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Wetteraukreis: Arnold – Wir müssen Kräfte bündeln und gemeinsam Chance nutzen! – Gipfeltreffen der Landräte auf dem Hoherodskopf

Pressemeldung vom 31. August 2009, 15:17 Uhr

Wetteraukreis. Den Tourismus in der Wetterau und im Vogelsberg weiter voran zu bringen, ist dass erklärte gemeinsame Ziel der beiden Landräte Joachim Arnold und Rudolf Marx. Beim „Gipfeltreffen“ auf dem Hoherodskopf haben beide ihren festen Willen betont, dieses Ziel stets im Auge zu behalten.

„Wir müssen Kräfte bündeln, Chancen nutzen und Win-Win Situationen schaffen. Zusammen können wir Wetterau und Vogelsberg besser und erfolgreicher touristisch erschließen und vermarkten“, ist sich Landrat Arnold sicher. „Wetterau und Vogelsberg haben eine große Schnittmenge, gemeinsame Interessen und gemeinsame Entwicklungspotenziale, die es zu erschließen gilt. Eine ganze Reihe exzellenter Angebote sind schon vorhanden. Sie gilt es zusammen zu führen damit sie ihre Strahlkraft verstärken.“ Das ist die zentrale Botschaft und die gute Nachricht, die der Wetterauer Landrat als Fazit nach dem Gipfelgespräch mit in die Wetterau nimmt.

Leider ist aber auch festzustellen, dass bisher die Potenziale von den Einheimischen eher gering geschätzt werden und die Angebote sind nur mäßig vernetzt sind. „Dass dies anders und vor allem besser werden muss, daran gilt es in der nächsten Zeit verstärkt zu arbeiten“, so Arnold. Dieses Dilemma werde ihm immer wieder bei Besuchen in Gastwirtschaften, Beherbergungsbetrieben und aber auch in öffentlichen Gebäuden deutlich vor Augen geführt. Beim Gang durch die Häuser gibt es meist wunderhübsche Bilder oder gar Gemälde zu bewundern. Doch sind es nicht die herrlichen Naturaufnahmen und neugierig machenden Portraits der einladenden historischen Innenstädte von Wetterau und Vogelsberg, die die Gäste zu sehen bekommen, sondern zum Beispiel Bilder aus der Südsee. „Man lebt in einer der schönsten Kulturlandschaften Deutschlands, will nicht nur die heimische Bevölkerung, sondern auch Touristen dafür interessieren und insbesondere die Menschen der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur Entdeckung unserer Heimat locken, animiert sie aber selbst, von fernen Palmenstränden zu träumen.“, beklagt Arnold. So würden leichtfertig und ohne größeren Kostenaufwand nutzbare Chancen vertan. Es fehle zudem an der nach außen kommunizierte Stolz der Bevölkerung mit den Schätzen der gemeinsamen Region. „Ein unzureichendes Tourismusbewusstsein äußert sich derzeit noch in der fehlenden breiten Wertschätzung der eigenen Potenziale“, stellt Landrat Arnold dazu ergänzend fest.
Region mit hohen Erlebnispotenzialen
Bei der touristischen Erschließung muss es Leitthemen geben. Diese müssen verknüpft werden und insbesondere die Erlebnispotenziale der Geotope, der Innenstädte und der archäologischen Highlights erhöht werden: als Bildungserlebnis, als ästhetisches Erlebnis, als mythologisches Erlebnis und vor allem als Aktivitätserlebnis. Beide Landräte sind sich einig darüber, dass der Faktor Tourismus nur dann eine spürbare Wertschöpfung für die Menschen in der Region schaffen kann, wenn die bisher isolierten Angebote zusammengefasst und durch ihre Bündelung auf dem Markt als hoch attraktiv deutlich erkennbar werden. „Das geht aber nicht ohne die Identifikation aller privaten und öffentlichen Akteure. Identität stiftende regionale Feste und informative Veranstaltungen sind besonders geeignet um Menschen zum Mitmachen, Mitbewegen und Mitgewinnen zu begeistern. Am Ende steht dann mehr Gemeinsames, mehr Verbindendes, mehr Berichtenswertes. Nur so werden Emotionen weckt, Begeisterung erzeugt von der alle einen Mehrwert haben“, so Arnold.
Neben dem Europaprojekt „Keltenwelt am Glauberg“ könnte ein „Vulkaneum“ und die Weiterentwicklung des Naturparks zu einem zertifizierten „Geo- und Naturpark“ eine weitere Attraktionen zur Erschließung des Tourismus werden. Der Wetterauer Landrat spricht sich klar für den Hoherodskopf als Standort für das angedachte Vulkaneum aus. „Das Vulkaneum gehört auf den Hoherodskopf, wie der Keltenfürst auf den Glauberg“, so Arnold. Der Hoherodskopf sei „das Symbol“ für den Vogelsberg. Er ist überregional bekannt, bereits der zentrale Knotenpunkt und verfüge bereits über notwendige Infrastruktureinrichtungen, wie genügen Parkplätze. „Der Vogelsberg als größtes Vulkangebiet Mitteleuropas ist ein Pfund und die KulturLandschaft Wetterau hierfür das Tor in die Metropolregion FrankfurtRheinMain mit den Millionen an potentiellen Erholungssuchenden. Es gilt nun gemeinsam befördernde Prozesse zu organisieren und zusammen die Chancen besser zu nutzen“, so Arnold und erläutert weiter, dass es dazu auch klare Hinweise darauf bedarf, was es andernorts in der Wetterau und im Vogelsberg zu sehen und zu erleben gibt. Nach dem Motto: „Was Sie hier nicht sehen und erleben können, finden Sie an jener Stelle. Was hier theoretisch an Schautafeln zu sehen ist, können Sie dort in Natura erleben.“, so Landrat Arnold abschließend.
Quelle: Stadt Wetteraukreis – Pressestelle

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