Energiewechsel

Werra-Meißner-Kreis: Windvorrangflächen im Werra-Meißner-Kreis

Pressemeldung vom 1. September 2016, 13:51 Uhr

Am 29.08.2016 hat der Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung des Regierungsbezirks Kassel einen Genehmigungsentwurf für den Teilregionalplan Energie beschlossen. Dabei wurden die Windvorrangflächen im Werra-Meißner-Kreis von 24 auf 17 bzw. um 417 Hektar reduziert, da die Standorte nach Auffassung des Ausschusses mit dem Trinkwasserschutz bzw. dem Vogelschutz nicht vereinbar sind.

Es verbleiben damit im Werra-Meißner-Kreis 1.415 ha als Wind-Vorrangflächen, die ca. 1,4 % der Kreisfläche des Werra-Meißner-Kreises entsprechen. Das hessenweite Ziel von 2 % Windvorrangflächen wurde damit im Werra-Meißner-Kreis unterschritten.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent im Werra-Meißner-Kreis, Dr. Rainer Wallmann, lobt das vom RP Kassel durchgeführte Verfahren zur Ausweisung von Wind-Vorrangflächen im Rahmen der Erstellung des Teilregionalplans Energie. „In einem aufwendigen und vielseitig ausgerichteten Verfahren mit umfangreicher Öffentlichkeitsbeteiligung wurden die relevanten Kriterien zur Bewertung potenzieller Beeinträchtigungen durch Windkraftanlagen an den verschiedenen Standorten sehr intensiv geprüft und abgewogen. Dabei wurden sehr viele Standorte mit fachlichen Begründungen verworfen, so dass letztlich auf über 98 % der Kreisfläche zukünftig keine Windräder stehen dürfen“, so Wallmann.

Die dringend erforderliche Umsetzung der Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele sind jedoch ohne Windkraft nach derzeitigem Stand nicht möglich. „Daher ist es positiv zu bewerten, dass der Genehmigungsentwurf auch im Werra-Meißner-Kreis ausreichend Fläche für Windkraftanlagen zur dezentralen Energieversorgung vorsieht“, führt Dr. Wallmann weiter aus. Neben den bereits in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen in Sontra und Hessisch-Lichtenau sind weitere Anlagen bereits im Gutsbezirk Kaufunger Wald und in Witzenhausen im Bau bzw. genehmigt. Diese Flächen sind alle auch als Vorrangflächen im Genehmigungsentwurf des RP enthalten.

Der in der Region erzeugt Strom wird nach Einschätzung der Netzbetreiber voraussichtlich sehr weitgehend in Nordhessen und Südniedersachsen verbraucht werden. Ggf. auftretender Überschussstrom wird in die Übertragungs-Stromnetze geleitet und überregional verwertet, so wie die Versorgung unserer Region auch über diese Netze erfolgt, wenn vor Ort nicht genug eigener Strom erzeugt wird. Abschaltungen der Anlagen wegen Stromüberschuss sind nach derzeitiger Einschätzung eher unwahrscheinlich, da insbesondere die Oberzentren Kassel und Göttingen sehr hohe Strombedarfe haben.

Quelle: Werra-Meißner-Kreis / Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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