Energiewechsel

Stadt Rüsselsheim: Weltwassertag: Für 700 Euro wird eine Illustration von Bengt Fosshag versteigert

Pressemeldung vom 23. März 2017, 13:54 Uhr

Es braucht nicht viel für ein menschenwürdiges Leben. Für 1400 Euro können fünf Familien in Tamugh (Kenia) eine ganzjährige Wasserversorgung bekommen: Lehmhäuser mit Wellblech werden gebaut (statt, wie dort zuvor üblich, mit Grasdächern), das Regenwasser aufgefangen und in Tanks geleitet. Es dient dann als Trinkwasser und zur Bewässerung eines Gemüsegartens. Bei einer Versteigerung, veranstaltet von den Stadtwerken Rüsselsheim und dem Lions Club Rüsselsheim Cosmopolitan anlässlich des Weltwassertags, kamen 1400 Euro zu Gunsten der „Hilfe für Tamugh“ zusammen. Den Zuschlag im Wettbieten um ein Bild des Rüsselsheimer Illustrators Bengt Fosshag bekam Joachim Walczuch. 700 Euro hatte der Geschäftsführer einer Immobilienmaklergesellschaft geboten. Der Betrag wird vom Lions Club verdoppelt, wie alle Spenden für dieses Hilfsprojekt, die Mitte Mai eingehen, kündigte deren Präsidentin Marianne Przybylski-Heczko an.

Moderiert wurde die Versteigerung im Gewächshaus des Rüsselsheimer Blumenhauses Gütlich von Jürgen Gelis, Unternehmenssprecher der Stadtwerke. Zuvor zeigte Ulrich Rein, der die Tamugh-Hilfe vor sieben Jahren mit seiner Familie gegründet hat, einen Film über eine Reise in das ostafrikanische Dorf. Rein ist für die Rüsselsheimer Stadtwerke einer von vier ehrenamtlichen Wasserbotschaftern, die für Leitungs- als Trinkwasser werben. Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer sagte: „Hier, in unserem Land, ist es selbstverständlich geworden, dass Wasser aus der Leitung immer, in höchster Qualität und ausreichender Menge zur Verfügung steht.“ Früher war dies nicht so, betonte Bengt Fosshag (Jahrgang 1940): Wo er aufgewachsen ist, habe man das Wasser noch aus Brunnen abschöpfen müssen. Daran erinnert Fosshags Bild mit dem Titel „Fitnessübung in alter Zeit“: Es zeigt eine Frau beim Tragen von Wassergefäßen.

Andernorts auf der Welt ist es schwieriger, an das lebenswichtige Nass zu kommen. Reins Film führte dies eindrucksvoll vor Augen. In der abgelegenen Region Tamugh gibt es, wie der Ingenieur berichtete, so gut wie kein Oberflächenwasser. Die Menschen müssen Erdlöcher graben und das sich darin sammelnde Grundwasser abschöpfen. Das Trinken dieser keimbelasteten Brühe kann lebensbedrohliche Krankheiten wie Typhus zur Folge haben. Mittlerweile hat ein Drittel der Familien in Tamugh eine eigene Regenwasserversorgung. Binnen zwölf Monaten, so Reins Ziel, sollen alle Dorfbewohner versorgt sein.

Außerdem werde das Dorf mit Quellwasser versorgt, das mittels einer Mauer aufgestaut und einem zwei Kilometer langen Rohr abgeleitet werde. Auch Schulbildung für Kinder mittelloser Familien gehöre zum Hilfsprogramm. Ziel ist es, 100.000 Euro zusammen zu bekommen – damit diese durch den Lionsclub auf 200.000 Euro verdoppelt werden.

Konto des Fördervereins Lions Club Rüsselsheim Cosmopolitan bei der Rüsselsheimer Volksbank, IBAN DE36 5009 3000 0021 8916 06, Verwendungszweck Tamugh Hilfsprojekt. www.stadtwerke-ruesselsheim.de/wasserbotschafter www.afrikahilfe-tamugh.de

Quelle: Stadtwerke Rüsselsheim GmbH

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