Energiewechsel

Wetteraukreis: BioWoche in der Wetterau

Pressemeldung vom 26. September 2016, 15:58 Uhr

Im Rahmen der BioWoche in der Wetterau besuchten Interessierte und Aktive besondere Projekte des Wirtschaftens rund um Nidda. Die Veranstaltung diente auch der Vernetzung der Akteure aus den Projekten, die alle eines gemeinsam haben: Bürger engagieren sich für regionale Lösungen des Wirtschaftens.

Treffpunkt der Veranstaltung war der Vereinsladen Lebenswert e.V. in Nidda. Vor zwei Jahren gründeten Niddaer Bürger den Verein, um die Versorgung der Region mit guter regionaler Naturkost sicherzustellen. Ziel des Vereins ist die Erhaltung des örtlichen Bioladens als Vereinsladen. Wegen eines Eigentümerwechsels zog der Laden aus der Altstadt in die Hindenburgstraße am Niddaer Stadtrand in Richtung Harb.

„Die Aktivitäten der 70 Mitglieder des Vereins sind sehr unterschiedlich“, berichtete Thomas Friedrich, der sowohl im Vereinsvorstand als auch im Laden arbeitet. Man brauche noch mehr Aktive, weil viel Arbeit rund um den Laden zu leisten sei. Neben Schönheitsreparaturen müsse man sich stark für die Akquise und die Bewerbung guter regionaler Bioprodukte engagieren.

Zweites Thema der Veranstaltung war die Bürger AG für nachhaltiges Wirtschaften FrankfurtRheinMain, die mit einer stillen Beteiligung den Vereinsladen in Nidda gefördert hat. Wie Jörg Weber, Vorstandsmitglied der Bürger AG mitteilte, sei der Bioladen in Nidda bisher die einzige Beteiligung, doch das Konzept und die besondere Einbindung der Bürger habe überzeugt.

Die Bürger AG mit Sitz in Frankfurt gibt „vinkulierte Namensaktien“ im Wert von 500 Euro pro Aktie heraus und unterstützt mit dem Geld Projekte in der heimischen Landwirtschaft. (Vinkulierte Namensaktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft veräußert werden.) „Wir möchten gemeinsames und faires Wirtschaften unterstützen, das geprägt ist von einer nachhaltigen Entwicklung für die Region, in der wir leben und arbeiten“, beschrieb Jörg Weber die Ausrichtung der Bürger AG.

Letzter Punkt der Veranstaltung war der Besuch der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) in Nidda-Wallernhausen. Dort bauen Öko-Bauer Wolfgang Koch und Gärtner Frank Lusche Gemüse für eine Gemeinschaft von etwa 30 Bürgern an. Die Anteilseigner finanzieren die Arbeit des Gärtners und die Investition und können jeden Freitag ihre Ernte in Form verschiedener Gemüse für die Familie abholen. Auch hier engagieren sich Bürger, um vor Ort einen neuen Wirtschaftskreislauf zu schaffen, der von Fairness, Ökologie und Mitbestimmung geprägt ist.

Weitere Informationen zu den Projekten gibt es unter: www.lebenswertnidda.de, http://buerger-ag-frm.de und http://oekomodellregion.wetterau.de.

Quelle: Wetteraukreis / Fachdienst Kundenservice und Kommunikation

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