Energiewechsel

Wetteraukreis: Barrierefrei um Ortenberg

Pressemeldung vom 12. Oktober 2012, 10:07 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Wandern ist gesund und macht Spaß, es kostet nichts und man lernt seine Heimat kennen. Wandern ist für jedes Alter der richtige Sport von Jung bis Alt. Ältere Menschen haben freilich etwas andere Wandervorstellungen und Bedürfnisse, deshalb werden wir in Zukunft einige Wanderungen „barrierefrei“ vorstellen, die besonders für ältere Menschen geeignet sind.

Die Wanderungen sind nicht ganz so lang. Wir versuchen aber sie so auszugestalten, dass sie auch verlängert werden können. Der Erlebnis-Charakter soll der gleiche bleiben.

Wichtig vor allem ist, dass Wandern besonders für Senioren gut ist, um sich fit zu halten. Es stärkt das Immunsystem und beugt Stoffwechselkrankheiten vor, wirkt Risikofaktoren wie Übergewicht und Diabetes entgegen, selbst chronische Gelenkbeschwerden können positiv beeinflusst werden. Wandern mobilisiert den Stoffwechsel und die Muskulatur. Es verbessert die Hirndurchblutung und kann dadurch Altersdemenz vorbeugen.

Wer sich als Senior auf Wanderschaft begibt, sollte auch bei kleineren Wanderungen einen Rucksack mit sich führen. Wasser, etwas zu essen, vielleicht etwas Obst, eine Jacke, eine Mütze, einen Regenschirm, Traubenzucker für die schnelle Energiezufuhr und ein Handy sollten im Rucksack nicht fehlen.

Weglänge: 4,5 Kilometer (lange Variante zehn Kilometer)

Reine Gehzeit: 1,5 Stunden mit Rollstuhl oder Rollater etwas länger. Der Weg ist barrierefrei!
Anfahrt: Die Anfahrt erfolgt über die Bundesstraße 275.
Parkplatz: Parken kann man am Marktplatz.

ÖPNV-Verbindungen: Linie 3 der Verkehrsgesellschaft Oberhessen oder die Linien 20 und 22 aus Büdingen und Stockheim.
Startpunkt: Unsere heutige Wanderung beginnt am Rathaus in Ortenberg.

Vom Parkplatz oder der Bushaltestelle überqueren wir an der Ampel die Bundesstraße 275 und stehen vor dem 1926 erbauten Rathaus, einst das Postamt (1). Wir gehen jetzt ein kleines Stück auf dem Bürgersteig in Richtung Lauterbach, überqueren das Flüsschen Nidder, das am Rande der Herchenhainer Höhe im Vogelsberg entspringt, um beim Bad Vilbeler Stadtteil Gronau nach knapp 70 Kilometern in die Nidda zu münden.

Gleich hinter der Brücke bietet sich eine erste Pause an, hier lädt ein nettes Cafe zur Rast ein. Wir gehen nach links (2) und stoßen auf den Vulkanradweg einer der beliebtesten hessischen Radwege, auf dem sich ganz bequem vom Vogelsberg bis an den Main radeln lässt. Der Radweg ist insbesondere in den Ferienzeiten und an den Wochenenden stark frequentiert, für Wanderungen ist er dann weniger geeignet. Außerhalb der Saison ist es aber ein ruhiger und höchst bequemer Weg.

Wir laufen jetzt durch eine Kleingartenanlage, es sind die Gärten der Ortenberger Altstadtbewohner die hier ihr Gemüse anbauen. Wir folgen dem Vulkanradweg, der uns zur Nidder führt, die uns jetzt ein kleines Stück begleitet. An der zweiten Brücke, mit dem hölzernen Geländer, verlassen wir den Vulkanradweg und gehen nach rechts (3).

Nach wenigen Metern sehen wir rechter Hand einen Minigolfplatz. Wer jetzt den Schläger schwingen will, hat dazu Gelegenheit. Hinter dem Minigolfplatz sehen wir das Ortenberger Freibad. Rechts am Horizont in Richtung Nordosten können wir den Ortenberger Stadtteil Eckartsborn mit dem Unter-, dem Mittel- und dem Ober-Dorf erkennen.

An der Straße gehen wir nach links in Richtung Wippenbach. Rechts sehen wir das Haus Europa, ein modernes Altenzentrum. Hinter dem „Hotel Rotlipp“, wo man ebenfalls sehr gut einkehren kann, wenden wir uns nach links, wieder in Richtung Nidder (4). Bevor wir an den Fluss kommen, gehen wir an der Kreuzung nach rechts und dann immer geradeaus, bis wir auf die „Neumühle“ stoßen. Ganz neu ist die Mühle freilich nicht, sie erhielt ihren Namen Ende des 17. Jahrhunderts als Nachfolgemühle der „Klostermühle“ des Klosters Konradsdorf.

In der Neumühle war für einige Jahre eine nette Wirtschaft untergebracht, es ist zu hoffen, dass sie alsbald wieder ihre Pforten öffnet. Aber auch wenn die Gastronomie hier geschlossen hat, lädt der Platz zum Rasten ein. Nach einem Stauwehr sprudelt die Nidder quirlig an uns vorbei. Mit etwas Glück kann man hier Bachforellen und Elritzen beobachten. Die Fischrampe am Wehr der Neumühle gibt den Wasserlebewesen die Möglichkeit zum Wandern.

Wir umrunden die Neumühle (5), überqueren den Fluß und gehen gleich hinter der Brücke links und laufen jetzt flussaufwärts. Rechts passieren wir jetzt eine schöne Wiese, dahinter ein Teil des Ortenberger Waldes, von dem allein die Stadt 850 Hektar bewirtschaftet.

Wir überqueren die Nidder an einer kleinen Brücke nach links und kommen jetzt an den Ortenberger Angelteich (6), der noch auf einen passenden Namen wartet. Der von Schwänen bewohnte Teich ist von Bänken umgeben und lädt zum Rasten ein. Hinter dem Teich nehmen wir die erste Abzweigung nach rechts und gehen über die Brücke mit dem Holzgeländer, abermals über die Nidder (7). Wir stoßen auf die Straße und gehen nach links, entlang der Hauptstraße, und kommen bald wieder nach Ortenberg.

Vorbei an einem Einkaufszentrum, in dem es ebenfalls Einkehrmöglichkeiten gibt, sind wir in wenigen Minuten zurück an unserem Ausgangspunkt. Wer jetzt noch Zeit und Energie hat, der sollte unbedingt einen Abstecher in die Ortenberger Altstadt machen – die Stadtbefestigung und das Schloss laden zur Besichtigung ein.

Seit dem 13. Jahrhundert wird in Ortenberg das größte Volksfest Oberhessens stets Ende Oktober gefeiert. Über 400 Krammarkt-Stände warten am Kalten Markt auf die Besucher

Verlängerte Variante (nicht barrierefrei)

die Wanderung lässt sich nach Süden ohne weiteres verlängern (dann aber nicht mehr barrierefrei), etwa in dem man bis zur Klosterruine Konradsdorf wandert und vor dort aus vorbei an der Gesamtschule auf die Bonifatiusroute stößt. Hier geht es dann wieder zurück in Richtung Nordosten. Kurz bevor wir an die Landesstrasse kommen, gehen wir den Feldweg nach rechts und kommen über Wippenbach und die Straßen „Im alten Hof“, „Im Unterdorf“, „Ortenberger Strasse“ und „Wippenbacher Strasse“ zurück zur ersten Nidderbrücke und bald zum Marktplatz in Ortenberg (Wanderlänge dann knapp zehn Kilometer)

Quelle: Wetteraukreis / Kommunikation und Gremienservice

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