach von einem sehr gelungenen Vortrag, der für die meisten Anwesenden – wie auch für ihn selbst – Lücken geschlossen und interessante Neuigkeiten bereit gehabt hätte. Sein Verein war es, der den zweiten Vortrag im Jubiläumsjahr mit Übernahme einer Patenschaft die Veranstaltung ermöglichte.

Die Bürgermeisterin zeigte sich dankbar, dass die Stadt Seligenstadt bei dem bis Jahresende dauernden, abwechslungsreichen Jubiläumsprogramm auf eine aktive und interessierte Bürgerschaft, Geschäftswelt und ganz besonders auf ihre Vereine zählen kann.

„Bei durchaus vielen Gäste von Außerhalb, war der überwiegende Teil der Stuhlreihen mit Seligenstädter Bürgern besetzt. Die Veranstaltung hat dem Vernehmen nach sogar bereits am Vorabend in der Abendmesse für vollere Reihen als üblich gesorgt und entsprechend beim Hochamt am Vortragssonntag für leerere. Eines wurde einmal mehr deutlich, die Seligenstädter leben und lieben ihre Geschichte und damit machen sie sich selbst das größte Kompliment“, so Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams.

Das Ensemble der Kammerphilharmonie Seligenstadt, unter der Leitung von Cornelia Scholz und Mitwirkung des Regionalkantors Thomas Gabriel, begleitete die Veranstaltung bravourös. Nach der Veranstaltung hatten die Gäste Gelegenheit, ihren Bestand der Jubiläumsbriefmarke aufzufüllen oder an einer Jubiläumsthemenstadtführung teilzunehmen.

Quelle: Stadt Seligenstadt

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