Energiewechsel

Wetteraukreis: Bester Jahresabschluss aller Zeiten

Pressemeldung vom 19. Januar 2017, 15:35 Uhr

Landrat Arnold legt den geprüften und testierten Jahresabschluss 2015 dem Kreistag am 8. Februar zur finalen Beschlussfassung vor. „Der erarbeitete Überschuss von 19,8 Millionen Euro stellt das beste Ergebnis aller Zeiten in der Geschichte des Landkreises dar. Die deutlichen Ergebnisverbesserungen der letzten Jahre wurden noch einmal getoppt. Der Tanker Wetteraukreis ist finanziell stabil in rauer See unterwegs“, bilanziert Landrat Joachim Arnold das Resultat der überaus erfolgreichen Konsolidierungsanstrengungen auf Kreisebene.

Die zweite damit verbundene gute Nachricht lautet: Der Konsolidierungsvertrag mit dem Land ist seitens des Wetteraukreises vollständig erfüllt und endet. Dies ist der Fall, weil die Ergebnisrechnung im dritten aufeinanderfolgenden Jahr ein positives ordentliches Ergebnis ausweist. „Diese vertragliche Verpflichtung hat der Wetteraukreis mit dem jetzt vorliegenden Jahresabschluss 2015 ebenfalls erfüllt. Damit haben wir uns größere Gestaltungsspielräume für die künftigen Jahre erarbeitet“, resümiert Landrat Arnold.

Wirtschaftsunternehmen Wetteraukreis

„Im Vergleich zu vielen Wirtschaftsunternehmen der Privatwirtschaft steht der Wetteraukreis blendend da. 350 Millionen Euro Verbindlichkeiten stehen ein weit höheres Anlagevermögen von rund 650 Millionen Euro, Eigenkapital von rund 160 Millionen Euro und eine permanente Liquidität von 10 Millionen Euro gegenüber“, analysiert Landrat Arnold die finanzielle Situation des Kreises.

Bei einem Jahresvolumen von rund 350 Millionen Euro im Ertrag entspricht der Wetteraukreis einem großen mittelständischen Unternehmen. Die größte und wichtigste Einnahmequelle davon stellt das Plus beim Finanzausgleich dar. Wie hoch er für den Wetteraukreis ist, hängt von den allgemeinen Steuereinnahmen ab. „Dank der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in der Wetterau mit florierendem Gewerbe und nahezu Vollbeschäftigung konnte der Kreis hier einen Überschuss von 180 Millionen Euro erzielen“, so Arnold. Hinzu kommen 30 Millionen Transferzahlungen im Sozialbereich von staatlicher Seite.

Auf der Ausgabenseite schlugen – wie bei der Aufstellung des Haushaltsplanes damals nicht zu erwarten war – die deutlich gestiegenen Flüchtlingszahlen zu Buche. Diesen standen jedoch Erstattungen durch Bund und Land gegenüber. Höhere Energiepreise haben den Sachaufwand belastet. „Hilfreich waren hingegen auf der Aufwandseite der Altschuldenabbau in den letzten Jahren und das historisch niedrige Zinsniveau. Ein Anziehen der Zinsen ist ein latenter Risikofaktor. Ein Drittel unserer Kassenkredite sind kurzfristig gebunden. Veränderungen in diesem Portfoliobereich sind eben keine Peanuts“, hat Arnold die damit verbundenen Chancen und Risiken fest im Blick. „Wir nutzen selbstverständlich aktiv die aktuelle Niedrigzinsphase für längerfristige Festschreibungen und betreiben so Zukunftsvorsorge. Im Vordergrund steht jedoch selbstverständlich der weitere Schuldenabbau“, erläutert Landrat Arnold die klare Marschrichtung.

Uneingeschränktes Prüfungstestat erteilt

„Der Jahresabschluss 2015 wurde termingerecht aufgestellt. Wir haben den Jahresabschluss 2015 sorgfältig geprüft und mit einem uneingeschränkten Prüfungstestat versehen“, so Fachdienstleiterin Revision Jenny Herrscher. Er wurde inzwischen vom Kreisausschuss bereits genehmigt und liegt dem Kreistag zur finalen Beschlussfassung am 8. Februar vor.

„Auch für 2016 wird ein positives Ergebnis erwartet. Der Eigenkapitalanteil liegt jetzt über 21 Prozent einschließlich der Sonderposten sogar bei 43 Prozent“, betont die Leiterin der Finanzabteilung Inga Wagner. Die Finanzen sind geordnet. Die Haushaltskonsolidierung ist nachhaltig. Diese Erfolgsbilanz soll, laut Landrat Arnold, fortgesetzt werden. Auch wenn zunehmend übertragene Aufgaben von Land und Bund sowie wachsende gesellschaftliche Bedürfnisse den Landkreis immer wieder vor neue, teils große Herausforderungen stellen. Die erarbeitete gesunde finanzielle Basis ist ein gutes Fundament und ermöglicht es, sie zu meistern und Gestaltungsspielräume zu nutzen. „Altschulden abbauen. Effektive und effiziente präventive soziale Maßnahmen umsetzen. Investitionen in die Infrastruktur mit den Schwerpunkten Schule und Mobilität anpacken. Die Wetterauer Städte und Gemeinden finanziell unterstützen“, gibt Landrat Arnold klar den Kurs in Sachen Nutzung der Gestaltungsspielräume vor.

Quelle: Wetteraukreis

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