Energiewechsel

Stadt Fulda: „Faires Fulda“ – eine Initiative der Lokalen Agenda Gruppe Fulda

Pressemeldung vom 10. Oktober 2012, 09:01 Uhr

Zukunft gestalten – fair handeln

Fulda. Die Faire Woche 2012 ist erfolgreich zu Ende gegangen und machte unter dem Motto „Zukunft gestalten. Fair handeln!“ darauf aufmerksam, wie faire Handelsalternativen zu besseren Zukunftsperspektiven für Menschen in ärmeren Ländern beitragen. Über 2.000 Aktionen bundesweit boten Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, den Fairen Handel kennenzulernen und sich vom guten Geschmack fair gehandelter Produkte zu überzeugen. Auch in Fulda waren die Mitglieder der Agenda-Arbeitsgruppe „faires Fulda“ aktiv und machten, wie schon in den vergangenen Jahren, mit verschiedenen Aktionen auf die Vorteile des fairen Handels aufmerksam.

Auf Einladung des Weltladens Fulda kamen Edith Villanueva, eine der Gründerinnen der honduranischen Frauenkooperative COMUCAP und Belkis Suyapa Sánchez, Kaffee-Bäuerin in zweiter Generation, nach Fulda und berichten vor Schülerinnen und Schülern der Eduard-Stieler-Schule sowie in der Lutherkirche vor einem interessierten Publikum über die Lebenssituation der Frauen in Honduras und die Arbeit der Kooperative.
Für die Kooperative ist es wichtig, dass sie einen Teil der Kaffeeernte aus einem der besten Anbaugebiete in Honduras über den Fairen Handel absetzen. Denn nur dieser garantiert feste Preise und eine langfristige Zusammenarbeit. Im Weltladen Fulda ist er unter dem Produktnamen „Elisabeth- Kaffee“ in feinster Hochland-Arabica Qualität, der nach ökologischen Kriterien angebaut wird, erhältlich.
COMUCAP arbeitet in Marcala (Honduras) für die Rechte der Frauen und unterstützt sie mit Bildungsprogrammen, Alphabetisierungskursen, Fortbildungen zu ökologischem Landbau, Gesundheitsprojekten oder Rechtsberatung. Angesichts der schwierigen Voraussetzungen von Armut, Besitzlosigkeit, Kindersterblichkeit, Analphabetismus haben sie seit 1993 viel erreicht.

Mit einem Aktionstag auf dem Borgiasplatz richtete sich die Agenda-Arbeitsgruppe „Faires Fulda“ an die Verbraucher/innen.

Der Weltladen Fulda, die Verbraucherzentrale Hessen-Beratungsstelle Fulda, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und das Kolpingwerk machten mit Informationsständen auf die Thematik aufmerksam. Die evangelische Luthergemeinde und die katholische Stadtpfarrei Fulda zeichneten für eine Ökumenische Andacht in der Stadtpfarrkirche verantwortlich. In der Andacht stand die Frage der Verteilungsgerechtigkeit und damit der Zukunftsgestaltung insbesondere der Menschen in den Süd-Ländern im Zentrum.

Von der Verbraucherzentrale wurde das Thema fair gehandelte Kleidung und organische Baumwolle aufgegriffen und insbesondere auch Schulklassen verdeutlicht. Der Fuldaer Weltladen präsentierte die mittlerweile große Breite des Fairhandelssortiments. Die KAB und das Kolpingwerk stellten ihre Kaffeeprojekte in Lateinamerika vor. Unter dem Jahresmotto der deutschen KAB „Klug kaufen“ konnten sich Interessierte informieren, welche Möglichkeiten es gibt, unter den Gesichtspunkten Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit den täglichen Einkauf zu gestalten. Viele Gespräche an den Ständen machten einmal mehr deutlich, dass der Gedanke des fairen Handels zwar schon bei vielen Mitmenschen in das Leben Einzug gehalten hat, aber dennoch ein großer Informationsbedarf besteht.

Faire Kaffeepause war voller Erfolg

Bei einer „fairen Kaffeepause“ hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Gelegenheit, sich vom Geschmack des fair gehandelten Kaffees zu überzeugen und gleichzeitig rund um das Thema zu informieren. Bereits zum dritten Mal wurde diese Aktion im Rahmen der fairen Woche von Auszubildenden der Stadtverwaltung organisiert und durchgeführt. „So haben wir allerhand selbst zu diesem Thema erfahren und konnten unser Wissen auch gleich weitergeben“, so das Fazit der Organisatoren.

Quelle: Stadt Fulda / Magistratspressestelle

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