Energiewechsel

Werra-Meißner-Kreis: Beiträge zur „Energiewende Nordhessen“

Pressemeldung vom 20. September 2016, 13:10 Uhr

Am Freitag den 2. September lud der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann gemeinsam mit dem Institut dezentrale Energietechnologien (IdE) zur Strategiewerkstatt „Beiträge des Werra-Meißner-Kreises zur Energiewende Nordhessen“ ein. Anlass der Veranstaltung war das Vorhaben des Kreises, eine aktive Rolle als Gestalter in der regionalen Energiewende einzunehmen. Dabei standen der aktuelle Stand und künftige Entwicklungsmöglichkeiten im Landkreis zur Diskussion.

In den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung in Eschwege-Oberhone tauschten über 20 Akteure aus dem Landkreis – vom nördlich gelegenen Witzenhausen bis hin zum südlichen Herleshausen – ihre Auffassungen und Ideen aus. Neben Vertretern der Kreisverwaltung nahmen u.a. Bürgermeisterin Angela Fischer (Witzenhausen), Bürgermeister Reiner Adam (Waldkappel) und Bürgermeister Burkhard Scheld (Herleshausen) sowie Kommunalpolitiker, Ingenieure, Wissenschaftler sowie VertreterInnen der Bürgerenergie Werra-Meißner und lokaler Energieversorgungsunternehmen teil. Ebenfalls vertreten war Volker Wasgindt, Geschäftsführer der cdw-Stiftung aus Kassel, der die Energiewende in Nordhessen ebenfalls als einen zentralen Schwerpunkt seiner Stiftung sieht und das Projekt finanziell unterstützt.

In die Veranstaltung führte der Dr. Wallmann ein, indem er daran erinnerte, „dass der Klimawandel wissenschaftlich belegt und der Klimaschutz im alltäglichen Handeln nicht in Vergessenheit geraten darf, wenn wir unsere Lebensgrundlage auch für nachkommende Generationen erhalten wollen“. Dr. Peter Moser vom IdE moderierte die Veranstaltung, in der sich rasch eine lebhafte Diskussion über die aktuelle Lage zur Energiewende im Landkreis entwickelte.

In der Diskussion wurde deutlich, dass im Werra-Meißner-Kreis eine hohe Bandbreite an Aktivitäten bereits umgesetzt wird, beispielsweise um den Energiebedarf in Privathaushalten und den Liegenschaften des Kreises zu senken, die Wärmewende auf Basis heimischer Energieträger auszubauen und das Bewusstsein der Menschen für die Notwendigkeit von Klimaschutz und Energiewende in den verschiedenen Altersstufen zu stärken. Der Einsatz von LED-Lampen in der Straßenbeleuchtung wurde in vielen Kommunen bereits vollzogen und durch das Modellprojekt „Energetische Quartierssanierung“ steht die Sanierung von öffentlichen und privaten Gebäuden in mehreren Kommunen des Kreises in naher Zukunft bevor.

Auch im Bereich der Elektro-Mobilität sind erste Schritte erfolgt: In Zusammenarbeit mit lokalen Energieversorgungsunternehmen und Verkehrsdienstleistern haben mehrere Kommunen bereits die Nutzung von elektrischen Autos im städtischen Fuhrpark ausprobiert und auch z.T. etabliert. Das Angebot von Ladestationen für Elektrofahrzeuge an Haltestellen des Nahverkehrs, der Aufbau eines kreisweiten Netzes für E-Bike-Tankstellen, der Ausbau des Radwegnetzes, das Modellprojekt „Mobilfalt“ sowie Carsharingprojekte tragen bereits zu einer emissionsärmeren Mobilität im Kreis bei.

Es wurde jedoch auch deutlich, dass noch viele Schritte für eine konsequente und erfolgreiche Energiewende erforderlich sind. „Zur Teilnahme aufgefordert sind dabei alle Menschen, sowohl in Privathaushalten als auch in Gewerbebetrieben und kommunalen Einrichtungen – jeder mit seinen Möglichkeiten in seinem Bereich“, führt Dr. Wallmann aus.

Die Erkenntnisse der Strategiewerkstatt dienen als Grundlage, um einerseits den Fahrplan der Energiewende im Werra-Meißner-Kreis abzustimmen und weiterzuentwickeln sowie andererseits, um die überregionale Vernetzung auf Nordhessenebene zu gestalten.

Quelle: Werra-Meißner-Kreis / Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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