Energiewechsel

Stadt Rüsselsheim: Zwei Busse, die auch zählen können

Pressemeldung vom 20. April 2017, 16:27 Uhr

„Die automatische Zählung der Fahrgäste in unseren Bussen hat sich bewährt“, zu diesem Ergebnis kommt Hans-Peter Scheerer, Geschäftsführer der Stadtwerke Rüsselsheim, nachdem die Langzeiterprobung des neuen Systems abgeschlossen ist. „Wie viele Fahrgäste einen Bus benutzen, wurde früher von Hilfskräften durch Zählung mit Strichlisten ermittelt“, erklärt Reinhard Blüm, Leiter des Verkehrsbetriebs bei den Stadtwerken. Der technische Fortschritt hat automatische Systeme zur Ermittlung der Fahrgastzahl auch in die Busse in Rüsselsheim am Main gebracht.

Die Fahrgastzählung wird nicht für die Abrechnung der Fahrscheine benötigt, dafür sind die Bordrechner der Busse verantwortlich. „Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit einzelner Linien und der Auswirkungen von Fahrplanveränderungen sind die Verkehrsbetriebe auf die Anzahl der Fahrgäste angewiesen, die an einer Haltestelle ein- oder aussteigen“, sagt Reinhard Blüm. In der Vergangenheit konnten aufgrund des großen Aufwands bei der manuellen Zählung lediglich kurze Zeiträume beobachtet werden. Zwischen den Zählungen vergingen Monate oder Jahre, für die keine Daten vorlagen. Nun können auch kurzfristige Entwicklungen erfasst werden.

„Die Auswertung von einfachen und anonym erfassten Fahrgastzahlen hilft enorm, den öffentlichen Personennahverkehr auf eine tatsächlich nachgefragte Leistung hin zu optimieren“, streicht Hans-Peter Scheerer den wichtigsten Vorteil heraus. Sinn solcher Untersuchungen ist es einerseits, den Auslastungsgrad der jeweiligen Linienfahrt zu erfassen, andererseits aber auch, optimale Fahrzeiten zwischen Start und Ziel sowie den dazwischenliegenden Haltepunkten zu bestimmen.

Die moderne Fahrgastzählung funktioniert über Sensoren, die am Fahrzeug oberhalb der Türen installiert sind und von dort auf den Türbereich herabschauen. Dabei wäre es sogar möglich, zwischen Menschen, Tieren oder Gegenständen, zum Beispiel einem Fahrrad, zu unterscheiden „Doch wir sehen keine Notwendigkeit für diese Unterscheidung“, meint Hans-Peter Scheerer.

Damit aus der Anzahl der Fahrgäste verwertbare Daten werden, müssen sie mit anderen Informationen verknüpft werden wie der Liniennummer, der Uhrzeit, der Haltestelle sowie dem hinterlegten Fahr- und Umlaufplan, berichtet Reinhard Blüm. Derzeit sind beim Verkehrsbetrieb der Stadtwerke zwei Omnibusse mit den Sensoren ausgestattet. Die Fahrzeuge werden auf alle Linien verteilt eingesetzt. Damit werden im Laufe der Zeit sämtliche Linienwege statistisch ausreichend sicher abgedeckt.

Wer mehr zur Fahrgastzählung, insbesondere der technischen Umsetzung, wissen möchte, kann dazu einen Beitrag von Reinhard Blüm auf www.werkbuch-online.de lesen. Auf diesem Internetblog möchten die Stadtwerke Rüsselsheim praxisnah und verständlich über Themen der Energieeffizienz und Digitalisierung informieren.

Quelle: Stadtwerke Rüsselsheim GmbH

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