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Stadt Rüsselsheim: „Kinderherzchen“ fehlt es an Kleidern und Mitstreitern

Pressemeldung vom 25. Februar 2013, 09:26 Uhr

Belegschaft und Unternehmensleitung der Stadtwerke spenden tausend Euro für die Kleiderkammer

An Babysachen ist die Kleiderkammer „Kinderherzchen“ in der Regel gut bestückt, „doch die Größen 80 bis 104 sind ein Riesenproblem, auch an Spielsachen fehlt es“, sagt Gitta Habicht. Sie ist eine der ehrenamtlichen Helferinnen in dieser Einrichtung, in der sich bedürftige Familien mit gut erhaltenen und zum Teil auch neuen Kleidern für ihre Kleinkinder eindecken können.

Angesichts der Lücken in den Regalen kommt eine Spende über tausend Euro gerade recht, die von Belegschaft und Unternehmensleitung der Stadtwerke Rüsselsheim kommt. „Mit diesem Geld können wir auf Basaren oder übers Internet gebrauchte Kleidung in den Größen kaufen, die fehlen“, freut sich Stefanie Regling, die ebenfalls in der Kleiderkammer engagiert ist. Das „Kinderherzchen“ wird vom Evangelischen Dekanat und dem Caritaszentrum getragen. Die Räume befinden sich im Anbau der Matthäusgemeinde am Böllenseeplatz 14.

Die Spende ans „Kinderherzchen“ geht auf die Initiative des Betriebsrats der Stadtwerke zurück. 500 Euro stehen ihm zur Verfügung, um den Mitarbeitern der Stadtwerke ein kleines Weihnachtsgeschenk zu kaufen. „Doch uns erscheint es sinnvoller dieses Geld an Menschen an jene weiter zu geben, die es nötiger haben“, erklärt der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Gerhard Degen. Die Unternehmensleitung findet das Vorhaben gut und verdoppelte den Betrag.

Die Stadtwerke spenden zum zweiten Mal ans „Kinderherzchen“. „Uns erscheint es sinnvoll, hier Kontinuität zu zeigen“, sagt Degen. Seit 2006 gibt es die Kleiderkammer, „doch der Bedarf lässt leider nicht nach“, berichtet Gitta Habicht. Die Besucher müssen nachweisen, dass sie bedürftig sind. In der Regel bekommen sie Hartz IV.

Für Habicht ist es ein Unding, dass viele der rund 90 regelmäßigen Besucher trotz 40 Stunden Erwerbsarbeit nicht genügend Geld für ihren Lebensunterhalt haben. „Da läuft etwas verkehrt im Staat.“ Das sieht Gerhard Degen ähnlich: „So wichtig es ist, dass Initiativen wie ,Kinderherzchen‘ die Not lindern, noch wichtiger ist es, die Ursachen für die Armut zu beseitigen.“

Das „Kinderherzchen“ hat noch eine weitere Sorge: ein Personalproblem. Da mehrere ehrenamtliche Helferinnen aufgrund persönlicher Umstände nicht mehr zur Verfügung stehen, müssen Stefanie Regling und ihre Kollegin Gitta Habicht die Kleiderkammer alleine stemmen. Von daher wünschen sie sich neue Mitstreiter, denen sie neben der interessanten Tätigkeit auch viele schöne Momente in Aussicht stellen. „Gerade wenn Kinder Spielsachen mitnehmen können und die Freude ganz groß ist, macht es besonders Spaß, sich zu engagieren – das nimmt man positiv mit nach Hause“, sagt Habicht.

Die Kleiderkammer hat geöffnet: 14-tägig in den ungeraden Kalenderwochen donnerstags von 9 bis 11 Uhr (nicht in den Schulferien), das nächste Mal am 28. Februar und 14. März. Gut erhaltene, saubere Kleider und sonstige Spenden (keine Stofftiere) können im Gemeindebüro abgegeben werden: montags 13 bis 16.30 Uhr, dienstags 10 bis 12 Uhr, mittwochs 9.30 bis 11.30 Uhr. Auskunft per Telefon gibt es unter 06142/63737. Geldspenden mit dem Verwendungszweck „Kinderherzchen“ sind willkommen auf dem Konto 93 13 206 bei der Volksbank Rüsselsheim (BLZ 50093000).

Quelle: Stadtwerke Rüsselsheim GmbH

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