Energiewechsel

Werra-Meißner-Kreis: Kein chemischer Pflanzenschutz in Schulen und Verwaltungsgebäuden

Pressemeldung vom 16. September 2016, 15:18 Uhr

„Auf den Grundstücken der 38 Schulen und 6 Verwaltungsgebäude des Werra-Meißner-Kreises werden keine chemischen Pflanzenschutzmittel und insbesondere kein Glyphosat eingesetzt“, berichtet der Erste Kreisbeigeordnete und für das Gebäudemanagement zuständige Dezernent Dr. Rainer Wallmann. „Falls erforderlich, regulieren wir ggf. auftretenden unerwünschten Pflanzenaufwuchs entweder mechanisch mit Hacken und Schneidgeräten oder thermisch mit Abflammgeräten“, so Wallmann weiter.

Glyphosat ist ein so genanntes Totalherbizid, welches den gesamten Pflanzenbewuchs einer Fläche abtötet und nach Einschätzung der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ für Menschen bezeichnet wird. Das Umweltbundesamt warnt außerdem vor gravierenden Auswirkungen von Glyphosat auf die Artenvielfalt.

Im Gegensatz dazu stuft das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Glyphosat als „wahrscheinlich nicht krebserregend“ ein. Nachdem sich die Mitgliedstaaten auf Grund der widersprüchlichen Bewertungen nicht einigen konnten, hat die Europäische Kommission die Zulassung von Glyphosat im Juni 2016 bis Ende 2017 verlängert und die Europäische Chemie-Agentur ECHA mit einer Bewertung beauftragt.

Quelle: Werra-Meißner-Kreis / Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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